Umsatzzahlen des 1. Halbjahres 2012. Im 1. Halbjahr 2012 erzielte Accor 2.717 Millionen Euro Umsatz und liegt damit in ausgewiesenen Zahlen um 0,1 Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2011. Folgende Faktoren trugen zu dieser Entwicklung bei: Der Anstieg der RevPAR dank steigender Durchschnittspreise in allen Segmenten und das starke Wachstum der Einnahmen durch Management- und Franchise-Verträge. Die Wachstumspolitik des Konzerns führte zu einem Zuwachs im Umsatz von 37 Millionen Euro bzw. 1,4 Prozent.
Im 1. Halbjahr 2012 verzeichnete der Konzern ein neues Rekordwachstum mit der Eröffnung von 20.700 Zimmern1 (141 Hotels) zu 85 Prozent im Rahmen von Management und Franchise-Verträgen.
Die Veränderung des Portfolios und die „Asset-Management-Strategie“ drückten den Umsatz um 160 Millionen Euro bzw. 5,9 Prozent, wobei 56 Millionen Euro auf den Verkauf von Lenôtre zurückzuführen sind.
Die Wechselkurseffekte erhöhten den Konzernumsatz vor allem durch die steigenden Wechselkurse des australischen Dollars und des britischen Pfunds um 21 Millionen Euro bzw. 0,8 Prozent.
Vergleichbares Umsatzplus im 2. Quartal 2012 von 3,1 Prozent auf 1.475 Millionen Euro
Im 1. Quartal 2012 erzielte Accor 1.475 Millionen Euro Umsatz und liegt damit in ausgewiesenen Zahlen
0,8 Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2011. Folgende Faktoren trugen zu dieser Entwicklung bei:
Der Zuwachs der RevPAR mit dem Anstieg der Durchschnittspreise auf allen Segmenten. Die Wachstumspolitik des Konzerns führte zu einem Zuwachs im Umsatz von 26 Millionen Euro bzw. 1,8 Prozent. Das Wachstum ist auf eine Beschleunigung der Neueröffnungen im 2. Quartal 2012 zurückzuführen mit einem Rekord von 8.700 neuen Zimmern (56 Hotels) durch organisches Wachstum und 5.400 Zimmer (43 Hotels) durch die Übernahme von Mirvac.
Die Veränderung des Portfolios drückte den Umsatz um 95 Millionen Euro bzw. 6,4 Prozent,wobei 31 Millionen Euro auf den Verkauf von Lenôtre zurückzuführen sind.
Die Wechselkurseffekte erhöhten den Konzernumsatz vor allem durch die steigenden
Wechselkurse des australischen Dollars und des britischen Pfunds um 11 Millionen Euro bzw.0,7 Prozent.
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Hotels der Mittel- und Luxusklasse: Vergleichbarer Zuwachs im Umsatz im 2. Quartal um 3,5 Prozent auf 929 Millionen Euro
In den Hotels der Mittel- und Luxusklasse legte der ausgewiesene Umsatz im 2. Quartal um 0,1 Prozent zu.
Auf vergleichbarer Basis waren es 3,5 Prozent. Diese soliden Ergebnisse sind vor allem auf den steigenden
Anteil der Einnahmen aus Management- und Franchise-Verträgen (+19,7 Prozent) zurückzuführen. Die
Schwellenländer erzielten mit einem Wachstum von 7,9 Prozent im Asien-Pazifik-Raum und 9,5 Prozent in
Lateinamerika weiterhin erfreuliche Ergebnisse. In Europa entwickelte sich das Geschäft weiterhin
dynamisch, insbesondere in den großen Metropolen. Die Lage in Spanien, Italien und Portugal beeinflusste
die Ergebnisse der Region jedoch weiterhin negativ. Die besten Ergebnisse des Segments wurden im 2.
Quartal von Sofitel verzeichnet.
1 Diese Zahlen umfassen 5.400 Zimmer durch die Übernahme von Mirvac, die am 22. Mai 2012 abgeschlossen wurde.
Economy-Hotels: Vergleichbarer Zuwachs im Umsatz im 2. Quartal um 2,8 Prozent auf 516 Millionen Euro
Die Economy-Hotels verzeichneten im 2. Quartal 2012 einen ausgewiesenen Zuwachs im Umsatz von
3,3 Prozent. Auf vergleichbarer Basis betrug das Plus 2,8 Prozent. Diese Ergebnisse sind auf die allgemein
positive Preisentwicklung und den Anstieg der Einnahmen durch Management- und Franchise-Verträge
(+13,1 Prozent) zurückzuführen.
In den Schwellenländern entwickelte sich das Geschäft mit einem Umsatzplus von 6,8 Prozent im Asien-Pazifik-Raum und 14,6 Prozent in Lateinamerika weiterhin sehr dynamisch. Auch die wichtigsten europäischen Städte verzeichneten erfreuliche Ergebnisse.

Einnahmen aus Management- und Franchise-Verträgen
Die Einnahmen aus Management- und Franchise-Verträgen sind das Ergebnis einer dynamischen
Wachstumspolitik des Konzerns und beliefen sich im 1. Halbjahr auf 233 Millionen Euro (d. h. ein Plus von
20,1 Prozent). Im Segment der Luxus- und Mittelklassehotels legten die Einnahmen um 20,5 Prozent und im
Segment der Economy-Hotels um 18,9 Prozent zu.
Fokus auf die Schlüsselmärkte – 2. Quartal
In Frankreich haben die Brückentage im Mai und der Kalender im Juni (die Messen „Salon du Bourget“ und
„Vinexpo“ in Bordeaux fanden in diesem Jahr nicht statt) die Quartalsergebnisse stark gedrückt. Die Hotels
der Mittel- und Luxusklasse verbuchten auf vergleichbarer Basis ein Umsatzplus von 0,3 Prozent. Im
Economy-Segment ging der Umsatz um 0,8 Prozent zurück. Paris verbuchte sehr erfreuliche Ergebnisse
und einen starken Anstieg des RevPAR in allen Segmenten. Die positive Umsatzentwicklung der Mittel- und
Luxusklasse wurde hauptsächlich vom starken Anstieg der Einnahmen durch Management- und Franchise-
Verträge getragen.
In Deutschland wurde das Geschäft von einem soliden makroökonomischen Umfeld und einer stabilen
Nachfrage unterstützt. Die Hotels der Mittel- und Luxusklasse verbuchten auf vergleichbarer Basis ein
Umsatzplus von 4,5 Prozent. Im Economy-Segment waren es 4,7 Prozent. Durch den günstigen
Messekalender im 2. Quartal konnten die Preise erheblich gesteigert werden. Ferner trugen die erfolgreiche
„Revenue Management-Strategie“ im Segment der Mittel- und Luxusklasse und die dynamische Preisstrategie
im Economy-Segment zum Anstieg der RevPAR in allen Segmenten bei.
In Großbritannien blieb die Nachfrage weiterhin auf hohem Niveau stabil. Die Vorbereitung der Olympischen
Spiele in London hingegen hat den vergleichbaren Umsatz im Segment der Mittel- und Luxusklasse durch
die Renovierung einiger Hotels der britischen Hauptstadt und die vorzeitigen Schließungen des
Kongresszentrums Excel und der Arena O2 negativ beeinflusst. Hier wurde eine rückläufige Entwicklung von
minus 3,9 Prozent verzeichnet. Das Economy-Segment hingegen entwickelte sich mit einem Umsatzplus
von 4,3 Prozent auf vergleichbarer Basis positiv, was auf eine hohe Nachfrage und eine Optimierung des
RevPAR durch die Fortsetzung der dynamischen Preisstrategie zurückzuführen ist. Gleichzeitig hat die
dynamische Wachstumspolitik des Konzerns die Einnahmen aus Management- und Franchise-Verträgen
verbessert und das Hotelgeschäft in Großbritannien positiv beeinflusst.

Erfreuliche Ergebnisse im 1. Halbjahr 2012
Trotz sehr ungünstiger Vergleichsgrundlagen im 2. Quartal verzeichnet Accor im ersten Halbjahr 2012 solide
Ergebnisse (Umsatzplus von 3,6 Prozent auf vergleichbarer Basis).
Dieser Zuwachs ist auf ein dynamisches Geschäft in den Schwellenländern (Asien-Pazifik-Raum,
Lateinamerika, Afrika/Naher Osten) und ein insgesamt stabiles Geschäft in Europa zurückzuführen. Die
europäischen Schlüsselmärkte sind solide (sehr erfreuliche Ergebnisse in den Hauptstädten), während das
Geschäft in den südeuropäischen Ländern weiterhin schwierig ist. Andererseits wirkt sich der kontinuierliche
Anstieg der Einnahmen aus Management- und Franchise-Verträgen durch ein weiterhin dynamisches
Wachstum sehr positiv auf die Geschäftstätigkeit aus.
Trotz einer weiterhin niedrigen Visibilität der Geschäftsentwicklung und makroökonomischer Ungewissheiten,
die einige Regionen weiter belasten, erwartet der Konzern für die Sommermonate eine Fortsetzung der seit
Beginn des Jahres verzeichneten Tendenzen.
Quartalsbericht – Wichtige Ereignisse des Berichtszeitraums
Entwicklung
Der Konzern verzeichnete im 1. Halbjahr 2012 ein neues Rekordergebnis in Bezug auf das Wachstum der
Zimmeranzahl.
So wurden 141 Hotels mit insgesamt 20.700 Zimmern eröffnet:
- 85 Prozent im Rahmen von Management- und Franchise-Verträgen
- 57 Prozent im Asien-Pazifik-Raum, 25 Prozent in Europa, 13 Prozent in Afrika und im Nahen Osten
und 5 Prozent in Lateinamerika
Accor setzt sein Wachstum im Rahmen der „Asset-Light-Strategie“ und die Umstellung des
Geschäftsmodells des Konzerns fort.
Verkauf von Motel 6
Am 22. Mai 2012 gab Accor den Verkauf von Motel 6 für insgesamt 1,9 Mrd. Dollar an die Blackstone Group
bekannt. Der Verkauf wird im 3. Quartal 2012 abgeschlossen sein.
Emission von Anleihen
Am 11. Juni 2012 hat Accor mit Erfolg Anleihen mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer jährlichen
Verzinsung von 2,875 Prozent in einem Volumen von insgesamt 600 Millionen Euro ausgegeben und konnte
damit die günstigen Konditionen des Kreditmarktes nutzen.
Ereignis nach dem 30. Juni 2012
Übernahme in Lateinamerika
Am 16. Juli 2012 gab Accor die Übernahme der südamerikanischen Häuser des Hotelkonzerns Grupo
Posadas bekannt. Die Übernahme beinhaltet ein Portfolio von 15 Hotels (2.600 Zimmer) und eine gesicherte
Pipeline von 14 Hotels (2.000 Zimmer) im Rahmen eines Management-Vertrags. Mit dieser Übernahme baut
Accor seine führende Position in dieser Region und insbesondere in Brasilien aus.

