Mecklenburg-Vorpommern hat die Nase vorn. Nicht nur konnte das norddeutsche Bundesland die meisten Sonnenstunden zwischen Juni und August zählen, es glänzte auch mit Michelin-Sternen und Gault-Millau-Punkten und ist 2014 die kulinarische Nummer eins im Osten Deutschlands. Zudem verschrieben sich bis jetzt sieben Hotel-Restaurants der neuen Initiative „So schmeckt MV“ und setzen das Motto mit Leidenschaft um. Gegründet wurde sie vom Mineralbrunnen Güstrower Schlossquell, der sie als Förderer unterstützt ebenso wie die Rotkäppchen Peter Jülich GmbH & Co. KG mit ihrer Käsemarke „Rügener Badejunge“. Alle, die gutes Essen lieben, dürfen sich angesprochen fühlen.Wer wie Daniel Schmidthaler von der „Alten Schule“ in Fürstenhagen die Idee hat, aus Fenchelgrün ein Eis herzustellen, ist schlicht unschlagbar (siehe links)

Küchenchef Daniel Schmidthaler von der „Alten Schule“ in Fürstenhagen
Obwohl abseits seiner Landesgrenzen das am dünnsten besiedelte Bundesland Deutschlands vor allem bei Strandurlaubern und für seine Seen und Schlösser bekannt ist, ist es schon lange nicht mehr so, wie es im 18. Jahrhundert der Satiriker Karl Julius Weber schrieb: „Das Volk lebt meist von Kartoffeln, dürrem Obst, von Weißkraut, Rüben und Pferdebohnen…“ Als bodenständig gilt die Küche aber immer noch. Kartoffeln, die sogenannten „Tüften“ und Süßsaures findet man häufig auf dem Speiseplan.

Küchenchef Thomas Köpcke vom Gutshaus Ludorf an der Müritz
Der Verein „So schmeckt MV“ e.V. will das Bundesland vor allem über die Landesgrenzen hinaus als Genussregion etablieren und so zusätzliche Gäste aus ganz Deutschland ansprechen. Menschen, für die gutes Essen und kreative Regionalküche wichtige Entscheidungsgeber bei der Wahl ihres Urlaubsziels sind.
„Auch das Einfache hat natürlich seinen Reiz“, so Friedrich Wilhelm Krüger, Geschäftsführer der Initiative. „Wir möchten aber zeigen, dass MV kulinarisch viel mehr zu bieten hat als Kloppschinken, Buttermilchkartoffeln, Spickaal & Co. und erst recht keine Fast-Food-Region ist.“ Und Krüger weiter: „Es gibt hier so viele gute Köche, die Ideen haben und Spaß am

Martin Wünscher kocht perfekt im Restaurant „Roter Butt“ des Hafen-Hotel Pommern Yacht in Ückermünde
Experimentieren. Dabei geht es uns nicht darum, Wurzeln zu verleugnen, sondern vielmehr Altbewährtes und neue Erkenntnisse harmonisch zusammenzubringen. Traditionelle Rezepte so umzuwandeln und weiterzuentwickeln, dass sie auch den Anforderungen anspruchsvoller Feinschmecker an eine moderne, gehobene Küche gerecht werden.“

Sympathischer Küchenchef des Café Namenlos, R. Crohn
Bisher beteiligen sich an der Kooperation die „Alte Schule“ in Fürstenhagen inmitten der idyllischen Feldberger Seenlandschaft mit Daniel Schmidthaler als Koch, Martin Wünscher im Restaurant „Roter Butt“ des Hafen-Hotel Pommern Yacht in Ückermünde, Toni Münsterteicher von der „Strandhalle Binz“ auf Rügen, ebenfalls auf Rügen das 4-Sterne-Superior-Hotel Gutshaus Kubbelkow von Kinga und Axel Diembeck, das Romantik Hotel Namenlos & Fischerwiege im Ostseebad Ahrenshoop auf dem Darß und das Romantik Hotel Gutshaus Ludorf an der Müritz.

Toni Münsterteicher von der „Strandhalle Binz“ auf Rüge
Weitere sollen in Kürze hinzukommen.

Das Ehepaar Diembeck herrscht über das Gutshaus Kubbelkow auf Rügen mit seinem riesigen Park
Fotos Elke Backert