Die Zusatzumsätze der Fluggesellschaften wachsen 2013 auf 31,5 Mrd. Dollar an – ein Anstieg um fast 1200 % seit 2007
Eine von CarTrawler gesponserte Analyse der IdeaWorksCompany ergibt, dass die führende Fluggesellschaft dabei 55,61 $ pro Passagier generierte. 2007 lag diese Zahl noch bei 14,36 $.Was als Rinnsal begann – 2,45 Mrd. Dollar im Jahr 2007 –, hat sich zu einem Strom entwickelt.
Die jährlich von CarTrawler durchgeführte Untersuchung über die Zusatzumsätze der Fluggesellschaften weltweit weist für das Jahr 2013 ein Wachstum auf 31,5 Mrd. Dollar aus; dies ist ein Anstieg um 1200 Prozent seit der ersten Untersuchung dieser Art im Jahr 2007.

Die IdeaWorksCompany untersuchte die gemeldeten Finanzdaten von 114 Fluggesellschaften in aller Welt, von denen 59 ihre Zusatzumsätze generierenden Tätigkeiten offenlegen. Die Untersuchung ergab, dass sich die von den Fluggesellschaften gemeldeten Zusatzumsätze im Jahr 2013 auf 16 $ pro Passagier beliefen und somit mühelos die weltweiten Zahlen für den Gewinn pro Passagier überstiegen. Die vorliegende Pressemitteilung geht auf die interessantesten Punkte dieser Untersuchung ein und präsentiert eine Top-Ten-Liste der Fluggesellschaften, die in drei verschiedenen Kategorien am besten abgeschnitten haben (siehe hierzu die Tabellen 1 bis 3 in diesem Dokument).
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Jährlich ausgewiesene Zusatzumsätze Ergebnisse 2013,
von 59 Fluggesellschaften verbucht,
31,5 Mrd. Dollar Ergebnisse 2012,
von 53 Fluggesellschaften verbucht,
27,1 Mrd. Dollar Ergebnisse 2011,
von 50 Fluggesellschaften verbucht,
22,6 Mrd. Dollar Ergebnisse 2010,
von 47 Fluggesellschaften verbucht,
21,46 Mrd. Dollar Ergebnisse 2009,
von 47 Fluggesellschaften verbucht,
13,47 Mrd. Dollar Ergebnisse 2008,
von 35 Fluggesellschaften verbucht,
10,25 Mrd. Dollar Ergebnisse 2007,
von 23 Fluggesellschaften verbucht,
2,45 Mrd. Dollar
Die Jahresergebnisse beziehen sich auf das im angegebenen Kalenderjahr geendete Geschäftsjahr.
Dank der Zusatzumsätze aus À-la-carte-Gebühren, Provisionen für reisebezogene Dienstleistungen und dem Verkauf von Vielfliegerpunkten können Fluggesellschaften inzwischen rentabel arbeiten. Tony Tyler, Generaldirektor und CEO der IATA, erklärte vor Kurzem auf einer Konferenz, die weltweite Luftfahrtbranche hoffe, für das Jahr 2014 einen durchschnittlichen Nettogewinn von 2,4 % zu erzielen; das sind weniger als 6 $ pro Passagier.

Die durchschnittlichen Zusatzumsätze pro Passagier beliefen sich bei den 59 die entsprechenden Daten offenlegenden Fluggesellschaften im Jahr 2013 auf 16 $. Die hohen Margen, die mit aufgegebenem Gepäck und Punkten aus Kundenbindungsprogrammen einhergehen, stellen mühelos sicher, dass dieser Betrag Gewinne generiert, die über den von der IATA prognostizierten Schwellenwert von 6 $ hinausgehen. Von den 59 ihre Zusatzumsätze offenlegenden Fluggesellschaften erzielten 44 Zusatzumsätze von mehr als 6 $ pro Passagier; die Zahlen reichen von 6,43 $ bei China Estern bis 55,61 $ bei Jet2.com. Die Rekordzahl von Fluggesellschaften, deren Daten in die Untersuchung von 2013 eingeflossen sind, belegt, wie wichtig Zusatzumsätze für die Gesundheit der weltweiten Luftverkehrsbranche sind.

„Fluggesellschaften auf der ganzen Welt folgen einem gemeinsamen Entwicklungsmuster; der Schwerpunkt verlagert sich von einem rein auf den Flug basierten Dienstleister zum Multi-Produkt-Reiseunternehmen”, sagt Michael Cunningham, CarTrawler Chief Commercial Officer. „Das Zeitfenster für Reisebuchungen ist nicht mehr statisch. Es folgt dem Kunden über mehr Geräte und Standorte als jemals zuvor”, so Cunningham weiter. „Dies eröffnet Chancen für die Fluggesellschaften ihre Zusatzleistungen weiterzuentwickeln, um alle Vorteile neuer Technologie- und Einzelhandelspraktiken zu nutzen und somit aktiv den wachsenden Kundenbedarf für Waren und Dienstleistungen erfüllen zu können, welche bislang nicht als Teil des Kerngeschäfts in Betracht gezogen worden sind.”

Die diesjährige von CarTrawler durchgeführte Untersuchung der Zusatzumsätze wirft einen Blick zurück auf die Anfänge dieser noch jungen Methode der Umsatzsteigerung. Die IdeaWorksCompany verfolgte erstmals vor sieben Jahren die Aktivitäten, mit denen im Jahr 2007 Zusatzumsätze generiert wurden. Das war noch bevor Fluggesellschaften in aller Welt begannen, Extragebühren für aufgegebenes Gepäck, bevorzugtes Boarding und Sitze mit zusätzlicher Beinfreiheit zu verlangen. Mit jährlichen Zusatzumsätzen von insgesamt knapp 71 Mio. Dollar zählte Alitalia 2007 zu den Top Ten. Heutzutage belegt US Airways mit 1,1 Mrd. Dollar Platz 10.

Zusammengenommen generierten die zehn führenden Fluggesellschaften 2007 Zusatzumsätze von nahezu 2,1 Mrd. Dollar. Sieben Jahre später gehören einige dieser Fluggesellschaften noch immer den Top Ten an. Das Gesamtumsatzvolumen der Top-Ten-Fluggesellschaften ist jedoch auf beachtliche 20,4 Mrd. Dollar angeschwollen. Natürlich sind einige der Unternehmen durch Zusammenschlüsse gewachsen. Die höheren Zahlen werden jedoch hauptsächlich dadurch begründet, dass Zusatzumsätze in der heutigen Luftfahrtbranche zu etwas ganz Normalem geworden sind.

Tabelle 1: Top-Ten-Fluggesellschaften – Zusatzumsätze insgesamt (US-Dollar)
Jahresergebnisse – 2013 Quelle der Zusatzumsätze Jahresergebnisse – 2007
5 703 000 000 $ United Verschiedene 600 000 000 $
2 528 183 000 $ Delta Verschiedene 521 429 760 $ Ryanair
2 079 000 000 $ American Verschiedene 272 846 172 $ easyJet
1 714 598 496 $* Air France/KLM* Verschiedene 194 200 000 $ Alaska Air Group
1 689 457 120 $ Ryanair Verschiedene 91 306 080 $ Aer Lingus
1 623 500 000 $ Southwest Verschiedene 83 664 000 $ Air Berlin
1 385 021 933 $* easyJet* Verschiedene 79 747 344 $ Korean Air
1 282 738 470 $ Lufthansa Group Verschiedene 78 585 787 $ WestJet
1 273 430 400 $ Qantas Airways 80 % FFP 77 904 000 $ Austrian
1 102 700 000 $ US Airways Verschiedene 71 074 080 $ Alitalia
20 381 631 432 $ 2 070 759 229 $
Die Wechselkurse basieren auf dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Prüfung der Finanzdaten für den jeweiligen Jahreszeitraum gültig war.
Die Ergebnisse der Fluggesellschaften für die Jahre 2013 und 2007 basieren auf den jüngsten offengelegten Zahlen für das Geschäftsjahr (zwölf Monate).
* Schätzung der IdeaWorksCompany, basierend auf der letzten Offenlegung, für den vorliegenden Bericht aktualisiert.

Einige der größten Marken der Branche machen sich inzwischen sämtliche Spielarten der Zusatzumsätze zunutze. Die meisten weltweit tätigen Fluggesellschaften vertrauen auf ein Spektrum von Aktivitäten, wobei aufgegebenes Gepäck und der Verkauf von Vielfliegermeilen oder punkten an Partner einen Schwerpunkt ausmachen. Beim Loyalitätsmarketing ist Qantas am erfolgreichsten, da rund 80 % seiner Zusatzumsätze von seiner Geschäftseinheit Qantas Loyalty generiert werden. Qantas misst À-la-carte-Aktivitäten eine geringere Bedeutung bei, indem weiterhin Elemente wie Gepäck, Essen und Getränke in den Basistarifen des Unternehmens gebündelt werden.

Wenn die Zusatzumsätze als prozentualer Anteil am Gesamtumsatz betrachtet werden, dominieren die Billigfluggesellschaften 2007 und 2013 die Ergebnisse. Michael O’Leary, der freimütige CEO von Ryanair, sinnierte einmal: „Die anderen Fluggesellschaften fragen sich, wie sie ihre Tickets teurer machen können. Wir hingegen fragen uns, wie es möglich wäre, ganz auf den Flugpreis zu verzichten.“ Seine Idee bestand darin, sich auf Zusatzumsätze anstatt auf den Verkauf von Flugtickets zu stützen. Mit Zusatzumsätzen, die 16,2 % seines Gesamtumsatzes ausmachten, war Ryanair im Jahr 2007 der Top-Performer.

Wie sind die Helden gefallen! Musste sich Ryanair doch 2013 mit dem fünften Platz begnügen. Die Revolution der Zusatzumsätze wird jetzt von Spirit, Wizz Air und Allegiant angeführt. Diese Fluggesellschaften haben den Schwellenwert von 30 % überschritten, der Herrn O’Leary möglicherweise für immer versagt bleiben wird. Dank der Offenlegungsvorschriften für den geplanten Gang an die Börse sind die Daten von Wizz Air in diesem Jahr in die Untersuchung miteingeflossen; die Börseneinführung wurde jedoch im Juni 2014 wegen unattraktiver Marktbedingungen abgesagt. In der Vergangenheit operierte Wizz Air stets im Geheimmodus und hütete seine Geschäftsergebnisse wie ein Staatsgeheimnis.

Tabelle 2: Top-Ten-Fluggesellschaften – prozentualer Anteil der Zusatzumsätze an den Gesamtumsätzen
Jahresergebnisse – 2013 Quelle der Zusatzumsätze Jahresergebnisse – 2007
38,4 % Spirit Verschiedene 16,2 % Ryanair
34,9 % Wizz Air Verschiedene 14,2 % Vueling
32,6 % Allegiant Verschiedene 12,8 % Allegiant
27,7 % Jet2.com Verschiedene 9,0 % Air Deccan
24,8 % Ryanair Verschiedene 8,8 % easyJet
23,6 % Tigerair Verschiedene 6,8 % AirAsia
20,6 % Jetstar Verschiedene 6,8 % SkyEurope
19,6 % AirAsia X Verschiedene 5,8 % Alaska Air Group
19,2 %* easyJet Verschiedene 4,2 % Aer Lingus
17,6 % AirAsia Group Verschiedene 4,2 % WestJet
Die Ergebnisse der Fluggesellschaften für die Jahre 2013 und 2007 basieren auf den jüngsten offengelegten Zahlen für das Geschäftsjahr (zwölf Monate).
* Schätzung der IdeaWorksCompany, basierend auf der letzten Offenlegung, für den vorliegenden Bericht aktualisiert.

Spirit Airlines hat seine Position unter den führenden Fluggesellschaften seinem aggressiven Auftreten zu verdanken. Die Fluggesellschaft ist dabei auf einander ergänzende Ziele stolz: Sie ist stolz darauf, den Kunden extrem günstige Ticketpreise anbieten zu können, sie ist jedoch gleichermaßen stolz, die Grenzen bei den Gebühren weiter nach oben zu verschieben. Spirit Airlines hatte 2010 die Idee, Gebühren für großes Handgepäck einzuführen. Im selben Jahr sank der durchschnittliche Ticketpreis auf den niedrigsten Wert, seit die Fluggesellschaft im Jahr 2005 auf eine Niedrigpreisstrategie umgestellt hatte. Wenig überraschend ist, dass die Nicht-Ticket-Komponente (Zusatzumsätze) im selben Zeitraum von 3,38 auf 31,28 $ stieg.

Die Ergebnisse von Spirit umfassen die von allen Passagieren zu zahlende Nutzungsgebühr für Fluggäste (ausgenommen Fluggäste, die ihr Ticket an einem Flughafen erwerben). Diese „optionale Gebühr“ lässt sich nur bei sehr großzügiger Interpretation als Zusatzumsatz bezeichnen. Die Tatsache, dass sich die Gebühr durch einen Ticketkauf am Flughafen umgehen lässt, macht sie faktisch zu einer optionalen Gebühr, in der Praxis wird sie jedoch von der überwiegenden Mehrheit der Kunden von Spirit bezahlt. Die Gebühr, die zwischen 8,99 und 16,99 $ je Strecke beträgt, ist Bestandteil des auf der Website der Fluggesellschaft ausgewiesenen Basistarifs. Verbraucher müssen die FAQ durchforsten, um zu erfahren, dass sie diese Gebühr durch eine Buchung am Flughafen umgehen können.

Auf genau diese Art von undurchsichtigen Geschäftspraktiken verzichtet eine Billigfluggesellschaft auf der anderen Seite des Atlantiks inzwischen. Michael O’Leary begann seine Charmeoffensive Ende 2013, als er Ryanair zu einer freundlicheren, sanfteren Fluggesellschaft umgestaltete. Das Unternehmen führte eine Reihe neuer Strategien ein, um die Kundenerfahrung wesentlich zu verbessern. Hierzu gehören eine 24-stündige Nachfrist für kostenlose Buchungskorrekturen, gesenkte Gepäckgebühren sowie ein kostenloses zweites kleines Stück Handgepäck. Das Kabinenpersonal wird auf den Flügen ferner zwischen 9 Uhr abends und 8 Uhr morgens seine scheinbar ständigen Durchsagen für den Verkauf von Zigaretten und Gewinnspielkarten einstellen. Höflichkeit hat ihren Preis, da so die À-la-carte-Umsätze begrenzt werden.

Während die Fluggesellschaften nach jedem Penny, Peso und Pfund Ausschau halten, nähern sich die von den weltweit agierenden Fluggesellschaften und die von den Billigfluganbietern verwendeten À-la-carte-Methoden einander peu à peu an. British Airways, die absolute Ikone der Höflichkeit in der Luftfahrtbranche, verlangt inzwischen von vielen Reisenden Gebühren für Sitzplatzreservierungen sowie Gepäckgebühren für einige Tarife innerhalb Europas. Die Fluggesellschaft wies in ihrem Jahresbericht 2013 Umsätze in Höhe von 40 Mio. £ (68 Mio. $) aus Gebühren für Sitzplatzreservierungen und rund 45 Mio. £ (77 Mio. $) aus Gebühren für aufgegebenes Gepäck aus. Die gleichermaßen kultverdächtige Singapore Airlines wählte einen anderen Ansatz und gründete eine vollkommen neue Billigfluggesellschaft, um sich ihren Anteil an den Zusatzumsätzen zu sichern. Ihre Scoot Airline ist genauso aggressiv wie alle anderen Billigfluggesellschaften und schlägt auf ihrer Homepage den Kunden sogar vor, online Vorab-Gepäckgebühren zu bezahlen, um „zu vermeiden, dass [am Flughafen] saftige Gepäckgebühren zu Buche schlagen“. Alle diese Verhaltensweisen belegen, dass die Revolution der Zusatzumsätze hinsichtlich der Geographie und der Geschäftsmodelle bis in jede Ecke und jeden Winkel der Luftfahrtbranche vorgedrungen ist.

Tabelle 3: Top-Ten-Fluggesellschaften – Zusatzumsätze pro Fluggast (US-Dollar)
Jahresergebnisse – 2013 Quelle der Zusatzumsätze Jahresergebnisse – 2007
55,61 $ Jet2.com Verschiedene 14,36 $ Allegiant
51,22 $ Spirit Verschiedene 13,75 $ Vueling
45,67 $ Qantas Airways 80 % FFP 12,27 $ Ryanair
44,87 $ Allegiant Verschiedene 10,58 $ Aer Lingus
44,43 $ AirAsia X Verschiedene 10,32 $ LTU
40,97 $ United Verschiedene 8,65 $ United
38,93 $ Korean Air Verschiedene 8,27 $ easyJet
34,41 $ Wizz Air Verschiedene 8,19 $ Spanair
33,92 $* Virgin Atlantic 80 % FFP 8,08 $ Alaska Air Group
32,61 $ Alaska Air Group Verschiedene 7,19 $ Austrian
Die Wechselkurse basieren auf dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Prüfung der Finanzdaten für den jeweiligen Jahreszeitraum gültig war.
Die Ergebnisse der Fluggesellschaften für die Jahre 2013 und 2007 basieren auf den jüngsten offengelegten Zahlen für das Geschäftsjahr (zwölf Monate).
* Schätzung der IdeaWorksCompany, basierend auf der letzten Offenlegung, für den vorliegenden Bericht aktualisiert.

Die Top-Ten-Liste, in der die Fluggesellschaften nach ihren Zusatzeinnahmen pro Fluggast präsentiert werden, zeigt eine völlig andere Konstellation. Angeführt wird die Liste jetzt von Jet2.com, einer auf Urlaubsflüge spezialisierten Fluglinie mit Stützpunkten in Schottland und Nordengland. Das Unternehmen ist zweifelsohne ein Meister des À-la-carte, bewirbt es doch mühelos während des Buchungsvorgangs nicht nur eine Vielzahl von Extras, sondern bietet auch eifrig urlaubsrelevante Elemente wie Mietwagen und Hotelunterkünfte an. Qantas und Virgin Atlantic schaffen es dank höchst erfolgreicher Kreditkartenportfolios mit Partnermarken in die Liste.

Zusatzumsätze beinhalten laut Definition der IdeaWorksCompany mit Vielfliegerprogrammen generierte Umsätze sowie À-la-carte-Elemente wie aufgegebenes Gepäck und Provisionen aus Serviceleistungen wie Mietwagen- und Hotelbuchungen. Kundenbindungsprogramme werden immer stärker in das Geschäft mit den Zusatzumsätzen integriert. Kreditkarten von Partnerfirmen umfassen in den USA jetzt Zusatzleistungen wie aufgegebenes Gepäck, bevorzugtes Boarding und Zugang zu Airport-Lounges. Hierbei handelt es sich um optionale Extras, die früher direkt von den Kunden gekauft wurden und die sich jetzt zu Annehmlichkeiten der Kreditkarten entwickelt haben, welche die Banken von den partnerschaftlich verbundenen Fluggesellschaften erwerben.

United Airlines hat sein MileagePlus-Programm zu einer treibenden Kraft für Zusatzumsätze gemacht. Für 2013 wies die Fluggesellschaft Meilenverkäufe im Wert von über 2,9 Mrd. Dollar aus. Die Ausgaben der Inhaber von Kreditkarten ihrer Partnermarken stiegen um 35 %, die Zahl der aktiven Kartenmitglieder wuchs in den vergangenen drei Jahren um 16 %. Die Aktivitäten gehen weit über die Grenzen der USA hinaus, da Kreditkarten von Partnermarken inzwischen in 15 Ländern angeboten werden. Im Jahr 2013 kamen Japan und Mexiko dazu.

Die Erfahrung von United fasst die aktuelle Situation der Zusatzumsätze gut zusammen. Sie wachsen immer weiter, was ihre Höhe, ihre Akzeptanz bei den Verbrauchern und ihre geografische Ausbreitung angeht. Vielleicht ist es an der Zeit, die Bewegung nicht mehr als „Revolution“ zu bezeichnen. Zusatzumsätze sind so alltäglich geworden und stellen ein solch wichtiges wirtschaftliches Element dar, dass sie die Entwicklung vom revolutionären Status hin zu etwas durchlaufen haben, das wohlwollend als . . „bewährte Geschäftspraxis“ bezeichnet wird.

Besondere durch diese Untersuchung aufgezeigte Zusatzumsätze
Die Fluggesellschaften geben immer mehr Details zu ihrem Ansatz für die Generierung von Zusatzumsätzen preis. Bei ihrer Untersuchung der weltweiten Aktivitäten in Bezug auf Zusatzumsätze stieß die IdeaWorksCompany auf die folgenden Beispiele:

• Aeroflot katapultierte den Verkauf seiner Vielfliegermeilen an Partner von 73,5 Mio. Dollar im Jahr 2012 auf 173,6 Mio. Dollar im Jahr 2013.
• Air Greenland generierte 8,1 Mio. Dollar Umsatz mit dem Betrieb des Hotels Arctic, eine 100%ige Tochtergesellschaft und zugleich das „nördlichste Vier-Sterne-Hotel der Welt“.
• Allegiant hat einen Exklusivvertrag mit Enterprise Holdings über den Verkauf von Mietwagenbuchungen in Verbindung mit einem Flugticket geschlossen. Im Jahr 2013 generierte diese Beziehung 844 858 Fahrzeugvermietungen.
• Hawaiian erzielte im Geschäftsjahr 2013 6,6 Mio. Dollar Umsatz mit dem Verkauf von Sitzplatzreservierungen.
• Norwegian spendete für jede an Bord verkaufte Flasche Wasser eine Norwegische Krone an UNICEF. Die Fluggesellschaft verkaufte 2013 1,3 Mio. Flaschen und spendete somit 212 000 Dollar an UNICEF.
• Southwest generierte im Jahr 2013 195 Mio. Dollar Umsatz mit seinem EarlyBird-Check-in, der ein bevorzugtes Boarding und einen besseren Zugang zu den Gepäckablagen erlaubt.
• Spirit verdiente 28,5 Mio. Dollar mit dem Verkauf von Free-Spirit-Meilengutschriften an die Partner seines Kundenbindungsprogramms (wie beispielsweise sein Kreditkarten-Partnerunternehmen).
• Volaris, eine mexikanische Billigfluggesellschaft, generierte 1,8 Mio. Dollar Umsatz aus dem Verkauf von Mitgliedschaften in seinem V-Club, der Zugang zu nur den Mitgliedern offenstehenden günstigen Tickets erlaubt.

Die Wechselkurse basieren auf dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Prüfung der Finanzdaten für den jeweiligen Jahreszeitraum gültig war.

Tabellen 1a und 3a – Euro

Die nachstehenden Tabellen spiegeln die aktuellen in Euro offengelegten Zahlen von Fluggesellschaften in der Eurozone wider. Alle sonstigen offengelegten Finanzdaten wurden mit dem 2013 bzw. 2007 geltenden Wechselkurs in Euro umgerechnet. Das Ranking der Fluggesellschaften entspricht dem der dollarbasierten Tabellen, bei den Veränderungen von Jahr zu Jahr gibt es bei den einzelnen Unternehmen jedoch Abweichungen durch Wechselkursschwankungen.

Tabelle 1: Top-Ten-Fluggesellschaften – Zusatzumsätze insgesamt (Euro)
Jahresergebnisse – 2013 Primäre Quelle Jahresergebnisse – 2007
4 209 954 600 € United Verschiedene 416 116 752 € United
1 866 304 691 € Delta Verschiedene 362 104 000 € Ryanair
1 534 717 800 € American Verschiedene 189 476 508 € easyJet
1 265 760 000 €* Air France/KLM Verschiedene 134 662 086 € Alaska Air Group
1 247 200 000 € Ryanair Verschiedene 63 407 000 € Aer Lingus
1 198 467 700 € Southwest Verschiedene 58 100 000 € Air Berlin
1 022 394 742 €* easyJet Verschiedene 55 380 100 € Korean Air
946 950 000 € Lufthansa Group Verschiedene 54 573 463 € WestJet
939 932 400 € Qantas Airways 80 % FFP 54 100 000 € Austrian
814 013 140 € US Airways Verschiedene 49 357 000 € Alitalia
Die Wechselkurse basieren auf dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Prüfung der Finanzdaten für den jeweiligen Jahreszeitraum gültig war.
Die Ergebnisse der Fluggesellschaften für die Jahre 2013 und 2007 basieren auf den jüngsten offengelegten Zahlen für das Geschäftsjahr (zwölf Monate).
* Schätzung der IdeaWorksCompany – basierend auf der letzten Offenlegung – für den vorliegenden Bericht aktualisiert.

Tabelle 3a: Top-Ten-Fluggesellschaften – Zusatzumsätze pro Fluggast (Euro)
Jahresergebnisse – 2013 Primäre Quelle Jahresergebnisse – 2007
41,05 € Jet2.com Verschiedene 9,95 € Allegiant
37,81 € Spirit Verschiedene 9,55 € Vueling
33,71 € Qantas Airways 80 % FFP 8,52 € Ryanair
33,12 € Allegiant Verschiedene 7,35 € Aer Lingus
32,79 € AirAsia X Verschiedene 7,17 € LTU
30,24 € United Verschiedene 6,00 € United
27,25 € Korean Air Verschiedene 5,74 € easyJet
25,40 € Wizz Air Verschiedene 5,69 € Spanair
25,04 €* Virgin Atlantic 80 % FFP 5,61 € Alaska Air Group
24,07 € Alaska Air Group Verschiedene 4,99 € Austrian
Die Wechselkurse basieren auf dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Prüfung der Finanzdaten für den jeweiligen Jahreszeitraum gültig war.
Die Ergebnisse der Fluggesellschaften für die Jahre 2013 und 2007 basieren auf den jüngsten offengelegten Zahlen für das Geschäftsjahr (zwölf Monate).
* Schätzung der IdeaWorksCompany – basierend auf der letzten Offenlegung – für den vorliegenden Bericht aktualisiert.

Bitte beachten: CarTrawler und IdeaWorksCompany werden im Sommer 2014 eine rund 80-seitige Zusammenfassung der Ergebnisse und Gesamtwertungen für die 59 Fluggesellschaften veröffentlichen, die entsprechende Daten offengelegt haben.

Haftungsausschluss: IdeaWorksCompany legt größten Wert auf die Qualität der Informationen in diesem Bericht. Bevor Leser diese Informationen nutzen, sollten sie angemessenen professionellen Rat entsprechend ihrer konkreten Situation einholen. Weder IdeaWorksCompany noch CarTrawler gewährleisten die Genauigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Informationen, und sie übernehmen hierfür auch keinerlei gesetzliche Haftung oder Verantwortung.

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