von Günther Wolfram

Mit einer neuen Marke drängt die altbekannte Hilton-Hotel-Family auf den europäischen Markt: Hampton by Hilton. Im September des Jahres wurde das erste Haus auf dem europäischen Kontinent eröffnet. In Deutschland, in Berlin: Hampton by Hilton City Berlin West.

Diese Marke im unteren Segment der Hilton-Gruppe hat sich in den USA über Jahre bewährt. Inzwischen gibt es in Nord-und Südamerika über 1 800 Hotels, die zwischen Atlantik und Stillem Ozean die Namen Hampton Inn und Hampton Inn&Suites tragen. Sie gehören zu den beliebtesten und meist gebuchten Unterkünften auf dem amerikanischen Kontinent.

Der neue dunkelrote Bau am U-Bahnhof Uhlandstraße präsentiert sich als ein zweckmäßiges, funktionstüchtiges Haus für einen Aufenthalt auf Zeit – für Geschäftsreisende und Touristen. Die 214 Zimmer verteilen sich über sieben Etagen, von den Balkonen des oberen Stockwerkes hat man einen guten Blick zum Europa Center. Damit ist auch der außergewöhnlich gute Standort beschrieben. In nur wenigen Minuten ist man am Kurfürstendamm, an der Gedächtniskirche…

Die Inneneinrichtung und das ganze Interieur des Hauses, und das beeindruckt mich besonders, ist gut aufeinander abgestimmt, alles klar überschaubar, einfach, modern und stilsicher bis ins Detail durchgestaltet. Anordnung, Form, Farbe, Schriftart und -größe folgen dem gleichen Prinzip: von der Kaycard bis zum Briefcouvert. Die schwarz/weiß Fotos auf den Gängen und in den Zimmern sind digital zusammengesetzte querformatige und quadratische Lichtblicke, sie fallen dem Betrachter ins Auge (hamptonography).

Betritt man sein Zimmer, zunächst ein überraschender Anblick: Eine schwarzes Etwas auf dem Bett. Dann erkennt man, es ist die Unterlage für den stets einsatzfähigen Laptop. Das Zimmer ist ausreichen groß (ca. 21 m²), die Betten mit extra dicken Matratzen und hochwertiger Bettwäsche ausgestattet. Dem Schreibtisch gegenüber eine Sitzbank, die zur Schlafcouch aufgebettet werden kann. Kleine bewegliche Lampen am Kopfende der Betten. Zur Standardausrüstung gehören ein Bügeleisen mit -brett, Wasserkocher und verschiedene Kaffee- und Teesorten für einen Schluck zwischendurch.

Im geräumigen Bad – weiße Kacheln, schwarz abgesetzt – fallen mir sofort die Kleinigkeiten wieder auf. Die Behältnisse für Duschgel, Haarshampoo, Handseife und Feuchtigkeitscreme sind in Form und Farbe geschmackvoll aufeinander abgestimmt.

Der Frühstücksbereich ist nach meinem Geschmack in seiner Schlichtheit gewöhnungsbedürftig und wirkt ein bisschen kalt. An der Theke, die vermutlich zu klein ausgelegt ist, könnte es bei ausgebuchtem Hause zum Gedränge kommen. Das Angebot von appetitlichen und schmackhaften Spezialitäten – typisch amerikanisch: kleine Würstchen, Spiegelei, Frühstücksflocken, Pfannkuchen, Ahornsirup, frische Säfte, Joghurt…

Alles in allem: Die neue Hilton-Marke in Deutschland bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und setzt im mittleren Preissegment durch die Qualität die Konkurrenz unter Druck. Ab 79 € pro Doppelzimmer können die Gäste alle Annehmlichkeiten in Anspruch nehmen. „Denn zusätzlicher Service muss nicht extra bezahlt werden. Das warme Frühstücksbuffet, die Internetnutzung via    WLAN, die Nutzung der Geräte im Fitnessbereich kommen zum Übernachtungspreis gratis dazu“, erklärt Mirko Schulze, der Manager des Hauses. Das Haus möchte mit diesem preiswerten Angebot volle Zufriedenheit erreichen. „Ist der Gast nicht zufrieden, muss er nicht zahlen.“ Machen Sie doch die Probe aufs Exempel!

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