Wie schafft man es, Reisejournalisten für seine Destination zu begeistern? Es beginnt mit der Sprache: Angelsachsen verwenden nicht den Begriff „Pressereise“, sondern „Fam Trip“. Zu Deutsch so etwas wie eine nette Einladung, um mit einem Ort „familiär“, also vertraut zu werden.
In seinem Vortrag, den der Kanadier Percy von Lipinski auf der ITB Berlin hielt, ging es also folgerichtig um „PressFams“. Der Starreporter des TV-Senders CNN Travel trug einen mintgrünen Anzug und eine moderne Google-Brille, von der er Informationen für seinen Vortrag erhielt, wie er erklärte. Modern war auch seine Botschaft: Printmedien sind nicht das wichtigste Medium, auf das Reiseveranstalter zielen sollten. „Selbst wenn man die große Sensation schaffe, einen Artikel in der New York Times zu lancieren: Was wird nächste Woche sein?“, so Lipinskis rhetorische Frage.
Kaum überraschend: Video ist für den TV-Journalisten das Format der Stunde, sowohl im Fernsehen als auch im Internet. Videoberichte seien inzwischen relativ einfach zu realisieren und erschwinglich. Als zusätzliche Multiplikatoren nicht zu unterschätzen seien Videoplattformen im Internet von Youtube bis Vimeo, die nicht nur gute Reichweiten erzielen, sondern eine sehr lange Vorhaltezeit haben. Lipinski: „Give Video a Chance!“
Der „Travel Guru“ präsentierte außerdem seine zehn Planungstipps für gute „PressFams“, die natürlich mit der Forderung begannen „Schafft Raum für Video!“ Darüber hinaus gab er den Tipp darauf zu achten, dass teilnehmende Journalisten auch über Social Media kommunizieren. Und: Veranstalter sollten den Journalisten während der Reise Zeit einräumen, an ihren Berichten zu arbeiten. Dann stehen sie noch unter dem direkten Eindruck der Reise und sind weniger kritisch. Lipinski: „PressFams sind wie Hochzeiten. Nach der Feier ist der Honeymoon vorbei

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