Die Tourismusausschuss-Vorsitzende Marlene Mortler (CSU) verurteilt Überlegungen der irischen Fluggesellschaft Ryanair zur Einführung einer Gebühr für Übergewichtige als inakzeptable Diskriminierung: “Wer krankhaft Übergewichtige für ihre Leiden auch noch mit einer Zusatzgebühr strafen will, überschreitet eindeutig die Grenzen des Erträglichen”, sagte Mortler. Sie forderte Ryanair auf, “unverzüglich von dieser entwürdigenden Idee Abstand zu nehmen”.
Mortler betonte, dickleibige Menschen erführen in ihrem Alltag ohnehin schon oft soziale Ausgrenzung und eingeschränkte Mobilität. “Wer hier unter dem Deckmantel des Sparens nachtritt, hat keinen Anstand.” Sie verstehe, dass Ryanair als Billigflieger in der Krise sämtliche Einsparmöglichkeiten auszuschöpfen suche. Das sei auch das gute Recht der Fluggesellschaft. “Aber das sprichwörtliche den Gürtel enger schnallen, darf nicht so weit gehen, dass es die Menschenwürde anderer verletzt”, urteilte Mortler.
Unser Bild zeigt Marlene Mortler im Gespräch mit dem tunesischen Minister für Tourismus, Tijani Haddad, auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin. Haddad ist auch der Präsident der internationalen Tourismus-Journalisten-Vereinigung FIJET und im Gespräch als neuer Generalsekretär der UNWTO.


