Die Aussagen des thailändischen Fremdenverkehrsamtes sind nicht ganz richtig und geschönt:
Die Monate September und Oktober stellen in Thailand die Hauptregenzeit dar. Aufgrund ungewöhnlich starker Regenfälle sind momentan verschiedene Landesteile überschwemmt.
75 % des Nordens und Zentralthailands stehen derzeit unter Wasser und es sind bereits über 261 Tote zu beklagen und rund 2,3 Millionen Thailänder verlieren gerade ihre Häuser. Vor allem in der Landwirtschaft sieht es schlimm aus – viele große Firmen haben ihren Mitarbeitern freigegeben da sie sich um ihre privaten Häuser und Grundstücke kümmern sollen , ausserdem stehen viele Firmen unter Wasser und mußten die Produktion einstellen.
Die Regierung hat die Parkplätze an Flughäfen, Schulen und Regierungsgebäuden kostenlos zur Unterstellung der Autos zur Verfügung gestellt. Dies haben auch viele Privatfirmen jetzt getan.
Von dem schlimmsten Hochwasser seit 20 Jahren , so die neue Regierung, ist unter anderem die Zentralprovinz Ayutthaya mit der alten Königsstadt, circa 70 Kilometer nördlich von Bangkok gelegen, betroffen. Deutsche Reiseveranstalter umfahren derzeit das historische Ayutthaya und ergänzen ihre Reiseprogramme um alternative Programmpunkte.
Die beliebten Touristenorte Chiang Mai im Norden oder die Badeorte Phuket und Krabi an der Andamanensee sowie Koh Samui im Golf von Thailand können uneingeschränkt bereist werden. Gleiches gilt für die Hauptstadt Bangkok.
Entgegen der Aussage des thailändischen Fremdenverkehrsamtes in Frankfurt sind Teile der Straßen nach Chiang Mai betroffen wie uns Augenzeugen berichten. Auch die Hauptstadt Bangkok wurde heute von ersten Wassermassen erreicht. Die Masse des Wassers soll am 17.und 18. Oktober die Hauptstadt erreichen. Einige Straßen in den Aussenbezirken stehen schon unter Wasser.
In vielen Straßen Bangkoks sieht man Geschäfte die die weißen Sandsäcke vor ihren Eingängen stapeln damit sie rechtzeitig und schnell Schutz gegen das Wasser bieten können. Das Fernsehen berichtet laufend in Sondersendungen.
Die Regierung von Thailand hat alle Polizei -, Militär und Marineeinheiten in die Katastrophengebiete geschickt.
Ausserdem hat sie private Boots-und Schiffsbesitzer aufgefordert sich an den Konvois der Marine auf dem Chao Phrayah Fluss zu beteiligen wo versucht wird mit hohem Druck durch die Schiffsschrauben die Wassermassen schneller und flüssiger in das Meer zu drücken.
Weitere Provinzen in Zentralthailand, durch welche der Chao Phrayah Fluss oder seine Nebenarme fließen, sind ebenfalls betroffen, darunter Nakhon Sawan und Lopburi. Deshalb sind Zugfahrten mit der staatlichen Bahngesellschaft ab Bangkok nach Nordthailand bis auf Weiteres ausgesetzt. Zum Teil sind auch Autobahnabschnitte beeinträchtigt, und der Verkehr wird umgeleitet. Reisenden wird empfohlen, ihren Reiseveranstalter zu kontaktieren und sich vor Ort über die Medien oder den Thailändischen Wetterdienst TMD (http://www.tmd.go.th/en/) über die Wetterlage zu informieren.
Unter http://www.tatnews.org/latest_update/index.asp stellt das Thailändische Fremdenverkehrsamt regelmäßig aktualisierte Informationen zur Überschwemmungslage bereit.
Die Chefs der großen Hotels , Hochhäuser und Einkaufszentren sehen keine große Gefahr durch die Fluten allerdings müssen die Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen, Straßensperrungen und weitläufigen Umleitungen rechnen. Die festen Steinhäuser, so die Provinzregierung haben nichts zu befürchten, allerdings sind die oft schwarz und ohne Statik gebauten kleinen Privathäuser und Hütten gefährdet.
Die Premierministerin und ihr neues Kabinett sind ständig mit mindestens einem Militärhubschrauber in der Luft um die Hilfseinsätze, aber auch die Wassermassen zu beobachten und schnellstens reagieren zu können.
Zum Glück ist es in Thailand kein stehendes Hochwasser sondern strömend so dass die Katastrophengebiete ” nur” eine zeitlang überschwemmt werden – allerdings danach beschädigt der mitfließende Schlamm und die mitgerissenen Gegenstände alles – was danach kommt und wie es für die Menschen weitergeht kann noch niemand sagen !
Detailierte updates und Informationen finden Se auf unserer englischen Seite

