von Joachim Kretschmar
Früher wurde hier Brot gebacken, das bekannte Paech-Brot, das in den 60er bis 80er Jahren mit flotten Werbesprüchen wie (nach Erinnerung des Autors) „Und der Orje fragt den Kulle, haste nich ‘ne Paech-Brot-Stulle.“ oder „Ganz furchtbar schimpft der Opapa, die Oma hat kein Paech-Brot da.“ die Berliner in den U-Bahn-Waggons zum Schmunzeln brachte.
Heute steht hier in dem Dreieck, das von der Stephanstraße, die spitzwinklig auf die Birkenstraße zuläuft, ein moderner Bau, der im Erdgeschoss neben kleineren Geschäften Berlins größtes Edeka-Markt („E center“) beherbergt.

In der 2. und 3. Etage des Gebäudes, des sog. Moa-Bogens, das auf der Seite der Stephanstraße mit einer farbenfrohen Fassade in verschiedenen Gelb-, Rot- bis Violetttönen ein Blickfang erster Güte ist, befindet sich das Best Western Premier Hotel Moa Berlin. Der Zugang zur Rezeption, die sich in der 2. Etage befindet, kann nur von der Stephanstraße aus erfolgen (Lift), und ein Staunen dürfte den Erstbesucher erfassen, wenn er das langgezogene Atrium, das mit 1.600 m2 Fläche fast die Ausmaße einer Arena hat, betritt: Wasser- und Grünflächen, Kuppeln und ein 6 m hoher Obelisk als Lichtkunstwerk zieren diesen überdachten, aber lichtdurchlässigen Innenhof.
Die 196 Nichtraucher-Zimmer/Suiten, die teils zum Atrium und teils zur Straße liegen, bieten rund 400 Betten und sind geschmackvoll und modern im Design eingerichtet. Zu den Annehmlichkeiten aller Zimmer zählen u. a. das kostenfreie W-LAN, eine gratis nutzbare Kaffee- und Teestation, Flatscreen-TV, Minibar, Safe und respektable 2,10 m lange Betten. Aktuell sind Zimmer in den Kategorien Komfort und Business, Junior-Suiten und Suiten buchbar.
Natürlich gehören auch ein 160-Plätze-Restaurant, das Le Menardié“ mit kleiner Vinothek, und im sog. Forum Moa vier Veranstaltungsräume, von 54 bis 282 m2 nutzbar, zu diesem 4-Sterne-Hotel, und ein im Gebäude integriertes Parkhaus (Zufahrt von der Birkenstraße) mit hoteleigenen Parkplätzen auf dem vierten Parkdeck ist ebenfalls vorhanden.
Am 25.11.2010, also vor rund einem Jahr, wurde das Hotel, das mit zwei weiteren Häusern zur Gruppe der Chapeau-Hotels gehört, eröffnet. Geschäftsleute (überwiegend an den Werktagen) und mehr am Wochenende Urlaubsreisende (individuelle wie Gruppen) haben dieses Haus bereits für sich entdeckt, und neben den vielen deutschen Gästen kommen die ausländischen besonders aus Italien, Spanien und den USA, so der Regionaldirektor Paolo Masaracchia, ein gebürtiger Berliner, der ausgerechnet in Moabit aufwuchs.
Zum Logo des Privathotels gehört – wie bei allen anderen Chapeau-Hotels – ein Hut, in diesem Fall eine Hauptmannsmütze. Leicht zu erklären: Sie steht für den Hauptmann von Köpenick, der in Moabit einige unfreiwillige Tage verbracht hatte. Aber das ist schon lange her.
info@hotel-moa.bestwestern.de • www.hotel-moa-best western.de

alle Foto: Udo Rößling

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