Starker Zuwachs des bereinigten1 Umsatzes um 7,1 Prozent auf 5.948 Mio.Euro, Starker Anstieg des EBIT: um 82,4 Prozent auf 446 Mio. Euro
Nettoergebnis, Group share: 3.600 Mio. Euro. Diese Zahl hängt hauptsächlich mit dem Buchgewinn aus der Konzernspaltung zusammen. Das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit nach Steuern2 ohne einmalige Sonderposten belief sich auf 280 Mio. Euro, gegenüber 78 Mio.
Euro im Vorjahr.
Dividendenvorschlag 0,62 Euro je Aktie bei Hauptversammlung am 30. Mai 2011, Beschleunigung des „Asset-Management“-Programms: bereinigte Nettoschulden3 sollen 2011 und 2012 um 1,2 Mrd. Euro reduziert werden Meilensteine 2010:
Dynamische Erholung der Nachfrage in den meisten Ländern, gefolgt von einer progressiven Stabilisierung der Durchschnittspreise. Solides Betriebsergebnis mit deutlicher Verbesserung der EBITDAR-Marge (um 1,9 Punkte auf 30,5 Prozent) und erfolgreiche Kostenreduktion, mit
Einsparungen bei den Gemeinkosten in Höhe von 45 Mio. Euro im Jahr 2010. Beschleunigte Umsetzung des „Asset Management“ Programms mit 171 refinanzierten Hotels (mehr als 18.000 Zimmer), die zu einer Verringerung der bereinigten Nettoschulden um 630 Mio. Euro führte.
Entwicklungsplan mit dem Schwerpunkt „Asset light“ nach der Eröffnung von knapp 25.000 Zimmern (78 Prozent unter Franchise- und Managementverträgen), mit dem nun die Zimmerschwelle von 500.000 überschritten wurde. Eine Finanzlage, die von der Umsetzung der Strategie profitiert, wodurch die Nettoschulden von 1.624 Mio. Euro im Vorjahr auf 730 Mio. Euro gesenkt wurden. Denis Hennequin, Chairman und Chief Executive Officer, erklärte: Die von Accor 2010 erzielten Ergebnisse bestätigen die Effektivität des Geschäftsmodells von Accor und bilden ein solides Fundament für die Zukunft.
Dank der robusten Vermögenslage werden wir mit dem neuen Executive 1 Bereinigt um Änderungen im Portfolio und Wechselkurseffekte 2 Ergebnis ohne einmaligen Sonderposten nach Steuern: Ergebnis vor Steuern und einmalige Sonderposten abzüglich Steuern auf das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit sowie abzüglich Anteile anderer Gesellschafter 3 Nettoschulden abgezinst mit den 8 Prozent der künftigen
Mindestpachtzahlungen (Methode nach Standard & Poor’s) Committee die Umsetzung der Strategie beschleunigen. Dabei haben wir uns
drei Prioritäten gesetzt: ehrgeizigere Ziele für unsere Marken, bessere Förderung unserer Dienstleistungen und unseres Knowhows sowie beschleunigte Implementierung unseres Wachstumsprogramms in den Industriestaaten und den Schwellenländern.
Diese Strategie wird von unserer dynamischen „Asset Management“-Strategie unterstützt, die uns zusätzlichen Spielraum bei der Umsetzung unserer Ambitionen verleiht.“ Jahresergebnisse 2010 (1) Im Rahmen der Norm IFRS 5 wurde das EBITDAR von Edenred, der Lucien Barrière Gruppe und des Bahn-Caterings als „Ergebnisse nicht fortgeführter Geschäftsbereiche“ eingestuft. (2) Auf vergleichbarer Basis = bei konstantem Portfolio und bereinigt um Wechselkurseinflüsse (3) Einschließlich des Buchgewinns in Höhe von 4.044 Mio. Euro aus der Abspaltung der Prepaid Services-Sparte Der ausgewiesene Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent auf 5.948 Mio.Euro. Bei konstantem
Portfolio und um Wechselkurseffekte bereinigt beläuft der Zuwachs sich auf 7,1 Prozent.
Günstige Dynamik des Hotelleriezyklus in allen Segmenten
Der Umsatz der Hotellerie stieg gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 7,4 Prozent auf 5.693 Millionen Euro. Der Anstieg war solide und beschleunigte sich im 2. Halbjahr 2010. Die sich in Deutschland und Großbritannien im 1. Halbjahr, und in Frankreich im Sommer abzeichnende Erholung, weitete sich im 2. Halbjahr allmählich auf die meisten europäischen Länder aus. Die Auslastungsquote entwickelte sich weiterhin positiv, während die Durchschnittspreise vor allem im 4. Quartal zu steigen begannen. Die Dynamik der Schwellenländer trug ebenfalls zum Geschäft bei: Asien und Lateinamerika erzielten im Berichtsjahr hohe Umsatzzuwächse.
Ausgezeichnete Ergebnisse der Hotellerie der Mittel- und Oberklasse Der ausgewiesene Umsatzzuwachs der Hotellerie der Mittel- und Oberklassebeträgt 10,1 Prozent.Auf vergleichbarer Basis beläuft sich das Plus auf 9,0 Prozent. Die ausgewiesene EBITDAR-Marge kletterte in beiden Segmenten um +3,2 Prozentpunkte auf 28,5 Prozent. Auf vergleichbarer Basis beträgt der Zuwachs +2,7 Prozentpunkte. Alle Marken des Segments verbuchten einen kräftigen Anstieg der Marge, allen voran die Hotellerie der Oberklasse mit Pullman und Sofitel, die vom Aufschwung des Corporate-Geschäfts profitierten.
- Ausgezeichneter Umsatzzuwachs der Economy-Häuser außerhalb der USA
Der Umsatz der Economy-Hotels außerhalb der USA verzeichnete einen ausgewiesenen Zuwachs von 11,1 Prozent. Auf vergleichbarer Basis betrug er 6,8 Prozent. Das Segment wurde vom Anstieg der Auslastungsquote über as ganze Jahr getragen. Die Durchschnittspreise stabilisierten sich im 2. Halbjahr. Besonders Deutschland und Großbritannien verbuchten einen signifikanten Aufschwung.
Die ausgewiesene EBITDAR-Marge der Economy-Hotels außerhalb der USA erhöhte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 37,0 Prozent. Bei konstantem Portfolio und bereinigt um Wechselkurseffekte beläuft sich das Plus auf 1 Prozentpunkt. Die Marge wurde von der steigenden Auslastungsquote und dem erfolgreichen Einsparungsprogramm getragen. Sie ist nun höher als 2008. Dank der soliden Betriebsergebnisse konnte ibis die Marge auf vergleichbarer Basis um 1,3 Prozentpunkte anheben.
- Aufschwung der Economy-Hotels in den USA seit Juni Motel 6 steigerte den ausgewiesenen Umsatz um 3,8 Prozent. Auf vergleichbarer Basis erhöhten sich die Erlöse um 0,7 Prozent. Das Umsatzplus ist dem Anstieg des RevPar zu verdanken, der ausschließlich auf die höhere Auslastungsquote, vor allem im 2. Halbjahr, zurückzuführen ist. Die ausgewiesene EBITDAR-Marge sank um 1,1 Prozentpunkte auf 29,7 Prozent. Auf nvergleichbarer Basis büßte sie 1,3 Prozentpunkte ein. Im 2. Halbjahr stieg sie um 0,7 Prozent, während sie im 1. Halbjahr auf vergleichbarer Basis um 3,5 Prozent nachgab. Motel 6 stellt seine Häuser weiterhin auf Franchise-Verträge um. 2010 wurden 58 Hotels eröffnet und 17 Hotels im Rahmen von „Sale and Franchise Back“-Vereinbarungen an Franchise-Partner verkauft. In zwei Jahren eröffnete Motel 6 auf diese Weise 125 Franchise-Häuser, das entspricht mehr als 10 Prozent des Hotelbestands der Marke.
Solider Beitrag aller Segmente zum EBIT von 446 Mio. Euro (vergleichbares Plus von 82,4 Prozent) und Fortsetzung der Konzernoptimierung
Das ausgewiesene EBITDAR4 des Konzerns stieg um 19,5 Prozent auf 1.814 Mio. Euro. Auf vergleichbarer Basis betrug das Plus 14,7 Prozent. Die
EBITDAR-Marge kletterte von 27,6 Prozent im Vorjahr auf 30,5 Prozent des Konzernumsatzes. Der ausgewiesene Anstieg belief sich auf 2,9 Prozentpunkte und der vergleichbare auf 1,9 Prozentpunkte. Die Hotellerie erlebte 2010 einen erfreulichen Aufschwung. Die Entwicklung
verlief jedoch nicht überall gleich. Das Wachstum wurde hauptsächlich von Großbritannien und Deutschland gezogen, in denen die Konjunktur sich rasch erholte. Mit Ausnahme von Spanien und Italien folgten darauf Frankreich und die übrigen europäischen Länder. In den aufstrebenden Ländern Asiens und Lateinamerikas blieb die Geschäftslage das ganze Geschäftsjahr über robust. Ferner sind die soliden Betriebsergebnisse der erfolgreichen Kostendisziplin zu verdanken. Im Berichtsjahr konnten Gemeinkosten in Höhe von 45 Mio. Euro eingespart werden. So übertraf der Konzern das vorgegebene Ziel von 125 Mio. Euro und sparte im Vor- und Berichtsjahr 132 Mio. Euro ein. 4 EBITDAR: umfasst die betriebsbedingten Erträge und Aufwendungen (vor Pachtzahlungen, Abschreibungen und Rückstellungen, Zinsergebnis und Steuern).
Dank dieser Faktoren verzeichnete die Hotellerie 2010 einen hohen Flow-Through-Ratio5 von 54 Prozent. Das EBIT stieg auf vergleichbarer Basis um 82,4 Prozent auf 446 Mio. Euro (gegenüber 235 Mio.Euro im Vorjahr) und spiegelt den Aufschwung wider, besonders in der Hotellerie der Mittel- und Oberklasse. Das Ergebnis vor Steuern und einmaligen Sonderposten erhöhte sich ebenfalls kräftig auf 334 Mio.Euro. Das Nettoergebnis, Group Share, beträgt 3.600 Mio. Euro im Vergleich mit dem Verlust des Vorjahres von 282 Mio. Euro. Folgende Faktoren beeinflussten die Entwicklung des Nettoergebnisses maßgeblich:
- Der Buchgewinn von 4.044 Mio. Euro aus der Abspaltung der Prepaid-Services-Sparte (Börseneinführung von Edenred am 2. Juli 2010)
- Der Verlust aus der Neubewertung der Lucien Barrière Gruppe um minus 79 Mio. Euro
- Die Wertberichtigungen der Vermögenswerte in Höhe von minus 284 Mio. Euro.
Sie betreffen vor allem die Abschreibungen auf das Anlagevermögen von Motel 6.
- Minus 263 Mio. Euro Rückstellungen für die Wertminderung des Steuerguthabens der Compagnie des Wagons-Lits.
Das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit vor Steuern erreichte 280 Mio. Euro im Vergleich zu 78 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cashflow belief sich auf 695 Millionen Euro gegenüber 520 Millionen Euro im Vorjahr. Die Entwicklungsinvestitionen beliefen sich auf 340 Mio. Euro.
Die Investitionen in bestehende Vermögenswerte bleiben niedrig und betrugen 4,7 Prozent des Umsatzes, d.h. 281 Millionen Euro. Die Veräußerung von 171 Häusern reduzierte die Konzernschulden um 541 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag 2010 beliefen sich die Nettoschulden auf 730 Mio. Euro, gegenüber 1.624 Mio.Euro Ende des Vorjahres. Ferner verfügte der Konzern am 31. Dezember 2010 über bestätigte und nicht
in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 2,0 Mrd. Euro und muss vor 2013 keine hohen Beträge neu finanzieren.
Am 31. Dezember 2010 belief sich der Ertrag des gebundenen Kapitals oder ROCE des Konzerns auf 11,3 Prozent gegenüber 8,3 Prozent zum Bilanzstichtag 2009. „Asset Management“: Ein Drittel des Programms 2010-2013 wurde 2010 mit der Reduktion der bereinigten Nettoschulden um 630 Mio. Euro bereits umgesetzt. 2010 wurden 171 Häuser, d.h. mehr als 18.000 Zimmer, refinanziert. So konnten die bereinigten Nettoschulden um 630 Mio. Euro reduziert und die Barmittel um 541 Mio. Euro erhöht werden. Im Rahmen des Asset Management-Programms sollen insgesamt 450 Hotels verkauft und die bereinigten Nettoschulden um 2 Mrd. Euro abgebaut werden.
5 Die Flow-through-Ratio wird definiert als das Verhältnis der Veränderung des vergleichbaren EBITDAR zur Veränderung des vergleichbaren Umsatzes. 6 Nettoschulden abgezinst mit den 8 Prozent der künftigen Mindestpachtzahlungen (Methode nach Standard & Poor’s) 5/6
Hotelentwicklung entspricht Vorgaben 2010 eröffnete Accor 214 Häuser, d.h. knapp 25.000 neue Zimmer.
- 78 Prozent im Rahmen einer „Asset Light“ Lösung
- 44 Prozent im Economy-Segment außerhalb der USA
- 34 Prozent in Europa und 24 Prozent in Asien.
Mit 24 Prozent der neu eröffneten Zimmer im Berichtsjahr ist die Marke ibis 2010 am stärksten gewachsen. Der Konzern ist bestrebt, den Hotelbestand hauptsächlich auf der Basis der „Asset Light“- Strategie zügig auszubauen. Bis 2014 sind 101.000 Zimmer (620 Häuser) in der Pipeline, 42 Prozent davon in Asien-Pazifik und 32 Prozent in Europa. Ein Konzern, der sich auf sein Kerngeschäft fokussiert 2010 schloss Accor die Konzentration auf das Kerngeschäft als Hotelbetreiber ab:
- Börseneinführung von Edenred am 2. Juli nach der Abspaltung der Prepaid-Services-Sparte, die von den Aktionären gutgeheißen wurde
- Ankündigung der Veräußerung an Newrest des Bahn-Caterings in Europa der Compagnie des Wagons-Lits am 7. Juli
- Ankündigung einer Vereinbarung über den Verkauf des 49-prozentigen Anteils von Accor am
Kapital der Lucien Barrière-Gruppe im 1. Quartal 2011 Trends und Ausblick 2011
• Geschäftstrends im Januar Fortsetzung der im 4. Quartal 2010 beobachteten Erholung Im Januar 2011 hielt die Konjunkturerholung in den meisten Ländern und in allen Segmenten an. Die RevPAR der Hotels der Mittel- und Oberklasse und der Economy- Häuser außerhalb der USA
wurden von der steigenden Auslastungsquote getragen und verzeichneten einen Zuwachs von 10,4 Prozent bzw. 8,1 Prozent. Die Durchschnittspreise im Segment der Mittel- und Oberklasse stiegen, während die Preise sich im Economy-Segment stabilisierten. Die
Schwellenländer, besonders in Asien und Lateinamerika, profitieren weiterhin von einer günstigen Dynamik.
• Ausblick
Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Umsetzung des Asset Management-Programms im Berichtsjahr – 30 Prozent des Programms wurden bereits im ersten Jahr realisiert – und des neu erwachten Interesses der Anleger für die Immobilien der Gruppe, kündigt Accor die Beschleunigung der geplanten Veräußerungen 2011-2012 an. Ziel ist es, in den beiden Geschäftsjahren die bereinigten Nettoschulden insgesamt um 1,2 Mrd. Euro zu reduzieren.
Diese Intensivierung erlaubt dem Konzern, das Veräußerungsprogramm über die 450 Häuser des Plans 2010-2013 (mit einem Abbau der bereinigten Nettoschulden um 2 Mrd. Euro) hinaus zu erweitern. Obwohl in einigen Ländern noch Ungewissheit herrscht, dürfte der seit 2010
beobachtete Aufschwung sich 2011 bestätigen. Die Erholung wird von der Nachfrage, und in geringerem Maß vom allmählichen Anstieg der Preise getragen.

