Unabhängige Studie belegt massive Rückgänge im Tourismus und den Verlust von Arbeitsplätzen

Ryanair, die weltweit beliebteste Fluggesellschaft, forderte heute die Bundesregierung dazu auf, die geplante Einführung der „ökologischen Luftverkehrsabgabe“ zu verwerfen, da diese unweigerlich dem Luftverkehrsstandort Deutschland schadet und zu dramatischen Verlusten in der deutschen Tourismuswirtschaft führt.
Der irische Carrier stützt sich bei seinen Aussagen auf eine unabhängige Studie von RDC Aviation, die beweist, dass die Sitzkapazität und somit der Flugverkehr in den Ländern zugenommen haben, welche keine Steuer eingeführt beziehungsweise abgeschafft haben (z.B. Belgien und Holland).

In Großbritannien und Irland dagegen, führt eine solche Steuer nachweislich noch immer zu fallenden Verkehrszahlen und einem spürbaren Einbruch der Tourismusindustrie.
Zur Nachhaltigkeit der Maßnahme verweist der niederländische Ökonom Jan Veldhuis vom Beratungsinstitut Amsterdam Aviation Economics (AAE) auf eine Studie, die die Effekte einer solchen Abgabe am Beispiel der Niederlande darlegt. Dort wanderten Passagiere zu grenznahen Flughäfen nach Deutschland ab, um die erhobenen Zusatzsteuern zu sparen. Die erhofften Einnahmen blieben aus und etwa 10.000 Arbeitsplätze gingen verloren. Zudem mussten der Tourismussektor, Flughäfen und Airlines 1,2 Milliarden Euro Verlust verkraften.

Am Ende standen nur 260 Millionen Euro Steuereinnahmen aus der Luftverkehrsabgabe 200 Millionen Euro gesamtwirtschaftliche Kosten der Arbeitslosigkeit gegenüber.
Ryanair warnt davor, dass die Einführung einer „ökologischen Luftverkehrsabgabe“ in Deutschland ähnlich negative Auswirkungen haben würde und der Tourismuswirtschaft dauerhaft schadet.
Ryanair-CEO Michael O’Leary dazu heute in Berlin:
„Die angekündigte „ökologische Luftverkehrsabgabe“ ist nach Auffassung von Ryanair unsinnig. Die Maßnahme wird der Destination Deutschland in vielerlei Hinsicht schaden und zum Verlust von Einnahmen aus dem Tourismus und Arbeitsplätzen führen. Deutschland würde als Touristenziel teurer werden und Einnahmen ausbleiben, womit die geplante Steuer kontraproduktiv im eignen Sinne ist.

Die unabhängige Studie des Beratungsunternehmens RDC Aviation zeigt, dass eine solche Steuer langfristig wachsende Verkehrsströme und Gästeankünfte behindert. Wachstum hält zur Zeit in den meisten europäischen Ländern Einzug, während beispielsweise Irland und Großbritannien eine Touristensteuer erheben und hierdurch Touristen vergraulen, anstatt mehr Besucher durch ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis willkommen zu heißen.
Schon ein Blick über die Landesgrenze sollte der Bundesregierung die negativen Effekte einer solchen Abgabe verdeutlichen. Wir appellieren daher an die Politik, mehr Einsicht und langfristige Planung kurzsichtigen Einnahmen voranzustellen und eine solch unsinnige Steuer nicht zu erheben.“

Ryanair, Europas führende Niedrigpreisfluggesellschaft, bedient derzeit über 1100 Strecken in 26 Ländern und fliegt dabei 155 verschiedene Flughäfen an. Der Preiswertanbieter verfügt aktuell über 43 europäische Basen und unterhält eine Flotte von 250 Boeing 737-800NG, hinzu kommen 64 Festbestellungen für weitere Maschinen, die in den kommenden zwei Jahren ausgeliefert werden sollen. Ryanair beschäftigt zur Zeit über 7.000 Angestellte und plant, im Geschäftsjahr 2010/11 bis zu 73 Millionen Passagiere zu transportieren.

In Deutschland bietet Ryanair derzeit Routen ab den Flughäfen Frankfurt-Hahn (Basis mit derzeit elf stationierten Flugzeugen), Bremen (Basis mit drei stationierten Flugzeugen) und Düsseldorf (Weeze), ca. 70 km von Düsseldorf an der A 57 gelegen (Basis mit acht stationierten Maschinen), sowie ab Lübeck, Berlin-Schönefeld, Leipzig-Altenburg, Karlsruhe/Baden-Baden und seit April 2009 auch ab dem Allgäu Airport Memmingen (München West) an.

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