Erneut mußten in Thailand unschuldige Menschen sterben oder verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Um 18.55 Uhr am gestrigen Abend (13.55 Uhr deutscher Zeit) explodierte in der Millionenmetropole Bangkok eine Bombe, welche in der Nähe des Erawan Schrein platziert wurde. Der Schrein ist ein bei Touristen und Einheimischen beliebter Tempel, welcher ganzjährig viele Besucher anlockt.Splitter,brennende Fahrzeugteile und über 120 Verletzte lagen zwischen dem Hyatt Erawan Hotel und dem aorn Einkaufszentrum und füllten die Straße der sonst so lebendigen Stadt mit Blut. Anschließend wurden in der Nähe noch zwei weitere Bomben gefunden, die aber von der Polizei und der Armee rechtzeitig entschärft werden konnten.
Bei Redaktionsschluß (Mitternacht) waren die Einsatzkräfte und Retter noch in großer Zahl am Ort des grausamen Geschehens. Man konnte noch keine genauen Opferzahlen bestätigen. Lokale und internationale Medien sprechen von 17 toten Frauen und 10 toten Männern, wobei 12 Personen direkt vor Ort starben. Unbestätigt ist auch die Zahl der ausländischen Opfer. Es sollen drei Chinesen und ein Filipino sein.
Über deutsche oder europäische Opfer ist bis jetzt noch nichts bekannt. Die Krisenspezialisten der ausländischen Botschaften sind aber bereits kurz nach dem Anschlag vor Ort gewesen.
Zum Glück befinden sich zwei große Krankenhäuser nur wenige Meter vom Tatort entfernt. Sie hatten am Abend bereits um zusätzliche Blutspenden in der Bevölkerung gebeten.
Es gibt bis jetzt nur Vermutungen über die Bombe. Sie soll entweder an einem Motorrad oder am Zaun des Tempels angebracht worden sein. Es waren nach Untersuchung der Bombenspezialisten von der Royal Police und dem Militär rund drei Kilogramm TNT mit einer Sprengwirkung von ca. 40 Metern.
Bei der ersten Absuche des Geländes, sofort nach ihrem Eintreffen, fanden die Spezialisten noch zwei weitere kleinere Bomben , die aber sofort entschärft werden konnten.
Bei einer ersten Stellungnahme der Regierung zeigte man sich entsetzt und sprach von einem Angriff auf die Wirtschaft und den Tourismus in Thailand. Die thailändische Regierung will alles daran setzen um den oder die Täter schnell vor Gericht stellen zu können.
Wir haben hier nur über die bekannten Fakten informiert. Die uns in großer Zahl zugesandten Bilder aus Bangkok wollen wir Ihnen, liebe Leser, vorenthalten. Sie sind so schrecklich, dass wir überzeugt davon sind, diese nicht veröffentlichen zu müssen.
Sobald es offizielle Stellungnahmen gibt, werden wir weiter berichten.
Überrascht ist man in Thailand von der großen internationalen Anteilnahme. Über die sozialen Medien wie twitter, facebook Co. war am gestrigen Abend eine Flut von tröstenden, aber auch ermutigenden Posts zu lesen. Viele Menschen auf der Welt wollten wissen ob ihre Freunde oder Verwandten betroffen sind – Thailänder sandten Lebenszeichen zu ihren internationalen Freunden.
Einig waren sich Alle: dieser Anschlag darf Thailand und die dort lebenden Menschen nicht schädigen. Viele Menschen aus aller Welt meinten:” jetzt fahren wir erst recht nach Thailand – der Terrorismus darf nicht siegen”!

