Generator (generatorhostels.com) bietet Reisenden seit 1995 zentral gelegene, sichere und günstige Unterkünfte. Ziel ist es, das Image von Hostels zu verbessern. Als Europas am schnellsten wachsende Hostelmarke betreibt Generator im Moment sechs Design-orientierte Hostels in Berlin, Kopenhagen, Dublin, Hamburg, London und Venedig mit insgesamt über 4.000 Betten. Generator zielt auf ein Portfolio von 12-15 Hostels und 8.000 bis 10.000 Betten bis 2015 ab und möchte damit die herausragende Marke im europäischen Gastgewerbe werden – und möglicherweise auch darüber hinaus.
Geschäftsführer Carl Michel unterstreicht in unserem Interview die Stellung seiner Hostelgruppe:
In diesem Jahr erzielt Generator einen neuen Rekord für die Gruppe, wenn die Zahl von einer Million Übernachtungen überstiegen wird. Die Preise starten bei 10 Euro pro Bett und Nacht und stellen somit sicher, dass die Gäste zeitgemäßes Design zu einem bezahlbaren Preis in ganz Europa genießen können.

Carl Michel, Executive Chairman of Generator


Generator hat gerade zwei neue Hostels eröffnet, in Barcelona und in Berlin-Mitte. Warum gerade in diesen Städten?
Carl Michel: Berlin und Barcelona bieten alles, was Jugendliche suchen – als Städteziele sind sie bei der jüngeren Generation äußerst beliebt. Als sich beispielsweise die Gelegenheit ergab, ein zweites Hostel in bester Lage in Berlin-Mitte zu eröffnen, haben wir zugeschlagen. Das Haus hat im Mai eröffnet und ist mit 568 Betten eines unserer Größten. Besonders stolz sind wir auf das ebenfalls gerade erst eröffnete Generator in Barcelonas trendigem Künstlerviertel Gràcia. Es ist unser erstes Haus in Spanien und auch das erste, das Hostel und Hotel verbindet. Die oberen Zimmer bieten einen unschlagbaren Ausblick über Barcelona bis hin zum Meer und zur Sagrada Familia, das Design der Lobby ist an einem traditionellen Straßenfest in Gràcia orientiert – über 300 unterschiedliche Lampen sorgen für echtes Barcelona-Feeling. Mit der Metro sind es nur 15 Minuten zum Strand, und das alles gibt für Zimmerpreise schon ab unter 13 Euro pro Nacht und Person. Die Preise für die Hotelzimmer in Barcelona liegen bei 41 Euro pro Person und Nacht.

Welche Zielgruppe sprechen Sie an?
Carl Michel:Unser Angebot ist auf Leute ausgerichtet, die bei uns eine gute Zeit haben wollen, sich beispielsweise in unser Lobby, der Bar oder dem Restaurant treffen, Leute kennenlernen, gemeinsam spielen oder einfach nur abhängen wollen. Dabei liegt ein Hauptaugenmerk sicherlich auf Jugendlichen, aber in der Regel haben wir eine bunte Mischung aus Jugendlichen und Junggebliebenen jeden Alters – der Altersdurchschnitt unserer Gäste liegt zwischen 18 und 35 Jahren. Das ist eine Herausforderung, denn Jugendliche sind sehr anspruchsvoll und wollen Authentizität, wir müssen ihre Bedürfnisse kennen und unser Angebot daran orientieren. Viele junge Reisende müssen auf den Geldbeutel achten, auch bei der Unterkunft. Besonders wichtig ist ihnen aber, dass sie einen abwechslungsreichen, spannenden Aufenthalt haben und die Stadt möglichst „untouristisch“ kennenlernen. Das unterstützen wir durch Angestellte, die echte Insider in ihrer Stadt sind und auch Tipps jenseits der Reiseführer-Pfade geben können. Außerdem stehen unsere öffentlichen Räume nicht nur Gästen zur Verfügung – es kommen auch gerne Einheimische zu einem Konzert, einer Ausstellung oder einfach auf einen Kaffee vorbei.

Warum eröffnen Sie ein zweites Hostel in Berlin, gibt es dort nicht schon genügend Hostels?

Carl Michel:Die Nachfrage nach kostengünstigen, aber dennoch einzigartigen Angeboten ist sehr hoch. Daher sind wir sehr optimistisch, dass auch das zweite Hostel ausgelastet sein wird, die ersten Wochen nach der Eröffnung verliefen sehr zufriedenstellend. Wir bauen darauf, dass sich viele Gäste wegen des außergewöhnlich guten Preis-Leistungsverhältnisses für uns entscheiden und setzen viel stärker auf den Lifestyle-Aspekt als unsere Mitbewerber. Beispielsweise arbeiten wir mit bekannten Designern und Künstlern zusammen, um in jedem Haus eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen – kein Hostel gleicht dem anderen. In Berlin-Mitte stellt zum Beispiel Ester Bruzkus die lokalen Berliner Bezüge her und wir konnten den berühmten East Side Gallery-Künstler Thierry Noir gewinnen, zahlreiche Wände mit seinen unvergleichlichen Kunstwerken zu gestalten.

Thierry Noir and his corridor artwork in Generator Berlin Mitte Foto: Markus Nass

Hinzu kommen Partys, Konzerte und Kunstausstellungen : in unseren Räumen herrscht eine lockere Atmosphäre, die den Aufenthalt zu einem sehr angenehmen Erlebnis macht.

Was zeichnet Generator vor allem aus?
Carl Michel:Wir setzen konsequent auf ein individuelles Lifestyle-Konzept. Jedes unserer Hostels ist zeitgemäß gestaltet und liegt nicht wie viele andere Hostels am Stadtrand, sondern wir setzen ausnahmslos auf zentrale Lagen, sodass unsere Gäste mitten im Geschehen sind. Wir versuchen, wenn möglich außergewöhnliche Immobilien zu finden. In Hamburg logiert Generator beispielsweise im ältesten Wolkenkratzer der Stadt, Generator London war früher eine Polizeistation. Das soziale Zusammensein wird groß geschrieben, in unseren Lobby´s und Bars können sich die Gäste perfekt mit ihren Freunden zu verschiedenen Spielen wie Billard oder Tischfußball treffen und ungezwungen neue Bekanntschaften schließen. Die Angebote in den Restaurants und Bars orientieren sich an der örtlichen Kultur, beispielsweise hat Generator Barcelona eine tolle Tapas-Auswahl. Natürlich haben wir auch wettbewerbsorientierte Preise, je nach Standort können unsere Gäste ab 10 Euro pro Nacht bei uns übernachten, ein Frühstück gibt es für kleines Geld dazu.

Generator Barcelona Design (Credit Anwar Mekhayech)


Haben Sie bereits weitere Standorte in Planung ?
Carl Michel:In Paris wollen wir uns so bald wie möglich platzieren und sind guter Dinge, hier bald zu einer Entscheidung zu kommen. Außerdem finden bereits Sondierungsgespräche für Häuser in Amsterdam, Rom und auch anderen Städten statt. Allerdings wäre es verfrüht, heute schon darüber zu sprechen. In Deutschland würden wir gerne ein Hostel in München eröffnen, sobald wir eine geeignete Immobilie finden.

Wie viele Hostels betreiben Sie derzeit und was planen Sie für die Zukunft?
Carl Michel:Generator ist Europas am schnellsten wachsende Hostel-Kette: Mit der Eröffnung der Hostels in Barcelona und Berlin-Mitte haben wir unsere Bettenzahl auf 5200 in acht Hostels in sieben trendigen Städten erhöht. Wir haben derzeit zwei Hostels in Berlin und je eines in Barcelona, Dublin, Hamburg, Kopenhagen, London und Venedig. Wir zielen auf ein Portfolio von 12-15 Hostels und 8.000 bis 10.000 Betten bis 2015 ab und möchte damit die herausragende Hostel-Marke in Europa werden – und möglicherweise auch darüber hinaus. Erste Gespräche für eine Immobilie in New York laufen bereits.

Das Restaurant im Generator Berlin Mitte


Sprechen wir über Geld – ist Generator trotz der scheinbar hohen Investitionen profitabel?

Carl Michel: Generator wurde als Familienunternehmen gegründet und im August 2007 von Patron Capital aufgekauft. Die Investmentspezialisten haben natürlich immer ein Auge auf die Zahlen und stellen sicher, dass Generator auch in der derzeitigen Expansionsphase profitabel ist. Mit einer Auslastung von bis zu 90 Prozent in den erfolgreichsten Häusern machen wir auch hohe Umsätze bei rund einer Million Übernachtungen pro Jahr. Mit einem Durchschnittspreis von 20 Euro pro Nacht plus Extraleistungen wie Essen und Getränken kommen wir auf rund 25 bis 30 Millionen Euro Umsatz. Bis 2015 wollen wir den Gesamtumsatz verdreifachen.

Wo soll dieses Wachstum herkommen? Der Markt scheint doch vielerorts gesättigt.
Carl Michel: Der Markt in Deutschland ist tatsächlich relativ gesättigt. Wie wir aber an unserem neuen Hostel in Berlin-Mitte sehen, ist immer noch Platz für ein außergewöhnliches Angebot zu einem fairen Preis. Daher glaube ich, dass wir und auch der gesamte deutsche Markt in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. Aber vor allem im restlichen Europa sehe ich noch hohes Wachstumspotential. Gerade in Südeuropa gibt es noch nicht genügend preiswerte, gut ausgestattete Hostels, daher sehe ich hier die größten Chancen für neue Generator-Eröffnungen.

Über Carl Michel
Carl Michel ist Geschäftsführer von Generator, der führenden private-equity finanzierten Hostelmarke in Europa.
Seit August 2011 verstärkt Carl Michel die Generator Geschäftsführung und bringt weitreichende Erfahrungen aus der Reise- und Flugbranche bei Unternehmen wie Britsh Airways, Opodo und Holidaybreak mit.
Mit einem MBA der Harvard Business School verfügt Carl Michel über starke analytische Fähigkeiten und ist ein strategischer Denker. Mit seiner intuitiven Wahrnehmung und Verständnis für Soft Skills hat er erfolgreich viele Unternehmen positiv verändert und ihnen Identität und richtungsweisende Werte gegeben.

Carl Michels Hauptfokus und Fachgebiet liegt in der Akquise und der strategischen Markenführung. Außerdem verfolgt er interessiert die kontinuierlichen Entwicklungen und Trends in der digitalen Welt und der Reisetechnologie.

Der Aufbau und die Strukturierung eines erfolgreichen Teams, der Zuwachs an Produktivität und die Koordination zwischen Gastansprüchen, Serviceleistung und Standards haben unter seiner Leitung die Hostelerfahrung maßgeblich neu geprägt.
Seine Leidenschaft für die Reise- und Tourismusbranche machen ihn zu einem exzellenten Brand Ambassador für Generator.

Generator Boutique Hostels
Die Geschichte eines jeden Hostels verleiht dem Aufenthalt einen unverwechselbaren Charakter, da die Hostels speziell designt wurden, um das umgebende Viertel und die Kultur widerzuspiegeln. Alle Hostels von Generator folgen dem Prinzip, alten Gebäuden neues Leben einzuhauchen und urbane Bauten neu zu nutzen.
Generator Barcelona liegt im trendigen Viertel Eixample in einem kultigen Bürogebäude, das früher die Nationale Gasgesellschaft beherbergte.
Generator Ost-Berlin sitzt in einem renovierten Retro-Bürogebäude mit typisch ostdeutschen Stilmerkmalen.
Generator Berlin Mitte liegt in Berlins altem Jüdischen Viertel. Es gibt einen historischen, Denkmal-geschützten Innenhof und Katakomben, die für Events genutzt werden.
Generator Kopenhagen sitzt in einem früheren Wohnhaus des Designers Philippe Starck und kombiniert einen Großteil der originalen Wohnungseinrichtung mit urban-inspiriertem Design.
Generator Dublin ist im Gebäude des früheren irischen Volkstanzmuseums im Smithfields Viertel angesiedelt und ist mit der berühmten Jameson Destilliere verbunden.
Generator Hamburg sitzt im Klockmann Haus, dem ersten Wolkenkratzer der Stadt und dem Ort des ersten Studios der Beatles während ihrer Jahre in Hamburg.
Generator London war früher eine Polizeistation in den antiken Londoner Stallungen. Um den Wurzeln treu zu bleiben, ist ein Großteil der originalen Merkmale und Beschilderung immer noch sichtbar.
Generator Venedig liegt auf der Insel Giudecca und ist nur durch ein bisschen Wasser vom Markusplatz getrennt: der ideale Startpunkt für die Erkundung der schönen Stadt.

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