Statistische Rekordergebnisse im siebten Jahr in Folge.Mit einem sensationellen Ergebnis zieht die Landeshauptstadt Kiel ihre touristische Jahresbilanz 2013. Sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungszahlen konnten im siebten Jahr in Folge überdurchschnittliche Zuwachsraten verbucht werden.
Erstmals liegen die Übernachtungen jenseits der 600.000er Grenze. Besonders auffällig und positiv ist auch die erhebliche Zunahme der Übernachtungen ausländischer Gäste.
Die Gesamtzuwächse um fünf Prozent auf 608.551 Übernachtungen (2012: 581.157) in Kiel liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt mit lediglich einem Prozent Zuwachs. Die Gästeankünfte in der Stadt konnten von Januar bis Dezember 2013 um 1,1 Prozent auf 307.270 (2013: 304.074) gesteigert werden und liegen damit zum zweiten Mal in Folge über der 300.000er Marke.

Ende 2013 hatte Kiel zusammen mit dem Comic-Zeichner Werner diese Postkarten-Idee, mit der Kieler Bürger als Botschafter für potentielle Gäste der Stadt fungierten.


Im Bereich der Auslandsgäste 2013 konnte Kiel mit einem sensationellen Zuwachs um 20,6 Prozent auf 134.202 Übernachtungen (2012: 111.296) ordentlich zulegen und liegt damit um stolze 8,8 Prozentpunkte über den Steigerungsraten im Landesdurchschnitt Schleswig-Holsteins, die mit einem Plus von 11,8 Prozent Übernachtungen abschließen. Die Ankünfte stiegen um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 62.870 ausländische Gäste (2012: 57.714). Stärkste Nation sind weiterhin unsere Nachbarn aus Dänemark mit 15.707 Gästen und 27.586 Übernachtungen. An Platz zwei rangiert Norwegen mit 9.716 Ankünften und 13.665 Übernachtungen vor Schweden mit 6.259 Ankünften und 10.648 Übernachtungen. Auch die Schweiz sowie die knapp dahinter rangierenden Niederlanden sind zu wichtigen Zielgruppen herangewachsen mit jeweils fast 4.000 Ankünften und über 6.000 Übernachtungen.
„Der seit 2006 stetige Zuwachs der touristischen Zahlen zeigt, dass wir mit unseren Vermarktungsideen und großen und kleinen Projekten auf dem richtigen Kurs sind“, zeigt sich Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel Marketing mehr als zufrieden.

Die aktuelle Berechnung zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus 2013 in Kiel bestätigt deutlich die positiven Entwicklungen der letzten Jahre. Ermittelt wird die regelmäßige Erhebung durch das Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH NIT seit 2007.

Der Tourismus ist und bleibt einer der wichtigsten Motoren im Land, und das mit erneut deutlichem Wachstum. Schon die starken Steigerungen bei den Übernachtungszahlen zeigen, dass der Tourismus für Kiel auf dem richtigen Kurs ist. Hauptmotor des wirtschaftlichen Wachstums ist nach wie vor der Tagestourismus, der allein von 2011 bis 2013 von 17,6 Millionen auf 18,7 Millionen Gäste anstieg.

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Dank der Ausgaben der Tagesausflügler von durchschnittlich 37,72 Euro pro Kopf und knapp 724 Millionen Euro Bruttoumsatz entfallen mehr als 80,6 Prozent der Gesamtbruttoumsätze der Tourismusbranche in der Landeshauptstadt auf diese Zielgruppe. Hauptnutznießer der seit Jahren positiven Entwicklung der Umsätze in allen Reisesegmenten bleiben weiterhin unangefochten der Einzelhandel mit 50 Prozent und die Gastronomie mit 29 Prozent am Gesamtumsatz. Ein Umstand, dem bei der anhaltenden Diskussion um die gerechte Einführung einer Betten-Steuer ein besonderes Augenmerk gelten sollte.

Demnach ist der Bruttoumsatz im Tourismus insgesamt von 812 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 898 Millionen Euro in 2013 gestiegen. Die Wertschöpfung stieg um 20 Millionen Euro von 383 Millionen Euro auf 403 Millionen Euro. Der Anteil am Volkseinkommen in Kiel konnte dabei ebenfalls weiter ausgebaut werden auf 9,6 Prozent (2011: 9,1 Prozent).

Erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch der positive Effekt für den Haushalt der Stadt Kiel. So stieg die Steuerwirkung für die Landeshauptstadt von 18,1 Millionen Euro auf 19,5 Millionen Euro. Für die Arbeitnehmer ist der Tourismus gleichsam von großer Bedeutung. So stieg die Beschäftigungswirkung im Tourismus innerhalb der letzten sieben Jahre von etwa 14.400 Stellen in 2007 auf zirka 15.900 Vollzeit-Stellen in 2013.

Auch das Ausgabevolumen des Kreuzfahrt-Tourismus ist eine gewichtige Größe in der Betrachtung der wirtschaftlichen Bedeutung für die Stadt. So liegt laut der Studie NIT der nachfrageorientierte Bruttoumsatz der Kreuzfahrt-Passagiere bei 8,5 Millionen Euro.

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