333 Sterne leuchten seit dem 8. November über den Gourmet-Himmel über Deutschland – unterschiedlich dicht. Denn über elf Restaurants (plus 1) leuchteten gleich drei Sterne und über 37 Restaurants (plus 3) stehen zwei Sterne. Bleiben noch 226 Restaurants mit einem Stern, was einen Zuwachs von 39 bedeutet. Die 51. Ausgabe des Guide Michelin Deutschland zeichnete 274 Adressen aus, was 26 Prozent mehr sind als noch vor fünf Jahren. Mit nunmehr elf Restaurants hat in Europa nur Frankreich mehr 3-Sterne-Adressen.
Auch über Berlin leuchten die Sterne, und zwar mehr als je zuvor: fünf 2-Sterne-Restaurant und neun 1-Sterne-

Die Sterneträger

Adressen: 19 Sterne erhellen nun den Berliner Gourmet-Himmel. Die Restaurants „Tim Raue“ (Tim Raue), das „reinstoff“ (Daniel Achilles), das „Lorenz Adlon Esszimmer“ (Hendrik Otto) und „Fischers Fritz“ (Christian Lohse) konnten ihre zwei Sterne verteidigen. Als fünfte Gourmetoase mit zwei Sternen ist das „FACIL“ mit seinem Küchenchef Michael Kempf aufgestiegen. Diese Qualität ruft in ihrer Breite eigentlich nach einem 3-Sterne-Restaurant in der deutschen Hauptstadt. Doch könnten sich die Tester renommierten Hotel- und Gastronomieführers wohl noch nicht entschließen…

Michael Kempf

Sechs Restaurants konnten ihren Stern verteidigen: das „VAU“, die „Weinbar Rutz“, das „Hugos“, das „Horváth“, das „HARTMANNs“ und das „First Floor“. Aufgestiegen ist das „FACIL“, nicht mehr dabei das Margaux. Letzteres ist nicht der Tatsache geschuldet, dass Michael Hoffmann plötzlich seine außergewöhnliche Kochkunst verloren hat, sondern der Tatsache, dass sein Restaurant Ende des Jahres schließen wird…Gleich drei neue Restaurants füllen jedoch die entstandene Lücke auf: der „Pauly Saal“, das „Les Solistes by Pierre Gagnaire“ und das „5 – cinco by Paco Pérez“.
Darüber hinaus sind auch jene hauptstädtischen Restaurationen erwähnenswert, die mit dem „Bib Gourmand“ (gute Küche zu moderaten Preisen) ausgezeichnet wurden: „Die Nussbaumerin“, „Die Spindel“, „Ottenthal“, „Renger-Patzsch“ und „das palillos“. Neu dazu ist das „La Soupe Populaire“ gekommen, ausgeschieden dagegen sind „Bieberbau“ (über Preislimit) und das „Alpenstück“.
Alles zusammen kann man sagen, dass Berlin mit seinem multikulturellen Charakter sich mehr und mehr zu einem kulinarischen Zentrum in Europa entwickelt.

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