Deutschland ist nach den USA weltweit die Nummer Zwei unter den Meeting- und Eventstandorten. Das Image als Tagungs- und Veranstaltungsziel wird immer besser. Gleichwohl gibt es noch Verbesserungsbedarf. So lautete die Bilanz eines Gespräches von Vertretern des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren (EVVC) mit der Vorsitzenden des Tourismusausschusses, Marlene Mortler (CSU).
EVVC-Präsident August Moderer und der Leiter des Berliner EVVC-Büros, Dr. Hubert Koch, machten deutlich, dass im Ausbildungsbereich noch manches im Argen sei. Eine Vereinheitlichung des Berufsbilds Eventmanager sei angesichts einer Vielzahl qualitativ unterschiedlicher Ausbildungsangebote von Nöten. Zudem setzten manche Kommunen – von den Wachstumszahlen im Segment angespornt – vorschnell auf den Bau von Eventcentern, die sich dann aber aufgrund mangelnder Auslastung oft als Investitionsruinen entpuppten. Um dem vorzubeugen, sei eine bessere Bedarfsplanung nötig. Kritisch bewerteten die EVVC-Vertreter die steuerliche Absetzbarkeit von Kongressreisen. Wünschenswert und für den Tourismusstandort Deutschland vorteilhafter sei, wenn Kongressreisen auch dann steuerlich geltend gemacht werden könnten, wenn sie um ein Wochenende verlängert würden.
Mortler betonte, um konkurrenzfähig zu bleiben, werde eine professionelle Veranstaltungsplanung und -organisation immer wichtiger. Sie versicherte sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einzusetzen, dass die politischen Rahmenbedingungen so gestaltet würden, dass deutsche Anbieter im international hart umkämpften Tagungs- und Kongressmarkt bestehen könnten.
Im Bild von links: Stephan Dehé (Leiter Sekretariat Tourismusausschuss), Dr. Hubert Koch (EVVC-Hauptstadtbüro), Marlene Mortler (Tourismusausschussvorsitzende), August Moderer (Präsident EVVC). Der 1955 gegründete EVVC zählt über 300 Mitglieder in elf europäischen Ländern.


