Tourismusverband Prignitz e. V. entwickelt Marke für „Zentrale Archäologische Orte“
Auf halber Strecke zwischen Berlin und Hamburg liegen sie zusammen mit weiteren rund 3.000 archäologischen Fundstellen und zeugen vom reichen geschichtlichen Erbe der brandenburgischen Reiseregion. Wie kaum eine andere Region in Deutschland weist die Prignitz eine hohe Dichte an historischen Schätzen auf. Die sechs „Zentralen Archäologischen Orte (ZAO)“ der Prignitz wurden als herausragende authentische Orte mit hohem Anschauungswert definiert und sollen als „Leuchttürme der Landesgeschichte“ die Vergangenheit und damit die eigene Menschheitsgeschichte erlebbar machen.

Es gibt ein altes und ein neues Schloss Freyenstein, hier das alte mit Abort-Erker (rechts) und Terrakotta-Figuren an der Fassade

Zusammen mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Archäologischen Landesmuseum (BLDAM), dem Landkreis Prignitz und dem Landkreis Ostprignitz‐Ruppin in Verbindung mit den örtlichen Partnern wurde in einer „Prignitzer Erklärung“ die schrittweise archäologische, touristische und museale Erschließung und Nutzung der Bodendenkmale beschlossen. Einige der Orte, wie zum Beispiel das Schlachtfeld 1636 des Dreißigjährigen Krieges bei Wittstock, sind bereits touristisch erschlossen. Andere Orte wie das Tausende Jahre alte Großsteingrab bei Mellen gilt es noch auszubauen. Um der Bedeutung der ZAO Rechnung zu tragen und deren touristisches Potenzial zu nutzen, hat der Tourismusverband Prignitz e.V. nun die Marke „Zeitschätze Prignitz – Zentrale Archäologische Orte“ ins Leben gerufen. Neben einem Logo wurde eine Image-Broschüre entwickelt, die die sechs archäologischen Orte hinsichtlich ihrer geschichtlichen, archäologischen und touristischen Bedeutung vorstellt.

Bei den Ausgrabungen des Massengrabs der Schlacht bei Wittstock 1636


„Ziel der Broschüre ist es, anhand von Sagen, Erzählungen und Mythen den Reiz und das Geheimnis dieser ZAO deutlich zu machen“, erklärt Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz. „Die Broschüre soll sowohl die Zielgruppe des geschichtsinteressierten Kulturliebhabers als auch Familien und Großeltern mit Enkeln ansprechen. Neben den touristischen Highlights bei den ZAO selbst werden nämlich auch spannende Aktivitäten, Naturerlebnisse und kulinarische Tipps am Wegesrand vorgestellt.“
Frisch aus der Druckerei wurde die Broschüre erstmalig auf der ZAO—Pressereise vorgestellt.
Hier hatten die Journalisten Gelegenheit, innerhalb von drei Tagen die ZAO der Prignitz kennenzulernen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir eine repräsentative Mischung von reise- wie auch geschichtsfokussierten Medienvertretern in die schöne und geschichtsträchtige Prignitz einladen konnten, und hoffen nun auf zahlreiche Berichte und Artikel“, so Laskewitz.
In der Zukunft soll die Marke „Zeitschätze Prignitz – Zentrale Archäologische Orte“ als wichtiges touristisches Marketinginstrument weiterentwickelt werden. So sind zum Beispiel Einzel-Flyer zu den jeweiligen ZAO sowie eine Webseite geplant.

Das Hünengrab von Mellen, um 3300 v. Chr.


Foto: Elke Backert

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