Quito baut die touristische Infrastruktur im magischen Naturreservat Antisana in den ecuadorianischen Anden aus
Quito Turismo, das Fremdenverkehrsbüro der ecuadorianischen Hauptstadt, wird in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit der Öffentlichen Wasserwerken (Empresa Pública de Agua Potable) neue Dienstleistungen für den Tourismus im Natrurreservat Antisana entwickeln und umsetzen. Durch neue Wanderrouten, Hütten und andere touristische Attraktionen wird eine Region höchster Biodiversität in Ecuador für den Tourismus zugänglicher denn je gemacht.
Jetzt schon bietet das Reservat zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten wie Wandern, Trekking, Angeln und Camping. Fotografen und Liebhaber der Vogelbeobachtung kommen hier besonders auf ihre Kosten.
Das Einzugsgebiet von Quito (Distrito Metropolitano de Quito) gilt als eine der vielfältigsten Naturregionen Ecuadors. Nur 50 Kilometer südöstlich von Quito, in der Neigung der östlichen Andenkordillere, liegt das Ökoreservat Antisana (Reserva Ecológica Antisana, REA). Andiner Wald und Schneefälle treffen hier in einzigartiger Weise aufeinander. Von der Spitze des Vulkans Antisana (5.758 Meter), der von Sumpfland und Lagunen umgeben ist, fällt das Land ins Flachland des Amazonasgebiets ab.
Auf 1200 Quadratkilometern ist eine erstaunliche Zahl Tiere und Pflanzen beheimatet. Das Bioreservat ist einer der bedeutendsten Lebensräume des andinen Kondors, eines der größten Vögel der Welt – und gleichzeitig ein Zuhause des Kolibris, eines der kleinsten und filigransten Vögel weltweit. Außerdem leben hier 418 weitere Vogelarten, was 26 Prozent der in Ecuador registrierten Arten entspricht, darunter beispielsweise Ibisse (Ibis de cara negra), Spechte (pico de cono cenizo), Andenmöwen, Tauben (palomas de alas negras), Enten (pato de páramo) oder Finke (jilguero encapuchado). Das Reservat beherbergt insgesamt 73 Säugetier-, 42 Amphibien- und 19 Reptilienarten.
Aufgrund der Lage am Vulkan Antisana birgt das Naturreservat große Wässervorräte. Der Vulkan, die Feuchtgebiete und Lagunen im Heideland wie beispielsweise die Lagune von Micacocha oder Papallacta sowie die Bergwälder versorgen die Region fortlaufend mit Wasser. Der Antisana ist nicht nur einer der größten und höchsten Vulkane Ecuadors, er ist mit seinen einzigartigen Gesteinsformationen auch einer der spektakulärsten für die Vulkanologie.
Gelegen zwischen den Nationalparks Cayambe-Coca und Sumaco Napo-Galeras funktioniert das Ökoreservat Antisana als wichtiges Bindeglied im ökologischen Kreislauf und ist eines der zehn weltweiten Hot Spots der Biodiversität. Das Feuchtgebiet Ñucanchi Turopamba, Teil des Reservats, dient als Zufluchtsstätte einer Vielzahl von Wasserzugvögeln und ist damit eines der anerkannten Feuchtgebiete der Ramsar-Konvention (Internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete).

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