Sicherheit ist das höchste Gut im Luftverkehr. Gleichzeitig verursachen die Sicherheitskontrollen hohe Kosten. Der BDF setzt sich deshalb für leistungsfähige und kosteneffiziente Kontrollen von Passagieren und ihrem Gepäck ein – bei höchstmöglichem Komfort für die Fluggäste. Hierfür sollten Kontrollprozesse stetig überprüft und optimiert werden, und die bestmögliche und wirtschaftlichste Kontrolltechnik zum Einsatz kommen.
Anders als bei anderen Verkehrsmitteln im öffentlichen Personenverkehr werden Passagiere im Luftverkehr ausnahmslos kontrolliert, bevor sie ihre Reise antreten. Gleiches gilt für das von ihnen beim Check-In aufgegebene Gepäck oder das auf der Reise an Bord mitgeführte Handgepäck. Gerade die Passagier- und Handgepäckkontrollen werden dabei von den Passagieren oftmals als lästiges Übel empfunden, welche mit Wartezeiten, dem An- und Ausziehen von Kleidung oder dem Herausnehmen von Flüssigkeiten und elektronischen Geräten aus Handgepäcktaschen und -koffern verbunden ist.
In Deutschland sind die Passagier- und Gepäckkontrollen im Luftverkehr grundsätzlich eine Aufgabe des Staates. Zuständig für die internationalen Flughäfen, mit Ausnahme der bayerischen Flughäfen, ist die Bundespolizei. Die Bundespolizei führt die Kontrollen zum allergrößten Teil jedoch nicht selbst durch, sondern das Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums schreibt die Kontrolldienstleistungen aus, die dann von privaten Sicherheits-unternehmen für die Bundespolizei ausgeführt werden. Die von den Sicherheitsunternehmen beschäftigten Mitarbeiter, die so genannten Luftsicherheitsassistenten, werden hierfür in einer mehrwöchigen Ausbildung auf die Aufgabe vorbereitet, vom Staat „beliehen“ und sind anschließend hoheitlich tätig.
Die Kosten für diese Passagier- und Gepäckkontrollen müssen in Deutschland die Fluggesellschaften tragen. Sie bekommen von der Bundespolizei für jeden kontrollierten Fluggast eine so genannte Luftsicherheitsgebühr in Rechnung gestellt. Am Flughafen Frankfurt kostet beispielsweise die Kontrolle eines Passagiers aktuell 6,57 Euro. Am Flughafen München ist die Luftsicherheits-gebühr mit 5,55 Euro etwas günstiger. In Summe bezahlen die Fluggesellschaften in Deutschland jährlich über 500 Millionen Euro für die Kontrollen der Passagiere und ihres Gepäcks.

