10% des weltweiten Umsatzes werden laut der WTTC durch Tourismus erwirtschaftet (7,6 Billionen US-Dollar) und ein Elftel aller Arbeitnehmer ist in diesem Bereich beschäftigt. Diese Zahlen dürften – trotz der strapazierten Situation mit Russland – durch den andauernden Fall des Ölpreises weiter steigen (auch da die geringeren Flugkosten ob des starken Wettkampfes an die Kunden weitergegeben werden).
Vietnams Tourismus erwirtschaftete 2014 knapp 8 Milliarden US-Dollar, was einem Anteil am BIP von 4,6% entspricht – es wird erwartet, dass dieser Wert 2015 auf 7,9% steigt, aber langfristig um den aktuellen Wert tendiert. Vietnam rangiert damit der WTTC nach auf Platz 51 der wichtigsten und auf Platz vier der am stärksten wachsenden Reisemärkte.
Zwei wichtige Kennzahlen im Tourismus sind die Menge investierten Kapitals – als Zeichen des Vertrauens in die Wachstumsmöglichkeiten eines Marktes – und die durchschnittlichen Ausgaben der Touristen eines Reisemarktes. 2014 lagen die Gesamtausgaben bei 165.080 Milliarden VND (7,3 Milliarden USD). Dieser Wert soll sich dieses Jahr um 7,4% steigen, was bei erwarteten 5.941.000 Besuchern letztlich Ausgaben von knapp 1313 USD pro Person entspricht. Die in den vietnamesischen Tourismus investierten Geldmengen werden die nächsten Jahre über um geschätzte 6,2% pro Jahr steigen, bleiben damit aber teilweise hinter den Wachstumsraten andrer Branchen zurück, wodurch ihr relativer Anteil an der Gesamtmenge sinken wird.
Gesamt ist Vietnams Tourismus auf einem guten Weg, was sich auch in der aktuellen Neuausrichtung der Bemühungen der Regierung bezüglich des eigenen Tourismus zur Stärkung des Images als attraktives Reiseziel zeigt.

