Von Elke Backert
Die berühmte Maman, 1999 entstanden – eine über neun Meter hohe, überdimensionale Spinne aus Bronze, Stahl und Marmor –, wird vier Monate lang auf dem Außenplateau der Hamburger Kunsthalle zur weit sichtbaren Botschafterin der Ausstellung in der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle zu Ehren von Louise Bourgeois (1911-2010).
Gleichermaßen beeindruckend wie furchterregend ist diese monumentale Skulptur ein zentrales Werk von Louise Bourgeois. Der Titel Maman (Mutter) macht deutlich, dass Bourgeois diese Skulptur als Hommage an ihre eigene Mutter verstanden hat, die als Restauratorin von Tapisserien tätig war. Das unermüdliche Wiederherstellen und Restaurieren von Gewebe, das auch Spinnen eigen ist, wird zugleich zu einem Symbol für das unendliche, sich wiederholende und erneuernde Leben im Allgemeinen.
Die Hamburger Kunsthalle ehrt mit einer Ausstellung eine Jahrhundert-Künstlerin: Louise Bourgeois.
Aus Anlass des 100. Geburtstags der Künstlerin werden Skulpturen, Rauminstallationen, Radierungen, Arbeiten aus Stoff und Tapisserien gezeigt, die in den letzten 15 Lebensjahren entstanden sind.
Fotos Elke Backert



