Die Reisebranche blickt zu Beginn der CMT optimistisch in die Zukunft: National wie international erwartet man im kommenden Jahr ein dickes Plus

Ekkaphong Wittchow  von Asian Adventure (rechts) stellt im Fachgespräch mit seinem Kollegen Bernd Gensichen vom Thai Airways Airlines Büro aus München, das  5-Sterne Resort Sutera Harbour in Sabah vor. „Um es kurz zusammenzufassen: Was wir an Indikatoren vorliegen haben, zeigt alles nach oben“, sagte Martin Lohmann von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) auf der Eröffnungspressekonferenz zur diesjährigen CMT in Stuttgart. Zum Jahresende sei deutlich geworden, dass der internationale Tourismus nach der Finanz- und Wirtschaftskrise mit einem Anstieg von fünf Prozent bei den Gästeankünften wieder auf dem Niveau des Jahres 2008 angelangt sei. In Deutschland habe man ein Wachstum von drei Prozent bei den Übernachtungen verzeichnet — ein neues Rekordhoch.

„Vier von fünf Deutschen haben sich bereits mit der Planung ihrer nächsten Urlaubsreise in diesem Jahr beschäftigt“, sagte Lohmann. Somit befinde sich auch die Urlaubslust auf Rekordkurs: „Die allgemeine wirtschaftliche Lage bewirkt, dass die Stimmung steigt. Vor diesem Hintergrund erwarten die Forscher ein Rekordjahr für den Tourismus, denn nicht nur die Zahl der Urlaubsreisenden wird zunehmen, sondern auch die Zahl der Urlaubsreisen.“

Der internationale Trend geht in dieselbe Richtung: Laut Tourismusorganisation UNWTO sind für 2011 Steigerungen von vier Prozent zu erwarten, was einem Volumen von 965 Millionen Reisen entspricht.  Besonders die so genannten „emerging markets“ — also Länder wie Indien, China, Russland oder Brasilien —  gewinnen als Quellmärkte zunehmend an Bedeutung.

Auch die Caravaning-Branche kann wieder aufatmen. Nach „härteren Jahren“ hoffe man nun auf ein gutes Jahr, erklärte Wolfgang Liebscher, Präsident des Deutschen Caravaning-Handels-Verbandes. „Die Anschaffungsneigung ist deutlich gestiegen, und wir sind optimistisch, dass das insgesamt positive Wirtschaftsklima auch uns zu neuem Rückenwind verhilft.“

Im großen C- Caravan Bereich durfte auch  Concorde, Reisemobile aus Leidenschaft, nicht fehlen: Stefan Kölle, Prokurist und Gesamtvertriebsleite,r präsentiert seinen neuen Katalog

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für das Tourismusjahr 2011 seien also insgesamt hervorragend, sagte Lohmann, der den Verbraucher als „lachenden Dritten im Wettbewerb der Anbieter“ sieht. „Die wichtigsten Reiseziele der Deutschen sind zwar nach wie vor Deutschland, Spanien, Italien, die Türkei und Österreich, aber das Interesse an sämtlichen Destinationen wächst, was zu einer stärkeren Konkurrenz führt.“ Und die belebt bekanntlich das Geschäft.

Davon zeugen auch die Ausstellerzahlen der diesjährigen CMT, die mit 1995 Anmeldungen ebenfalls ein neues Rekordhoch verbucht. Die Gesamtentwicklung auf dem Reisemarkt sei „eine tolle Grundlage für die CMT als Reisebarometer für das kommende Jahr«, sagte Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Der Touristikbereich nimmt 2011 eine komplette Halle zusätzlich ein, es gibt 52 Weltpremieren im Caravaning-Teil, wo heuer mehr als 700 Fahrzeuge präsentiert werden. „Das sind Superlative, über die wir uns sehr freuen“, sagte Bleinroth. „Damit bestätigt die CMT ihren Ruf als wichtigste Pilotmesse zum Jahresstart.“

In dieser Funktion wurde die CMT vom Corps Touristique im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge als „beste Reisemesse“ ausgezeichnet. „ “Hier treffen wir nicht nur auf eines der modernsten Messegelände Europas, sondern auch auf ein Team, welches durch seine Hilfsbereitschaft, Fachkompetenz und Einsatzbereitschaft beispielhaft ist“, begründete Andreas Sakkas, Präsident des Corps Touristique und Vertreter der CMT-Aussteller, die erneute Wahl. Die CMT beweise „ihre große Bedeutung als Endverbraucher- und Publikumsmesse in Deutschland, ja, sogar in ganz Europa. Wir gehen von einem Wirtschaftswachstum in diesem Jahr aus, von dem sicherlich auch die Reiseländer profitieren werden.“

Der umlagerte Stand von Tourismus Malaysia. Christine Martin aus der Zentrale des Fremdenverkehrsamtes Malaysia in Deutschland, mußte ohne Pause Fragen zu Reisen in das asiatische Land beantworten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.