„Soulfood Serbien – Essen mit der Seele Serbiens“, ist ein Programm der serbischen Tourismus-Behörde, um die kulinarischen Vorzüge des Landes zu betonen.
Im Herzen des Balkans liegt Serbien – und Teil davon sind die unzähligen Weinregionen, in denen Weine unterschiedlicher Art hergestellt werden. Zur Weinlese finden im Herbst an vielen Orten Feste statt, um die lokalen Weine und gastronomischen Spezialitäten zu feiern.
Serbien ist ein großartiges Land voller Naturwunder. Schon vor 7000 Jahren wurde hier Viehzucht betrieben. Womöglich liegt hier sogar die Wiege der Landwirtschaft in Europa. Schon die Römer wussten, dass dieser Teil der Welt für den Weinanbau geeignet ist, denn nicht nur das Klima, sondern auch die Bodenbeschaffenheit machten dieses Stück Balkan zu einem Weinparadies. Das Weinland Serbien ist in neun Weinregionen unterteilt, die dem Wein jeweils seine speziellen Eigenschaften geben. So stammen die „Weine vom Sand“ von den sandigen Böden um Subotica im Norden des Landes. „Weine der zwei Sonnen“ kommen aus der Donauregion und tragen diesen Namen, weil Ihnen sowohl das Licht der Sonne als auch der Reflektion der Donau zugute kommt. Rotweine aus kleinen Weindörfern, die auf serbisch Pivnice oder zu deutsch schlicht Trinkhäuser genannt werden, sind für die ostserbische Region rund um die Stadt Negotin typisch. Der Süden Serbiens wiederum ist Heimat eines eher mediterranen Weintyps.

Serbische Spezialitäten: Kajmak und Rakija
Ende September findet das Weinfest von Sremski Karlovci in Srem statt, das Teil der klassischen Weinregion Fruška Gora ist. Karlowitz, wie die Stadt am Donauufer auch im Deutschen genannt wird, gehört zu den ältesten Weingebieten in Europa; hier wird seit über 1700 Jahren Wein angebaut. Zur Zeit der habsburgischen Monarchie erreichte der Weinanbau hier seine volle Blüte und für einige Jahrhunderte galt die Karlovic als die serbische Hauptstadt des Weins. Bekannte Weinsorten dieser Region sind der Riesling der Fruška Gora oder die speziell aromatisierte Weinsorte Bermet.
Das ebenfalls an der Donau gelegenen Smederevo ist in ganz Serbien für sein jährliches Weinfest im September bekannt. Höhepunkt ist ein Umzug in mittelalterlichen Kostümen bei der Donaufestung Smederevo, die aus dem Jahr 1430 datiert und den Feierlichkeiten eine besondere Kulisse verleiht. In der herbstlichen Karnevalsprozession begleiten aufwendig gekleidete Hofdamen berittene Ritter, gefolgt von Weinpflückern. An den Festungsmauern werden Ritterwettkämpfe zur Schau gestellt. Eine Augenweide ist das reiche Angebot an Früchten aus dieser Region, das überall angepriesen wird.
Auch am Berg Oplenac bei Topola südlich von Belgrad findet alljährlich das traditionelle Traubenpflücken statt. Zur gleichen Zeit, vom 12. – 14 Oktober, wird das serbische Festival des Handwerks und der Volkskunst veranstaltet. Wettbewerbe mit Verkostungen von Wein und Obstbränden gehören stets dazu. Die Weinstraße Oplenac zählt zu den wichtigsten Weinrouten Serbiens; das günstige Klima und die Bodenbeschaffenheit eignen sich für den Anbau authentischer Sorten wie Prokupac, Vranac und Smederevka. Der hier gelegene königliche Weinkeller der serbischen Karadjordjevic-Dynastie beherbergt Archivweine aus dem Jahre 1931.
Serbien ist ein junger Staat und hat noch mit allerlei Problemen umzugehen, aber es hat auch viel Potenzial und ist auf jeden Fall einen Besuch Wert. Das belgrader Nachtleben oder eine Wein-Tour sind ein guter Einstieg. Weitere Informationen bekommen Sie auf www.srbija.travel, samt einer Broschüre über die Weinstraßen und einer Karte jener.

