Demografische Veränderungen werden das Reiseverhalten in den Golfstaaten stark verändern. Die Bevölkerung in den Ländern des Golf-Kooperationsrates ist jünger, wohlhabender und familienorientierter als die Menschen in anderen Regionen der Welt. Das Reiseverhalten der jungen Menschen wird zu einer Verschiebung hin zu neuen Technologien führen, so die von Amadeus in Auftrag gegebene neue Studie „Shaping the Future of Travel in the Gulf Cooperation Council: Big Travel Effects“
Die erwachsen werdende junge Generation in den Ländern des Golf-Kooperationsrats* wird in den kommenden 15 Jahren die Reisebranche in der Region völlig neu gestalten. Unter anderem werden Digital Natives für die Planung, Buchung und das Management ihrer Reisen ganz selbstverständlich mobile Technologien und soziale Medien nutzen.
Derzeit ist nahezu 25 Prozent der Bevölkerung in den Ländern des Golf-Kooperationsrats unter 15 Jahre alt. In dem Maß, in dem aus diesen jungen Menschen die Entscheider von morgen werden, ändert sich das klassische Reiseverhalten. Wie die neue Amadeus Studie „Shaping the Future of Travel in the Gulf Cooperation Council: Big Travel Effects“ zeigt, wirken in der Region noch weitere demografische Kräfte zusammen: die beständige Einwanderung ausländischer Arbeitskräfte, ein stabiles natürliches Bevölkerungswachstum und eine wachsende Mittelklasse. Sie bilden im Bereich Reise neue, ganz unterschiedliche Verhaltensweisen und Anforderungen heraus.
Die Studie, verfasst von Frost & Sullivan sowie von Insights im Auftrag von Amadeus, untersucht im Zusammenhang, auf welche Arten und Weisen sich in den kommenden 15 Jahren das Reisen in den Ländern am Golf verändert.
„Die Golfregion ist bereit für eine neue Ära des Reisens“, sagt Antoine Medawar, Vice President Middle East & North Africa von Amadeus. „Investitionen in die Infrastruktur, neue Tourismussektoren und Regierungsprojekte zur Erleichterung des Reisens in die Region und innerhalb der Region machen die Länder des Golf-Kooperationsrats attraktiver für Urlaubs- wie auch für Geschäftsreisende.“
Medawar weiter: „Die Reiseanbieter, die die differenzierten Anforderungen der Menschen in dieser Region erfüllen, werden in den kommenden Jahrzehnten Erfolg haben. Bei Amadeus stehen sowohl die Mitarbeiter als auch die
Technologie und die Innovation im Dienst unserer Kunden, um die Zukunft des Reisens in dieser Region zu gestalten.“
Weitere Ergebnisse der Studie:
Die Volkswirtschaften des Golf-Kooperationsrats differenzieren sich jenseits des Öls. Spezialisierte Sektoren der Reisebranche wie Kreuzfahrten, Konferenzen und Tagungen sowie Medizintourismus spielen in der Diversifizierung eine herausragende Rolle. Als Ergebnis haben die Länder des Golf-Kooperationsrats über das vergangene Jahrzehnt ein durchschnittliches Wachstum des Bruttosozialprodukts von fünf Prozent erreicht. Für die Zukunft wird ein größeres Wachstum erwartet.
Der Tourismus wird einen Fahrstuhleffekt für andere Branchen haben und Wirtschaftswachstum wie auch Diversifizierung fördern. Insbesondere die Hotellerie und der Bausektor werden davon profitieren, dass die Zahl der Reisenden in die Region sowie die Zahl der Transitpassagiere steigt. So erwartet Katar für das Jahr 2022 wegen der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 3,7 Millionen Touristen. Das Land investiert 20 Milliarden US-Dollar in die touristische Infrastruktur und 140 Milliarden US-Dollar in das Transportwesen.
Der Golf-Kooperationsrat erleichtert das Reisen, sowohl innerhalb der Region als auch in andere Regionen. Die Schwierigkeiten, Visa zu erhalten, war für 33 Prozent der Befragten der Hauptgrund, warum sie nicht so oft gereist sind, wie sie wollten. Es wird erwartet, dass die Zahl der Reisenden innerhalb der Region sich bis 2030 durch verbesserte Rahmenbedingungen vervierfacht.
„Das Reisen in der Golfregion verändert sich. Die wirtschaftliche Diversifizierung und der Schritt fort vom Öl haben einen großen Einfluss, aber es gibt noch viele andere, subtilere Faktoren im Spiel“, sagt Mona Faraj, Managing Partner bei Insights. „Die Veränderungen in der Bevölkerung und der geopolitische Druck, die Grenzen zu öffnen und Reisen zu vereinfachen, haben hier ebenfalls Auswirkungen auf die Zukunft des Reisens.“
Hinter der Studie stehen eine Umfrage unter 1.000 Reisenden aus der Region sowie Interviews mit Persönlichkeiten der Reisebranche. Die Studie wirft ein Schlaglicht auf die technologiebegeisterte und wachsende Einwohnerschaft in den Ländern des Golf-Kooperationsrats. Sie prognostiziert, dass sich das Reisen in dieser Region eng vernetzt, personalisiert und nachhaltig entwickeln wird.
Die Amadeus Studie „Shaping the Future of Travel in the Gulf Cooperation Council: Big Travel Effects“ kann kostenlos heruntergeladen werden unter:
www.amadeus.com/blog/05/06/middle-east-report/.
* Zum Golf-Kooperationsrat gehören: Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Die Studie
Die Studie basiert zum einen auf einer Umfrage unter 1.000 Reisenden aus den Ländern des Golf-Kooperationsrats; zum anderen trugen Manager der folgenden Unternehmen Informationen bei: Arab Air Carrier Organisation, Cleartrip, Dubai Department of Tourism and Commerce Marketing, Dubai Silicon Oasis Authority, Expedia, Facebook, flydubai, Fursan Travel, Google, Jumeirah Group, Kanoo Travel, Mariott International, National Corporation for Tourism and Hotels, PATA, Qatar Airways, Qatar Tourism Authority, Rotana, Teal Hospitality, Tourism and Culture Authority of Dubai.

