Transrapid vom Zoo zum Flughafen – Leipzig/ Halle
Dass Flugzeuge Verspätungen haben können, ist ja allgemein bekannt, dass aber ein gesamter Flughafen „Verspätung“ hat, das passiert nur in Berlin.
BBI, der neue Airport der Bundeshauptstadt Berlin, der allerdings was die Wenigsten wissen, im Bundesland Brandenburg liegt, ist eine Großbaustelle mit vielen Problemen. Fast wöchentlich kann man in den Zeitungen lesen, dass es wieder Gerichtsverhandlungen, Baustops, oder ähnliche Schwierigkeiten gibt.
Was bis jetzt nur unter der Hand von Insidern geflüstert wurde, hat erstmals ein bedeutender Nutzer des Flughafens, also ein wichtiger Kunde, John Kohlsaat, Deutschlandchef der Billigfluggesellschaft Easyjet, in der Berliner Tageszeitung „Tagesspiegel“ öffentlich ausgesprochen: BBI wird wohl ein Jahr später in Betrieb gehen, als zurzeit geplant.
Verkünden derzeit die Politiker und Verantwortlichen noch öffentlich einen Start im Jahre 2011, so sprechen Experten längst vom neuen Termin im Jahre 2012. John Kohlsaat rechnet sogar damit, dass es erst im Jahre 2013 soweit sein wird.
Schon heute sind die Berliner nicht mehr überrascht, wenn sie von diesen Verspätungen hören. Die Skeptiker unter ihnen meinen sogar, dass der neue Airport BBI noch später in Betrieb gehen kann: sie sprechen von 2014 bis 2015.
Nicht nachgefragt wird bei den Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg, dem reg. Bürgermeister Klaus Wowereit, Ministerpräsident Mathias Platzeck oder dem Vorstand und Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft. Interessant wäre zum Beispiel zu erfahren, was diese Verspätungen und das Nicht-einhalten von Terminen, sowie die gesamten Gerichts- und Anwaltskosten für den Steuerzahler bedeuten und wer dafür verantwortlich gemacht wird!
Transrapid nach Berlin
Haben die Bayern gerade die Krise mit der Magnetbahn Transrapid mehr schlecht als recht hinter sich gebracht, so böten sich doch neue Strecken an.
In 45 Minuten von Berlin Zoo zum Flieger, das klingt wie ein Versprechen der S-Bahn mit dem Expresszug nach Schönefeld. Aber ob das zu halten ist, weiß man nicht genau. Nicht ganz geklärt ist die Frage der Bahnsteige und der Fußgängerverbindungen zum Terminal.
Das bedeutet, dass man schon jetzt eine lange und umständliche Anreise zum BBI hat.
Die Lösung:
In 40 Minuten bequem, umweltbewusst und schnell von Bahnhof Zoo zum fertigen Großflughafen Leipzig/Halle. Man hätte nicht nur viel Geld beim Bau in Schönefeld eingespart, denn Leipzig/Halle ist bereits fertig, sondern auch noch viel Natur und Umwelt in Schönefeld und bei den dortigen Anwohnern geschützt.
Und ganz nebenbei: das hochmoderne Deutschland, der Exportweltmeister, hätte endlich eine Magnetbahnstrecke im eigenen Land als Muster und Vorzeigeobjekt für potentielle Käufer. Es ist schon ein wenig beschämend, dass wir technische Spitzenfahrzeuge erfinden und bauen, die dann aber im eigenen Land nicht vorzeigbar sind. Trauen wir Deutschen eigentlich unserer Technik nicht – oder warum muss ich jemandem, der an dem deutschen Produkt „Transrapid“ interessiert ist, nach China bringen um es dort zu zeigen? Und so ganz im Stillen baut China bereits eine Kopie des deutschen Produktes „Transrapid“, lässt potentielle Kunden den deutschen Transrapid von Shanghai testen und verkauft dann die chinesische Kopie. Irgendwie ein wenig unverständlich.
Da frage ich mich doch: die Entwicklung des Transrapid wurde mit deutschen Steuergeldern gefördert – das heißt der deutsche Steuerzahler zahlt nun auch Entwicklungshilfe in China um das deutsche Produkt besser kopieren zu können und damit die chinesische Kopie günstiger verkaufen zu können? Somit zahlen die Steuerzahler einmal die Entwicklung, dann die Kopie und als Dank verlieren wir in Deutschland auch noch die Arbeitsplätze die einen Transrapid bauen könnten.
Ob das jemand versteht?
Wer ist dafür verantwortlich?
…wenn das Ludwig Erhard wüsste!


