von Redaktion, ch
Trump Taj Mahal Atlantic City (Atlantic City/USA, 22. Januar 2009) – Die Finanz- und Wirtschaftskrise könnte bald ein prominentes Opfer finden: Donald Trump’s Casino-Gruppe in Atlantic City (New Jersey) steht vor der Insolvenz. Sinkende Umsätze und eine verpasste Kreditrückzahlung hat das Hotel- und Casinoimperium, das das Trump Taj Mahal, Trump Plaza und Trump Marina umfasst, an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Heute (22. Januar) ist der Tag der Entscheidung.
Fällig gestellt ist ein Kredit in Höhe von 53,1 Millionen US-Dollar, der bereits am 1. Dezember vergangenen Jahres auslief. Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten der Trump Entertainment Resorts Inc. auf 1,25 Milliarden US-Dollar. Jüngsten Meldungen zufolge wurde die Frist nun bis zum 4. Februar verlängert.
Im November wurden mit rund 70 Prozent der Gläubiger ein Stillhalteabkommen vereinbart, das nun erneuert werden müsste. Kommt es nicht dazu, erwägt das Unternehmen sich unter den Insolvenzschutzparagrahen „Chapter 11“ zu retten; dann wäre eine Sanierung bei laufendem Betrieb möglich. In diesem Fall wäre es bereits zum vierten Mal seit 1991, dass Trump das „Chapter 11“-Verfahren in Anspruch nähme.
Trump hat mit den Problemen stark sinkender Umsätze im Spielerparadies Atlantic City zu kämpfen. Die Betriebskosten der Casinos lassen sich nicht so schnell reduzieren, wie die Umsätze fallen. Im Flaggschiff Trump Taj Mahal sank der Jahresumsatz 2008 um 5,1 Prozent (im Vergleich zum Vorjahr), im Trump Plaza um 6,1 Prozent und im Trump Marina sogar um 15,8 Prozent. Das schwächste Haus, Trump Marina, soll nun verkauft werden. 270 Millionen US-Dollar will der Interessent (Coastal Development LLC, New York) zahlen. Doch das Geschäft könnte platzen, da die Finanzierung wesentlich schwieriger geworden ist.
Donald Trump ist Hauptaktionär und Chairman der Casinokette, aber nicht mehr aktiver Lenker. Sein größter Trumpf ist die 1A-Lage der Hotelimmobilien.

