Ein Viertel der Amerikaner (25,1 Prozent) hat noch nie mehr als fünf Urlaubstage am Stück genommen. 43,6 Prozent der US-Amerikaner nehmen nicht ihren kompletten Urlaub. Jeder Dritte (33,5 Prozent) hat Schuldgefühle gegenüber dem Arbeitgeber. Jeder Achte (12,1 Prozent) hat sogar Angst, seinen Job zu verlieren
Für die Deutschen ist der Urlaub die wichtigste Zeit des Jahres: Familien planen die Ferien oft schon ein Jahr im Voraus, zwei Wochen am Stück sind für viele das Minimum. In den USA ist das vollkommen anders, wie eine repräsentative Umfrage des Online-Befragungsunternehmens SurveyMonkey, http://www.surveymonkey.de, unter 1190 US-Amerikanern ergeben hat: Jeder vierte Amerikaner (25,1 Prozent) hat noch nie mehr als fünf Tage am Stück Urlaub genommen und obwohl der Urlaubsanspruch in den USA deutlich geringer als in Deutschland ist, lässt fast die Hälfte (43,6 Prozent) einen Teil davon verfallen. Und gehen die US-Bürger tatsächlich einmal in den Urlaub, dann oft mit einem schlechten Gewissen gegenüber dem Arbeitgeber.
Ein Drittel der Befragten (33,5 Prozent) gab an, neben Urlaubsfreude und Erholung auch etwas Schuld darüber zu empfinden, den Arbeitsplatz einige Tage zu verlassen. Dabei spielen auch handfeste Existenzängste eine Rolle: Jeder Achte (12,1 Prozent) hat Angst, den Job zu verlieren, wenn er in den Urlaub fährt.
Das hat deutliche Auswirkungen auf das Urlaubsverhalten der Amerikaner: 25,1 Prozent der Befragten haben noch nie mehr als fünf zusammenhängende Urlaubstage genommen. Fast die Hälfte der Befragten (43,6 Prozent) gaben an, nicht ihren kompletten Jahresurlaub auszuschöpfen: 41,6 Prozent der US-Amerikaner nehmen nur drei Viertel ihres Urlaubsanspruchs wahr, knapp jeder Dritte (31,9 Prozent) verzichtet sogar auf die Hälfte der ihm zustehenden Zeit.
Das ist umso erstaunlicher als Amerikanern deutlich weniger Urlaubstage als den Deutschen zur Verfügung stehen: Der Umfrage zufolge hat ein Drittel der US-Amerikaner (33,4 Prozent) lediglich einen Urlaubsanspruch von maximal zehn Tage im Jahr. Auch gar keinen Urlaub zu haben, ist alles andere als selten: Für etwa jeden Achten der Befragten (13,1 Prozent) ist das Realität.
Trotzdem geben die US-Amerikaner sich bescheiden und zeigen sich nicht besonders unzufrieden ob des knappen Urlaubs: Nur knapp die Hälfte der Befragen (49,0 Prozent) sind der Meinung, sie würden mehr Urlaub verdienen, während die restlichen 51,0 Prozent die ihnen zugestandene Urlaubsdauer für angemessen halten.
Was nicht heißt, dass sie sich nicht mehr Urlaub wünschen würden. Knapp zwei Drittel der Befragten (61,5 Prozent) fänden 15 bis 30 Tage im Jahr ideal, wie sie in Europa üblich sind. Mehr als 30 Tage wünscht sich dagegen lediglich jeder Fünfte (20,7 Prozent). Neid auf die Europäer, die im Durchschnitt zwischen 20 und 30 Tagen Jahresurlaub genießen dürfen, verspüren die befragten US-Amerikaner übrigens nicht: 75,3 Prozent halten diesen Umfang an Urlaubstagen für fair.
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