Im Spiegelpalast am Humboldthafen in Berlin feierte der Hans-Peter Wodarz & Christian Lohse Palazzo Premiere. Sophie Schütt, Oliver Kalkofe, Wolfgang Lippert, Carmen Nebel, Claus-Theo Gärtner und viele weitere Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur genossen das Vier-Gang-Menü, das die kulinarische Doppelspitze am Herd entworfen hat:

Zusammen mit Christan Lohse, Berlins einzigem Zwei-Sterne-Koch, hat Hans-Peter Wodarz ein Menü serviert, das Klassiker und Neuheiten verbindet. Hier lässt sich Wodarz’ Steckenpferd, die Ente aus Oldenburger Zucht von einer Granatapfelsauce begleiten und die Jacobsmuschel trifft auf ein Rote Beete-Carpaccio. Christian Lohse feierte große Erfolge mit dem japanischen Onsenei, das als zweiter Gang serviert wurde. Traditionell wird das Onsenei in Japan stundenlang in heißen Quellen langsam gegart. Da der Humboldthafen dafür kaum geeignet ist, griff Christian Lohse auf sein eigenes Geheimnis der Zubereitung zurück, die ihn und das Onsenei stadtbekannt gemacht hat. Den krönenden Abschluss bildete die Dessertvariation „Zieglers dufte Reise durchs winterliche Berlin“. Was ebenfalls nicht zu übersehen war: Hans-Peter Wodarz und Christian Lohse hatten sichtlichen Spaß an ihrer Zusammenarbeit und waren wunderbare Gastgeber für die 400 Feinschmecker im Spiegelpalast.

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Doch Palazzo wäre nicht Palazzo ohne die spektakuläre Show zum feinen Essen: Unter dem Motto „Ein Jubiläum macht Theater“ ist es Palazzo erneut gelungen, einen Abend zusammenzustellen, der alle Sinne anregt. „Aphrodites Daughter“ steht für zwei Artistinnen aus der Ukraine, die einen Act darbieten, der ebenso anmutig wie leicht wirkt und perfekt aufeinander abgestimmte Bewegungen kombiniert. Franziska Traub, die Wodarz’ Dinnertheater-Ensemble bereits seit zwanzig Jahren treu ist, unterhielt die Gäste königlich, als sie von den Herausforderungen des Haushalts erzählte. BMX-Künstler Frank Wolf bot einen Act dar, der völlig zu Recht „Breakdance auf dem Fahrrad“ genannt wird und das charismatische Duo Valeri ließ den Atem stocken – nicht nur wegen ihrer kraftvollen Darbietung an den Bändern in der Zeltmitte, sondern auch wegen ihrer exakten Koordination, wenn das Bein nur zehn Zentimeter über dem Kerzenleuchter schwebte. Auch Andrey Koltsov erntete großen Applaus für seine ausdrucksstarke Handstand-Akrobatik, ebenso wie die Men in Black, für deren kraftvolle Artistik das Zelt sogar noch höher hätte sein können. Die Collins Brothers machten ihrem Titel der New York Times als „fabulous Highlight“ alle Ehre und sorgten für viel ansteckendes Lachen. Timo Wopp brillierte als Conferencier, der mit viel Charme durch den Abend führte – und darüber hinaus auch seine Qualitäten als Weltklasse-Jongleur unter Beweis stellte.

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Nach der Show jonglierte der DJ mit ausgewählten Scheiben aus den Siebzigern und die Aufforderung zum Tanz war fast nicht nötig. Kaum war die Bühne in der Mitte des Saales frei, wurde sie gestürmt und die Berliner straften ihrem Image der Reserviertheit Lügen.

PALAZZO gastiert noch bis zum 31. Januar 2010 am Humboldthafen, die Shows finden von Dienstag bis Sonntag statt. www.palazzo.org

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