von Wolfgang Weiß
Neues Pestana Hotel im Berliner Diplomatenviertel
Der Name Pestana, mit zur Zeit etwa 90 Häusern in aller Welt Portugals größter Hotelkonzern, macht seit August auch in Berlin von sich reden. Hier, in der Stülerstraße, schräg gegenüber den nordischen Botschaften, lädt das neue 142-Zimmer-Vier-Sterne-Haus Besucher der Hauptstadt zum Logieren ein. Das Design-Hotel „Pestana Berlin Tiergarten“, das erste der portugiesischen Kette in Deutschland, überrascht mit zahlreichen Innovationen. Das beginnt schon im Foyer, wo der Gast auf dem
Weg zum Check-in durch ein virtuelles Aquarium watet, dessen Wasser sich bei jedem Schritt in Wellenbewegungen zu kräuseln scheint und in dem kleine Fische nach allen Seiten davon stieben. Ein Riesengaudi vor allem für die Kinder, weiß Felix Steuer, Junior Sales Manager, der die Teilnehmer des CTOUR-Stammtisches bei der Besichtigung begleitete.
Die Lage des neuen Nichtraucher-Hotels im westlichen Zentrum der Stadt, in geringer Entfernung von Tiergarten und Zoo sowie den Einkaufsmeilen Tauenzienstraße und Kurfürstendamm, scheint ideal. Seine eher mittlere Größe, so Felix Steuer, ist gewollt, um den Gästen individuelles Flair zu bieten. Zu diesem Gefühl trägt auch die Innenausstattung wesentlich bei. Das ganze Haus nimmt, wie könnte es bei Portugal anders sein, Bezug auf das Meer, das das südwestlichste Land Europas von zwei Seiten umspült. Die blauen Teppichbelege in den Gängen sind von gelben Wellenlinien durchzogen, die man auch auf den Tapeten wieder findet. Mit blauem Licht werden die Zimmernummern erhellt und in den Bädern kann man bläuliches Nachtlicht einschalten. In den Fahrstühlen, die man nur mit Zimmerkarte zur jeweiligen Etage benutzen kann, ertönt Meeresrauschen, unterbrochen von Möwengeschrei. Gegenüber den Fahrstuhleingängen gibt es auf den Wänden dreisprachig (portugiesisch, englisch und deutsch) Zitate berühmter portugiesischsprachiger Autoren, wie Pessoa, Taborda oder Amado, mit Bezug auf das Meer.

Die Zimmer in drei Kategorien (Standard, Executive und Suiten) verfügen über Tageslichtbäder, das heisst, zum Schlafraum hin gibt es ein großes Fenster, das mit einer Jalousette verschlossen werden kann. Die Fußböden sind mit portugiesischem Echtholz ausgelegt. Es existieren eine i-Pod Docking Station, W-LAN-Anschlüsse und gegen Aufpreis kann man über den Flachbildfernseher ins Internet gehen. Das Standard-Zimmer mit etwa 25 Quadratmetern kommt einschließlich Frühstück und kostenfreier Benutzung des Wellnesszentrums mit beheiztem Pool, Sauna- und Massageräumen und Fitnessgeräten (zwischen 6 Uhr und 22 Uhr).
Für geschäftliche Anlässe stehen drei multifunktionale Tagungsräume mit jeweils eigener Außenterrasse zur Verfügung, die zusammengeschlossen werden können und bis zu 200 Personen Platz bieten. Das Hotel verfügt mit der Bar Agua über das laut Eigenwerbung wahrscheinlich größte Portweinangebot Berlins. Normale portugiesische Weine sind dagegen seltsamer Weise noch Fehlanzeige. Für Heiterkeit unter den CTOURisten sorgte ein junger Kellner, als er einen vermeintlichen portugiesischen Rosé-Wein kredenzte, der sich dann allerdings als „Portugieser Weißherbst“ aus der Pfalz herausstellte. Der Küchenchef des Hotelrestaurants „Atlantis“ (80 Plätze), Bernd Leuschner, ist dafür bekannt, dass er Wurst und Würstchen selbst herstellt.

Von der Cocktail-Terrasse im 6. Stock des Hotels hat man einen wunderschönen Blick über Berlin, vom Bahnhof Zoo bis zum Fernsehturm. Hier oben auf dem Dach haben auch zwei Bienenstöcke Platz gefunden, eine Idee von Hotelchef Peter Berhörster. Überhaupt legt das Pestana Hotel Berlin großen Wert auf Umweltverträglichkeit und nachhaltiges Handeln
Alle Foto Udo Rößling

