Veranstalterpreise für 2010 außerhalb der Zeit der FIFA WM 2010 gesunken, Kaufkraft des Euro in Südafrika liegt bei unschlagbaren 1,42 EUR

Ein außergewöhnliches spannendes Jahr liegt vor der südafrikanischen Reiseindustrie. So gilt es einerseits, die Preise während der FIFA WM 2010 nicht überproportional ansteigen zu lassen und andererseits, die traditionellen Besucher Südafrikas durch das Großereignis nicht zu erschrecken. Dabei setzt die Tourismusindustrie vor allem auf günstige Preise außerhalb der Turnierzeit.

Nach einem schwierigen globalen Tourismusjahr 2009 ist es nun besonders wichtig, den Tourismus nach Südafrika 2010 weiter zu steigern. Zwar konnte Südafrika weltweit von Januar bis November 2009 mit 9.004.976 Touristen einen Anstieg von 4,4 Prozent vermelden, aber die traditionell wichtigsten Märkte mussten teilweise deutliche Einbußen hinnehmen. So reisten insgesamt 189.216 Deutsche ins Land am Kap, dies ist ein Rückgang von 12,1 Prozent (Jan bis Nov 09).

Theresa Bay-Müller, Direktorin von South African Tourism in Deutschland, kennt die momentanen Herausforderungen der Vermarktung Südafrikas. „Die Berichterstattung der letzten Monate über Südafrika drehte sich vor allem um das Großereignis der FIFA WM 2010 und war sehr durchwachsen. Das verunsichert die Konsumenten. Nicht nur den Fußball-Fan sondern auch die klassischen Zielgruppen für Südafrika“, so Bay-Müller. „Trotz der Rückgänge sprechen eindeutig für Südafrika die hohe Wiederholerquote von 46 Prozent sowie die Aufenthaltsdauer von 14 Tagen. Auch die Ausgaben der Reisenden im Land mit 776 EUR (ca. 13.100 ZAR) pro Person ohne Flugkosten sind stabil geblieben.“

Gemeinsam mit allen Tourismuspartnern soll die Nachfrage nun wieder angekurbelt werden. Dabei setzt die Branche bewusst auf stabile Preise für die Reisezeit außerhalb der FIFA WM 2010. „Durch den erschwinglichen Wechselkurs Anfang 2009 konnten die deutschen Reiseveranstalter ihre Packages für 2010 deutlich günstiger einkaufen. Das schlägt sich nun auch in den Katalogpreisen für die Konsumenten nieder“, so Bay-Müller. South African Airways fliegt für unschlagbare 555 EUR inklusive Steuern und Gebühren noch bis zum 31. Mai 2010 ans Kap. Gebucht werden muss der Flug bis 10. April 2010. Es gibt keinen Mindestaufenthalt und der Maximalaufenthalt beträgt ein Jahr.

Aber auch die Reiseveranstalter konnten ihre Katalogpreise für dieses Jahr senken. So kostet beispielsweise die 14-tägige Mietwagenrundreise “Südafrika Klassiker” bei FTI ab 1.139 EUR pro Person (2009: ab 1.178 EUR). Thomas Cook Reisen bietet 2010 die Busrundreise “Rote Sonne, schwarzes Land” für 12 Nächte im Doppelzimmer ab 1.470 EUR inklusive aller Flüge an. Im Sommer 2009 kostete die Reise immerhin noch ab 1.660 EUR. Die Reisekosten vor Ort tun ihr übriges, um eine entspannte Urlaubsatmosphäre aufkommen zu lassen.

Der südafrikanische Rand hat sich gegenüber dem Euro auf einen Wechselkurs von 11:1 eingependelt. Zusätzlich beträgt der Warenwert der deutschen Währung 1,42 Euro in Südafrika.

Theresa Bay-Müller ist überzeugt, dass neben allen effektiven Marketingkampagnen und innovativen Kooperationen vor allem die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 ein Wendepunkt und ein voller Erfolg für das Land am Kap wird. „Mit unserem Enthusiasmus und unserer Begeisterung werden wir den Zuschauern aus aller Welt unser großartiges Land näher bringen. Wir sind überzeugt, dass die Gäste in ihre Heimat zurückkehren werden und von ihren einmaligen Erlebnissen berichten. Wir wissen, wie wichtig Mund-zu-Mund Propaganda ist und freuen uns daher nicht nur auf die zahlreichen wiederkehrenden sondern auch viele neue Besucher“, schließt Bay-Müller.

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