In Berlin werden etwa 3.000 Bienenvölker von 500 Imkern betreut. Der Grund dafür: Die Stadt bietet mit ihren Stadtparks, Grünflächen und Balkonen und auch den Friedhöfen ideale Lebensbedingungen, inbesondere auch Nahrung. Auch liegen die Temperaturen um zwei Grad höher als auf dem Land, was einer höheren Honigproduktion förderlich ist.

General Manager Janina Bachmann-Graffunder, Haustechniker und Imker Wolfgang Rehbein und Executive Chef Daniel Krenz an der Hotel-Rezeption.
Nun gibt es seit zwei Jahren auf dem Dach des NH Berlin Alexanderplatz eine eigene Bienenzucht: sechs Königinnen mit ihren sechs Völker – rund 100.000 Honigbienen also. Denn das Hotel partizipiert in besonderem Maße an den eingangs genannten Vorzüge: der Volkspark Friedrichshain und verschiedene Friedhöfe liegen in enger Nachbarschaft. Zudem wurde das Dach, wo die Bienenstöcke stehen, zusätzlich begrünt, wobei man sich die Unterstützung des „Netzwerks Blühende Landschaften“ sicherte. Die Anlage mit unterschiedlichen Gräsern bietet zusätzlich Nahrung für die Bienen. Auch kooperiert man mit der nahe gelegene Berliner Bärengold GmbH (als BerlinHonig bekannt, die sich um Marketing und Verkauf hauptstädtischen Honigs kümmert).
Das Hotelteam unter General Manager Janina Bachmann-Graffunder hat sich der selbst gestellten Aufgabe willig gestellt. Schließlich bereichert der eigene Honig das Frühstückbüfett, und der Gast kann bei Abreise auch ein Glas „Mein Lieblingshonig“, so der vom Hotel gewählte Markenname, erwerben und Zuhause zum Frühstück eine Erinnerung genießen. Mittlerweile gibt es schon Nachsende-Anfragen… Auch nutzt Executive Chef Daniel Krenz die willkommene Bereicherung zur Verfeinerung der Menükarte. In der Rezeption gibt es eine gesonderte Dekoration: Eine übergroße Bienenhonigwabe, in der mehrere Gläser „Mein Lieblingshonig“ dem Betrachter ins Auge fallen. Übrigens: Das Hotel bietet auch Führungen auf dem Dach an – natürlich wegen der Bienen…
Das Hotel wird künftig einen eigenen Blog rund um das Thema Bienenzucht betreiben: www.berlin-stadt-der-bienen.de (noch nicht online).
Fotos (Udo Rößling):


