Schon anfangs der 90er entstanden die ersten Pläne durch den britischen Architekten Richard Rogers für das Grundstück schräg gegenüber dem Bahnhof Zoo und der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin, für den Getränkekonzern Brau und Brunnen. Die Pläne wurden jedoch durch das Vorhaben des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler für ein 118 Meter hohes Haus mit 37 Stockwerken abgelöst. 1995 wurde der erste Grundstein durch den Abriss der alten Gebäude gelegt. Im Sommer 2001 verkaufte man das Grundstück an die Unternehmensgruppe Dr. Ebertz & Partner, die ein Luxus-Hotel für die Hilton-Gruppe plante.

 

Doch auch dieses Vorhaben wurde vorerst auf „Eis gelegt“ und das Bezirksamt nutze die Baulücke Ende 2004 als Werbefläche. Im Mai 2007 wurde das Grundstück an drei spanische Investorengruppen in Malaga verkauft die eine Mischnutzung aus Hotel, Geschäften und Büros anstrebten. Doch auch diese Vorhaben zerschlug. Im November 2007 erwarb dann ein Investor, die Trans Arab Support Service (TASS) aus Abu Dhabi, das Grundstück und will bis 2011 ein 32-geschossiges, 118 Meter hohes Gebäude fertig gestellt haben. Dort finden das erste Waldorf Astoria Luxus-Hotel der Hilton-Gruppe in Deutschland, Wohnungen und Büros Platz. Rund 180 Millionen Euro sollen für das Berliner „Zoofenster“ aufgebracht werden.

 

Nun endlich ist der Grundstein gelegt, denn das Fundament und drei Tiefgeschosse sind schon weitgehend fertig gestellt. Ab jetzt wird nur noch in die Höhe gebaut – ein Kran steht bereit. Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler berichtet in den nächsten Jahren von Bauprojekten im Umfang von einer Milliarde Euro rund um den Bahnhof Zoo: „Das Zoofenster wird die Initialzündung für die Investoren sein.“ Darunter fällt auch das 175 Meter hohe Aussichtsrad am Zoo, bei dem die Finanzierung noch nicht gedeckt ist. Wie also wird sich die Lage rund um den Zoologischen Garten entwickeln?

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