Neuer Sprößling: vom 5. – 8. September in der slowakischen Metropole / Jährlicher Wechsel mit Ulm/Neu-Ulm geplant
Seit 15 Jahren findet das Internationale Donaufest auf beiden Seiten des Flusses in Ulm und Neu-Ulm statt. Vom 5. – 8. September 2013 bekommt das beliebte, von Kultur, Politik, Kunsthandwerk und Kulinarik geprägte Festival nun einen neuen Sprößling in Bratislava. Die slowakische Kapitale ist seit 2003 offizielle Partnerstadt von Ulm im Verbund der Städte und Regionen entlang der Donau.
Künftig soll das Internationale Donaufest mit Beteiligung aller zehn Anrainerstaaten im jährlichen Wechsel zwischen Ulm / Neu-Ulm und Bratislava statt finden. Zum 300-Jahr-Jubiläum des ersten „Schwabenzuges“ die Donau hinab hatten die Slowaken 2012 diesen Vorschlag unterbreitet und waren in Ulm und Neu-Ulm auf Begeisterung gestoßen. Dr. Frantisek Stano, Vorstandsvorsitzender des Bratislava Tourist Boards: „Die Stadt Bratislava fühlt sich damit verpflichtet, die bisherige erfolgreiche Geschichte des Internationalen Donaufestes in Ulm und Neu Ulm mit voller Verantwortung im mittleren Donauraum zu etablieren und auch für die Regionen stromabwärts noch besser zugänglich zu machen.“
Vier Tage lang werden Anfang September an vier Standorten in Bratislava die Wurzeln der europäischen Kultur im Mittelpunkt stehen. Den Auftakt bildet am 5. September eine internationale Fachkonferenz im Rathaus mit Themen wie „Kulturwege Europas als Vorbild für gemeinsame Projekte im Donauraum“ oder „Schutz des traditionellen Handwerks als Erbe der Donau-Nationen“. Die Konferenz wird vom Bratislava Tourist Board und dem Danube Competence Center in Belgrad gemeinsam veranstaltet. Hauptspielort für das Kulturprogramm und das Handwerk & Gastronomiefestival der Donauländer und Regionen wird die Eurovea Promenade an der Donau sein, wo in den letzten Jahren ein neuer Stadtteil mit Cafés, Restaurants, Büros, Hotels und einer großen Shopping Mall entstanden ist. In das Programm mit einbezogen werden aber auch der malerische Innenhof des Alten Rathauses für die Verkostung von Weinen aus den Donauländern (6. – 8. September), mehrere Schulen, in denen Workshops für Design und Handwerk stattfinden, sowie der Stadtteil Čunovo, wo Wettbewerbe im Stand Up Paddling (SUP) auf der Donau geplant sind.
In Ulm und Neu-Ulm sieht man den neuen Donaufest-Sprößling in Bratislava positiv. Ulms Erster Bürgermeister und Donaubüro-Geschäftsführer Gunter Czisch hat Anfang Juli im Rahmen der Donau Master Rallye offiziell eine Donaufest-Fahne an die Stadt Bratislava übergeben und wird das Festival am 5. September mit eröffnen: „Hauptgedanke des Donaufestes ist es, die Länder, Regionen und Menschen entlang des Flusses einander näher zu bringen. Kultur, regionale Küche, Tourismus-Austausch und eine perfekte Show für das Publikum aller Altersklassen ist die beste Art, einander in der riesigen multikulturellen Donau-Region besser kennen zu lernen.“ Vom 5. – 8. September wird deshalb das Donaubüro Ulm /Neu- Ulm das Partnerfest unterstützen, indem zusammen mit der Donaubüro-Direktorin Sabine eine größere Delegation aus Ulm / Neu-Ulm in die Slowakei fährt.
Die Stadt Bratislava möchte mit dem ersten Donaufest in der Slowakei auch symbolisch die Brücke schlagen zur Geschichte der in den vergangenen Jahrhunderten in mehreren Wellen kommenden deutschen Einwanderer. Dazu ist jetzt auch eine kostenlose Smartphone App „Deutsche Spuren“ des Goethe Instituts Bratislava erschienen. Bei den Deutschen im Jahr 2013 erfreut sich die „Boom Town“ Bratislava übrigens ebenfalls sehr großer Beliebtheit: Die Anzahl der Übernachtungen wuchs im ersten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 um 17,7 Prozent, die Anzahl der Ankünfte sogar um 29,2 Prozent. Immer mehr Deutsche und auch Österreicher (plus 44,7 Prozent bei den Übernachtungen, plus 51,8 Prozent bei den Ankünften) entdecken die Schönheit der mustergültig sanierten Altstadt von Bratislava und ihres attraktiven Umlandes. In der Gästestatistik rangieren die Deutschen hinter den Tschechen auf Platz zwei, gefolgt von den Österreichern auf Rang drei.

