Oase Siwa
Einst weilte Alexander der Große in Marsa Matrouh. Er war auf dem Wege in die Oase Siwa (ägypt. Sekhetam – Palmland). Die Geschichte des Wahat Siwa – der westlichsten Oase Ägyptens – reicht bis in die 18. Dynastie zurück – 1500 Jahre v. d. Z. Die Reste eines dem Gott Amun/Amon geweihten Tempels stammen aus der Zeit vor 600 v.d.Z. Dem Ruf dessen Orakels, einer Statue des Gottes, folgte der Makedonier – er ließ sich auf dem hochgelegten Felsen über dem Flecken Aghurmi zum Sohn des Gottes bestätigen. Das war 331 Jahre vor Beginn der Zeitenrechnung. Diese Adaption war notwendig, denn der Eroberer wollte sich zum Pharao krönen lassen.

Die Oase zwischen dem Ägyptischen Sandmeer im Süden und der Oattara-Senke im Norden erstreckt sich über eine Länge von etwa 80 km bei variabler Breite (zwischen 2 und 20 km). Dattelpalmen und Olivenbäume prägen die Senke, die durchschnittlich 18 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Natürlich wird auch Gemüse angebaut, Feigen, Orangen und gar Wein. Schließlich müssen sich die rund 23.000 Einwohner, vor allem Berber (Siwa gilt als die Berber-Sprachinsel), ernähren – und die Touristen.

Dass Alexander über Marsa Matruh nach Siwa gelangte, hatte einen einzigen Grund: Nur von dort führt der Weg in die 310 km entfernte Oase mit ihrem Orakel. Das war damals so und ist es heute noch. Nur fahren heute mehrmals am Tage vollklimatisierte Busse zwischen der Hafenstadt und dem Hauptort Siwa. Auch das Orakel soll noch funktionieren. Manchmal zumindest. Zuletzt wohl, als einige Landser nackend in der heiligen Zisterne des Orakels badeten. Ein Sakrileg – die Strafe folgte auf dem Fuß: Rommel Truppen wurden kurze Zeit später bei El-Alamein vernichtend geschlagen.

Rommel Museum
Eine weitere Attraktion ist unter anderem das Rommel Museum. Das Museum, eine Felshöhle, befindet sich auf einer nach Westen führenden Landzunge im Osten der Stadt. Ein Gang, an dessen Wänden sich dreizehn Bilder des Feldmarschalls Erwin Rommel befinden, führt zu einem kleinen Raum, in dem eine Büste und der Mantel des Heerführers, eine Hakenkreuzflagge, Karten und eine Kiste ausgestellt sind. Die Stücke stammen von Rommels Enkel Manfred.

Kleopatra-Therme
Ungefähr 5 Kilometer westlich von Marsa Matrouh liegt die Therme Kleopatras. Die Therme besteht aus einem riesigen Stein, bei dem das Seewasser Tunnel eingraviert hat, und das Wasser direkt ins Meer zurück fließt. Archäologische Untersuchungen besagen, dass Kleopatra darin badete.

El Alamein
Etwa 184 Kilometer östlich von Marsa Matrouh befindet sich die Stadt Alamein. In der Nähe dieses Ortes wurde 1942 im Zweiten Weltkrieg die Entscheidungsschlacht im Norden Afrikas geschlagen. Die Stadt bietet für jeden etwas, ob geschichtsinteressiert oder einfach nur zum Bummeln.

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