Durch Umbau, eine klare nachhaltige Positionierung und den kompromisslosen Anspruch in der Nachhaltigkeit zeigt das Hotel Falter im Bayerischen Wald, wie sich Individualität und Wirtschaftlichkeit in der Hotellerie erfolgreich verbinden lassen. Nach dem Umbau des Gastro- und Barbereichs im Winter 2024/25 verzeichnet das familiengeführte Rockhotel nach eigenen Angaben ein Wachstum in allen Bereichen. Die Anfragen sind im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen, die Buchungen sogar um ein Drittel. Auch der Umsatz liegt rund 25 Prozent über dem Vorjahreswert.

„Wir wollten mit dem Umbau ein starkes Zeichen setzen – für unsere Gäste, aber auch für mehr Nachhaltigkeit und Kreativität in der Branche“, erklärt Geschäftsführer Marinus Falter, der das Haus in dritter Generation gemeinsam mit Ehefrau Theresa Falter führt. „Dass unsere Idee nicht nur gut ankommt, sondern auch wirtschaftlich Früchte trägt, freut uns sehr.“

Hotelbetreiber Marinus Falter mit Familie im "Rockhotel"

Umbau mit Haltung – Nachhaltigkeit trifft Rock-Attitüde
Konzipiert wurde die Umgestaltung gemeinsam mit dem Innenarchitekten Manuel Körner vom Augsburger Studio Pixel+Punkt, der für sein kompromissloses Nachhaltigkeitsdenken bekannt war. So wurden alte Materialien gezielt wiederverwendet, z. B. recycelte Ziegelsteine für die Barwand, Snaredrums als Tischleuchten, Bassboxen als Spiegel oder alte Ölfässer als Barmöbel. Auch ein kreativer Deal mit Bodenbelagshersteller Tarkett trägt zur Einmaligkeit bei: Statt Neumaterialien wurde ein bunter Teppichboden aus Restbeständen verlegt, der sonst im Müll gelandet wäre.

„Die Nachhaltigkeit war kein dekoratives Beiwerk, sondern zentrales Gestaltungselement“, betonte Körner zu seiner Idee. „Entstanden ist ein Raum, der an einen Bandproberaum erinnert – mit Cases als Sitzmöbel, Vintage-Hochtönern als Leuchten und einer akustisch durchdachten „Tonstudiowand“.

Leider war das Restaurant auch zugleich sein Abschiedswerk – nur wenige Wochen nach Fertigstellung der Renovierung verstarb der Architekt im Alter von nur 41 Jahren. „Wir waren zutiefst geschockt“, so Hotelbetreiber Marinus Falter. „Der Schicksalsschlag überschattete die Freude über das fertige Projekt. Inzwischen ist es für uns allerdings umso wertvoller – es ist das letzte Vermächtnis eines wirklich großartigen Architekten mit tollen, kreativen Ideen.“

Bar Team an der neu renovierten Bar

Bar Team an der neu renovierten Bar

Positionierung mit Profil – Erholung, Erlebnis, Individualität
Das Hotel Falter hatte sich bereits vor Jahren als Deutschlands einziges rockendes Hotel positioniert – mit Wellnessangeboten wie Sauna, Pool und Infrarotkabine, kombiniert mit Rockmusik, Stilzitaten aus der Musikwelt und dem Versprechen: „Urlaub so laut oder leise, wie man will.“ Gäste in Bandshirts bekommen zur Begrüßung ein hauseigenes „Hell’s Helles“ auf Kosten des Hauses – ein augenzwinkerndes Markenzeichen, das hängen bleibt.

Das Küchenteam um den Eigentümer Marinus Falter

Das Küchenteam um den Eigentümer Marinus Falter

Dass sich das mutige Konzept auch betriebswirtschaftlich lohnt, zeigt der Blick auf die Zahlen: „Wir sprechen nicht nur neue Gäste an, sondern steigern auch die Wiederkehrquote“, so Marinus Falter. „Gerade Stammgäste schätzen die neue Atmosphäre – sie erleben ein vertrautes Hotel ganz neu.“

Über das Hotel Falter
Das Hotel Falter in Drachselsried im Bayerischen Wald wird in dritter Generation familiengeführt. Mit 20 Zimmern, einem starken Erlebnischarakter und einem konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Anspruch zählt es zu den kreativsten Hotelkonzepten Deutschlands. Die Kombination aus Wellness, Rockmusik und regionaler Küche zieht Gäste aus ganz Deutschland an.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.