Bustourismus sorgt für 14,5 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland:Neue Studie belegt enorme wirtschaftliche Bedeutung des Reisebussektors

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Der Bustourismus ist weit mehr als nur eine bequeme Reiseform – er ist ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Eine aktuelle Studie des dwif im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) beziffert den jährlichen Bruttoumsatz durch touristische Busreisen auf rund 14,5 Milliarden Euro. Davon profitieren nicht nur die Busunternehmen selbst, sondern vor allem Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel sowie Freizeit‑ und Kultureinrichtungen.
???? Mehr Umsatz als ganze Bundesländer
Die Studie „Wirtschaftsfaktor Bustourismus in Deutschland“, die auf der bdo | Tourismus‑Werkstatt in Berlin vorgestellt wird, zeigt eindrucksvoll: Die touristische Nutzung von Bussen löst bundesweit rund 14,5 Milliarden Euro Bruttoumsatz und 6,7 Milliarden Euro Wertschöpfung aus. Zum Vergleich: Der gesamte Tourismus in Schleswig‑Holstein erwirtschaftete 2024 rund 10,8 Milliarden Euro, in Mecklenburg‑Vorpommern waren es 2025 etwa 8,0 Milliarden Euro.
???? Regionale Wertschöpfung im Mittelpunkt
Fast 46 Prozent des Umsatzes entstehen direkt durch Ausgaben der Reisenden im Zielgebiet – weitere 33 Prozent entfallen auf Pauschalpreise. Damit fließt das Geld nicht nur in die Kassen der Busunternehmen, sondern auch in Hotels, Restaurants, Cafés, Freizeitparks, Museen, Theater, Thermen und Schifffahrtsbetriebe.
„Der Reisebus bringt Menschen klimafreundlich an ihr Ziel – und Umsatz in die Regionen“, betont Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo. „Gerade abseits der Metropolen ist der Bus ein wichtiger Motor für Tourismus und lokale Wirtschaft.“
???? 175 000 Arbeitsplätze hängen am Bus
Allein Tages‑ und Übernachtungsreisen im Gelegenheitsverkehr stehen für rund 7,4 Milliarden Euro Umsatz. Hinzu kommen die Effekte des Liniennah‑ und Fernverkehrs. Insgesamt sichert der Bustourismus laut Studie rund 175 000 Arbeitsplätze – vom Handwerk über den Handel bis zu zahlreichen Dienstleistern.
???? Fundierte Datenbasis und Zukunftspotenzial
Die Neuauflage der Studie basiert auf einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse zahlreicher Datenquellen. Leonard unterstreicht:
„Wer über die Zukunft des Tourismusstandorts Deutschland spricht, darf den Bus nicht vergessen.“
Trotz eines Rückgangs der Fahrgastzahlen um über 40 Prozent gegenüber dem Vor‑Corona‑Niveau entfaltet der Bustourismus bereits heute eine beachtliche wirtschaftliche Wirkung – mit großem Potenzial für weiteres Wachstum.
???? Fazit
Der Reisebus bleibt ein unterschätzter, aber unverzichtbarer Bestandteil des deutschen Tourismus. Seine wirtschaftliche Bedeutung reicht weit über die Branche hinaus – bis tief in die Regionen, die von jedem ankommenden Bus profitieren.


