OTOP ist die Abkürzung für „One Tambon One Product“ (eine Provinz ein Produkt) und ist eine Initiative der thailändischen Regierung, die 2001 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeit von einheimischen Kunsthandwerkern zu unterstützen, deren Produkte in der Regel eine lange Tradition haben und jeweils typisch für ihre Region sind. Zum ersten Mal veranstaltete die Handelsabteilung der königlich thailändischen Botschaft in Berlin eine kleine Messe als “OTOP Mini City”. Ziel war das Interesse der deutschen Verbraucher an thailändischen Produkten zu testen -aus dem Test wurde ein Riesenerfolg.
Das Angebot reichte von ausgefallenen kulinarischen Produkten bis zu Kunsthandwerk mit jahrhundertealter Geschichte. Handarbeit sowie viele überlieferte Techniken bringen nicht nur besondere Produkte hervor, sondern sorgen zugleich für die Erhaltung angestammter Familien- und Dorfgemeinschaften. So werden durch das Projekt OTOP viele kleine Produzenten in allen Regionen Thailands unterstützt.
Lokale Vernetzung, globale Reichweite
Unter dem Dach der OTOP erreichen die regionalen Produkte den Weltmarkt. Die vom Department of International Trade Promotion (DITP) organisierten OTOP-Ausstellungen und Handelsmessen in Thailand geben Tausenden von internationalen Käufern die Gelegenheit, die Qualität und Attraktivität der handgemachten, regionalen Produkte zu entdecken. Sukzessiv werden OTOP-Kiosken in ganz Thailand eingerichtet und die Entwicklung des E-Commerce für OTOP-Produkte intensiviert. Informationsveranstaltungen zu OTOP-Produkten mit hohem Exportpotenzial auf internationalen Messen sind in Planung.
Thanit Hirungitrungsri, der Referent der Handelsabteilung zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis:” Wir waren überrascht von dem großen Interesse und planen die Veranstaltung in einem größeren Rahmen zu wiederholen.
Das Handelsministerium spielt eine wichtige Rolle bei der Vermarktung der einzigartigen OTOP-Produkte: Die besten von ihnen werden auf den nationalen sowie internationalen Märkten vorgestellt. Dabei berät das Ministerium nicht nur die örtlichen Gemeinden in Design-, Verpackungs- und Qualitätsfragen, sondern es lotet auch das Marktpotential der OTOP-Produkte aus, wie bei der Veranstaltung in Berlin,schützt das heimische Wissen durch Rechtesicherung des geistigen Eigentums sowie es die Kontakte zur Vermarktungsmöglichkeit zwischen nationalen und internationalen Märkten herstellt.
An zwei Tagen wurde aus der alten Kreuzberger Sarotti-Fabrik ein echter thailändischer Marktplatz.Spitzenkoch Markus Herbicht, der mehrere Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet hat und dort auch für die Königsfamilie kochen durfte, hat mit thailändischen Kollegen einige Köstlichkeiten zubereitet. Es gab mehrere Stände , an denen man den Köchen zuschauen konnte und vielleicht den einen oder anderen Tipp bekam, um es dann selbst daheim auszuprobieren. Produzenten von Kunsthandwerk aus Thailand waren angereist, es gab Filme, Cocktail-Kurse, Obstschnitzerei, Gewinnspiele u. a. mit einem Flug nach Bangkok als Hauptgewinn. Thailändisches Flair mitten in Kreuzberg. Vielleicht so etwas wie ein Kurzurlaub, nur ohne stundenlangen Flug.




