Der Berg Kinabalu – verehrt, respektiert und gar gefürchtet – ist ein heiliges Symbol für die einheimischen Völker Sabahs. Der Legende nach bedeutet der Name Kina-balu „Chinesische Witwe“. Kina ist eine Variation von China, und Balu ist das malayische Wort für Witwe. Dies ist in Anlehnung an den legendären Glauben, dass viele Frauen in dem Versuch ihrer Ehemänner, eine Perle vom Gipfel des Berges zu erlangen, verwitwet wurden. Diese Perle wurde von einem Drachen scharf bewacht, in dessen Klauen viele Männer ihr Ende fanden. Für die Kadazandusun (die größte ethnische Gruppe in Sabah) leitet sich Kinabalu von dem kadazandusunischen Satz „Aki Nabalu“ ab, der sich auf den verehrten Ruheplatz der Toten bezieht. Die Einheimischen glauben, dass, wenn eine Person stirbt, ihre Seele ihren letzten Ruheplatz in den Bergen findet. Aus diesem Grund wird dem Berg großer Respekt gezollt, und mehrere Riten werden noch heute ausgeübt, um die Geister gutzustimmen. Heute kommen die Leute von nah und fern, um den 4095,2 Meter hohen Berg Kinabalu zu besteigen. Um den Gipfel von Borneo zu bezwingen braucht man keine Bergsteigererfahrung, sondern lediglich grundlegende Fitness, und die Tour beansprucht mindestens zwei Tage.



