Zehntausende Menschen haben in Malaysia eine Reform des Wahlrechts gefordert. In Kuala Lumpur setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein. Mehr als 1400 von ihnen wurden festgenommen. Mit Tränengas ist die Polizei in Malaysia am Samstag (09.07.2011) gegen eine Großdemonstration der Opposition in der Hauptstadt Kuala Lumpur vorgegangen. Mehr als 1400 Menschen wurden nach offiziellen Angaben festgenommen. Viele von ihnen sollten nach einer Befragung wieder freigelassen werden, hieß es. Unter den Festgenommenen befinden sich auch zahlreiche Oppositionsführer, darunter der Chef der größten islamischen Oppositionspartei PAS, Abdul Hadi Awang.

Oppositionsführer Anwar Ibrahim wurde bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich 50.000 Menschen an der Demonstration gegen Ministerpräsident Najib Razak. Andere Beobachter und Teilnehmer sprachen von 20.000 bis 30.000 Demonstranten.

Demonstranten zusammengetrieben

Einige Demonstranten sammelten die Tränengaskanister der Polizei auf und schleuderten sie zurück in Richtung der Beamten. Sie versuchten vergeblich, Polizeiketten zu durchbrechen und zum Stadion zu gelangen. Von hier aus wollten sie Kurs auf den Königspalast nehmen, um dort ihre Forderungen zu überbringen.

Augenzeugen berichteten, bewaffnete Bereitschaftspolizisten hätten die Demonstranten zusammengetrieben und in Polizeifahrzeuge gezerrt. Auch Hubschrauber waren im Einsatz. Nach fünf Stunden löste sich die Menge auf.

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