Die internationalen Touristenankünfte wachsen weltweit kontinuierlich um 5,6 Prozent. 610 Millionen Ankünfte von Januar bis August, das sind 32 Millionen mehr als im gesamten Jahr 2006. 

Madrid. Internationale Touristenankünfte für die ersten acht Monate im Jahr 2007 sehen eine Fortsetzung der andauernden Wachstumsrate, entsprechend dem aktuellen UNWTO Welttourismusbarometer. Dieser Trend wird wahrscheinlich auch während der restlichen Monate des Jahres weitergehen. Das auf 5,7% geschätzte Wachstum wird rund 880-900 internationale Ankünfte bringen.

Somit wird das Jahr 2007 das vierte Jahr des Wachstums über dem langfristigen Durchschnitt von 4,1% sein. Außerdem wird es das dritte aufeinander folgende Jahr mit einem Differential von etwa 1,5% über diesem langfristigen Tempo werden.

Auch bei dem Monatsvergleich zeigte sich der Zuwachs sehr konstant:

Der März zeigte das beste Wachstum allgemein (+9%) auch in Anbetracht der Tatsache das in diesem Monat das umsatzstarke Osterfest stattfand.

Die Stärke wurde während der nördlichen Hemisphärenhauptsaison behauptet, in den Monaten Juli und August, beide mit einem Zuwachs von 5%. Zum ersten Mal wurden im Juli und im August jeweils über 100 Millionen Ankünfte verzeichnet.

Regionale Trends

Die neuen Zielorte in Asien und im Pazifik, in Afrika und im Mittleren Osten sind die Hauptwachstums-Bringer gewesen. Die schon länger bestehenden Urlaubsregionen in Europa und Amerika zeigten ein gemäßigteres Wachstum.

Während regionale Trends variieren können, wenn neue Daten verfügbar sind, sind Asien und der Pazifik gegenwärtig die stärksten regionalen Märkte und zeigen im August einen Zuwachs von 10% während der Nahe Osten und Afrika im August beide mit einem Plus von 8% glänzen.

Der Zuwachs in Europa und Amerika steht bei + 4% – ein Prozent weniger als im Jahre 2006 in Europa. Aber die Zahlen berichten über die doppelte Zuwachsrate in Amerika, verglichen mit den Zahlen von 2006.

Die Reiseausgaben steigen kontinuierlich, im Einklang mit der Zunahme von internationalen Ankünften. Das starke Wachstum kommt wieder von auftauchenden Märkten: Brasilien (+33%), Argentinien (+24%), die Republik Korea (+18%) und die Russische Föderation (+16 %) haben starken doppelten Wachstum bei den Tourismusausgaben.

Die Top Fünf Outbound Märkte, Deutschland (+6%), die USA (+4%) und England (+4%) können gesunde Steigerungen in den ersten sechs bis acht Monaten im Jahr 2007 berichten. Die erhältlichen Zahlen von Frankreich und Japan zeigen eine Stagnation.

Unter den Quellenmärkten berichten Italien und Spanien (7. und 12. größte Ausgeber) dieses Jahr vom schnellsten Wachstum bisher von je +9%.

Global

Der kontinuierliche Zuwachs im internationalen Tourismus wurde von einer ebenfalls starken und expandierenden Weltwirtschaft mit rund 5 % Zuwachs unterstützt. Dieser Zuwachs hält bereits im vierten Jahr an.

Die neuen Markt- und Entwicklungswirtschaften der Welt meldeten ein besonders starkes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes. Die aktuelle Turbulenz auf den Finanzmärkten hat keine beachtenswerte Wirkung in den bisherigen Tourismusergebnissen gehabt.

Es könnte sein das der derzeitige Ölpreis, der auf US$ 100 zugeht, auch die Kosten im Tourismus verteuert, so das der Aufschwung behindert wird.

Die vorläufigen Ergebnisse von 2007 bestätigen die Elastizität der Tourismuswirtschaft bezüglich externer Faktoren, die sich von der Turbulenz auf den Finanzmärkten bis zu Sicherheits- und Gesundheitsangelegenheiten, steigenden Treibstoffpreisen und gesteigerter Besteuerung vom Lufttransport, Inflationsrisiken und höheren Zinssätzen erstrecken.

Jedoch begannen diese negativen Faktoren schon, Verbrauchervertrauen zu einigen Märkten zu schwächen, dies könnte sich weiter ausbreiten und an irgendeinem Punkt den allgemeinen Wunsch nach internationalen Reisen beeinflussen.

Eine Zusammenfassung des aktuellen UNWTO World Tourismus Barometer finden Sie unter www.unwto.org/barometer.htm 

Hinterlassen Sie einen Kommentar.