Die Statistiken verheißen Gutes für das Land, in dem die Zitronen blühen. Vor allem Italiens nördlicher Landesteil mit Südtirol erfreut sich großer Beliebtheit, wie neueste Zahlen belegen.
Italien als Reiseland auf Platz 3
Obgleich die Deutschen nach wie vor am liebsten Urlaub im eigenen Land machen, so halten sich unsere ibero- und italo-romanischen Nachbarn wacker auf den folgenden Plätzen. Und in den vergangenen Jahren lässt sich eine steigende Tendenz ausmachen: Im Jahr 2013 verbrachte durchschnittlich jeder 14. Deutsche einen etwa 12-tägigen Urlaub in Italien. Wenn man sich die Reisestatistiken der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reise e. V. ansieht, so stellt man fest, dass Italien als Reiseziel seit 2010 langsam aber stetig an Attraktivität gewonnen hat, aber 2013 wieder ein wenig einbüßte. Reisten 2012 noch 8,4 % der deutschen Auslandsurlauber nach Italien, so waren es ein Jahr darauf nur mehr 7,6 %. Ereignisse wie die Havarie der Costa Concordia mögen dabei eine Rolle spielen. Aber nach einer Erhebung des Allensbacher Instituts für Demoskopie brechen wieder ein wenig rosigere Zeiten für Italien an und mehr Deutsche planen 2014 ihren Urlaub dort zu verbringen: 7,8 % werden voraussichtlich nach bella italia reisen.

Südtirol beliebt bei Radfahrern und Besserverdienenden
Bei einer Erhebung des ADAC zu den voraussichtlichen Reisezielen der Deutschen für das Jahr 2014 gaben 4,1 % der Befragten an, ihren Haupturlaub in Südtirol verbringen zu wollen (5,5 % stimmten für die Region als Ziel für ihren zweitwichtigsten Urlaub im Jahr). Somit liegt Alto Adige unter den sieben beliebtesten Reisezielen fast gleichauf mit Kroatien oder Osteuropa. Der ADFC indes kann der Region ebenfalls gute Werte bei den Fahrradfahrern bestätigen: Bei einer Umfrage zur beliebtesten ausländischen Radreisedestination gaben 5,3 % der Befragten an, in Südtirol geradelt zu sein – was Platz 3 für die autonome Provinz bedeutet. Und auch das Landesinstitut für Statistik von Südtirol verzeichnet derzeit steigende Ankunftszahlen; besonders attraktiv sei der August als Reisemonat – im Jahr 2013 wurden dort 5,5 Millionen Übernachtungen in den über zehntausend Beherbergungsbetrieben der Region verzeichnet. Die Tourismusanalyse 2014 der Stiftung für Zukunftsfragen ermittelte darüber hinaus, dass der durchschnittliche deutsche Italienurlauber zu den eher gut verdienenden westdeutschen Großstädtern gehört. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass es mehr und mehr Deutsche in größere Städte mit preisintensiveren, moderneren Unterkünften zieht: Allein in die Stadt Bozen in Südtirol zog es im vergangenen Jahr knapp 300.000 Deutsche, vor allem in 4- bis 5-Sterne-Hotels wie das Designhotel im Dorf Tirol bei Meran.

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