Tourismusverband rechnet mit mehr als 28 Millionen Übernachtungen
Die Tourismusbranche blickt auf ein ereignis- und erfolgreiches Jahr 2013 zurück. Nach Ende des Monats Oktober lag Mecklenburg-Vorpommern mit rund 26,3 Millionen Übernachtungen über dem Niveau des Jahres 2012 (+ 1,9 Prozent). Zu dieser positiven Entwicklung trug insbesondere auch der Anstieg ausländischer Besucher bei – wie bereits in 2011.
„Die guten Ergebnisse von Januar bis Oktober sowie die für den Jahreswechsel erwartete Auslastung von durchschnittlich 85 Prozent lassen darauf schließen, dass in der Statistik für 2013 mehr als 28 Millionen Übernachtungen zu Buche schlagen“, sagte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.
Gäste schätzen neben der üppigen Natur in Mecklenburg-Vorpommern unter anderem auch das Angebot an Erlebniseinrichtungen, zu denen 2013 zwei hinzugekommen sind: Das Natur Erbe Zentrum Rügen empfängt seit Juni naturverbundene Gäste, und das Kunstmuseum in Ahrenshoop dokumentiert seit August in Ausstellungen die Entwicklung des Künstlerortes.
Diese und unzählige weitere Einrichtungen präsentiert seit November 2013 der neue, frische Internet-Auftritt des Tourismusverbandes, auf der sich Gäste anhand der touristischen Kernthemen Mecklenburg-Vorpommerns – Familie & Kinder, Aktivität & Gesundheit, Genuss & Kultur sowie Lifestyle & Trends – interessenorientiert informieren können.
Übernachtungen und Ankünfte in 2013
Von Januar bis Oktober 2013 wurden rund 26,3 Millionen Übernachtungen gezählt, was 1,9 Prozent Zuwachs über dem Niveau des Vorjahres bedeutet. Aufgrund gut gebuchter Unterkünfte auch zum Jahreswechsel rechnet der Tourismusverband für das Jahr 2013 damit, zum zweiten Mal nach 2009 die 28-Millionen-Marke zu überschreiten. Dieses Niveau zu halten, ist auch das Ziel für 2014.

Mit einem 1.250 Meter langen Baumwipfelpfad im Natur Erbe Zentrum Rügen in Prora auf Rügen sollen bis zu 250.000 Besucher jährlich für die heimische Tier- und Pflanzenwelt sensibilisiert werden.
Nach einem verhaltenen Start ins Jahr 2013 verzeichneten zwischen Januar und Oktober nahezu alle Beherbergungsarten Zuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum: Hotels/Gasthöfe/Pensionen ein Plus von 2,9 Prozent, Campingplätze ein Plus von 8,6 Prozent und Vorsorge- und Rehabilitationskliniken ein Plus von 2,9 Prozent. Lediglich der Bereich der Ferienunterkünfte musste Rückgänge im Übernachtungssegment von 3,1 Prozent verkraften.
Die Mecklenburgische Ostseeküste konnte mit 7,7 Prozent, Westmecklenburg mit 1 Prozent und Vorpommern mit 0,2 Prozent von Januar bis Oktober 2013 einen Übernachtungszuwachs verbuchen. Die Region Mecklenburgische Schweiz und Seenplatte verzeichnete einen Rückgang von 0,6 und Rügen von 0,4 Prozent. Darüber hinaus erzielten insbesondere die Städte Rostock mit einem Plus von 27,6 Prozent, Wismar mit einem Plus von 4,8 Prozent, Greifswald mit einem Plus von 2 Prozent und Schwerin mit einem Plus von 1,5 Prozent positive Ergebnisse.
Die Zahl der Gäste-Ankünfte von Januar bis Oktober lag bei rund 6,5 Millionen und damit 1,9 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Von Januar bis Oktober war bei den Übernachtungen im Incoming-Bereich ein Zuwachs von mehr als 6,5 Prozent zu verzeichnen. Die wichtigsten Auslands-Quellmärkte bleiben die Niederlande, die Schweiz, Schweden, Dänemark und Österreich.
News
Am 24. Mai 2013 wurde das Natur Erbe Zentrum Rügen in Prora auf Rügen eingeweiht. Mit einem 1.250 Meter langen Baumwipfelpfad und einem neuen 1.200 Quadratmeter großen Informationszentrum sollen bis zu 250.000 Besucher jährlich für die heimische Tier- und Pflanzenwelt sensibilisiert werden.
Mit dem a-ja-Resort, das am 28. März 2013 in Rostocks Seebad Warnemünde eröffnete, ging ein neues Hotelkonzept an den Start, das von den Erfindern der Erfolgsmarken AIDA und A-ROSA entwickelt wurde und bislang die erwartet hohen Auslastungszahlen erreichte.
Das erste Hotel der TUI-Marke Viverde in Deutschland eröffnete am 1. Mai 2013 in der Mecklenburgischen Seenplatte. Damit führte der Reiseveranstalter zum dritten Mal nach Robinson Club und Iberotel ein Produkt in Mecklenburg-Vorpommern ein.
Mecklenburg-Vorpommern war laut Deutschem Wetterdienst in den Sommermonaten Juni, Juli und August mit 782 Stunden das sonnenscheinreichste Bundesland. Den meisten Sonnenschein erhielt in den warmen Monaten die Ostseeküste um die Insel Rügen mit bis zu 875 Stunden.
Mit der Initiative „Natürlich romantisch“ widmet sich ein ganzes Bundesland seit September 2013 für zunächst ein Jahr der Romantik. Mehr als 40 Partner haben sich in der Initiative zusammengefunden, darunter der Landestourismusverband und das Landesmarketing, zahlreiche Museen und Kunstsammlungen, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Umwelt-Fotofestival „horizonte“ in Zingst und das Nationalparkzentrum Königsstuhl (www.natuerlich-romantisch.de).
Mit hochwertigen Programmen haben in diesem Jahr erneut die Musik- und Theater-Open-Airs sowie viele Museen und Freizeiteinrichtungen überzeugt. Die Störtebeker-Festspiele verzeichneten mit mehr als 340.000 Besuchern wiederum einen großen Publikumszuspruch, die Festspiele MV beendeten ihre 24. Saison mit 67.000 Besuchern, und die Schlossfestspiele konnten zur Operette „Die Fledermaus“ mehr als 32.000 Besucher in der Landeshauptstadt begrüßen.
Die Museen in Mecklenburg-Vorpommern hatten 2013 rund vier Millionen Besucher. Ein Rekordergebnis verzeichnete die Rostocker Kunsthalle mit fast 60.000 Gästen.
Mit neun Sterne-Restaurants steht Mecklenburg-Vorpommern 2014 weiterhin an der Spitze der ostdeutschen Flächenländer. Gleich drei Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern hat der Restaurant-Führer Michelin in diesem Jahr erstmals mit einem Stern ausgezeichnet: die „Ostseelounge“ in Dierhagen auf Fischland-Darß-Zingst, das Restaurant „freustil“ in Binz auf Rügen sowie das „Tom Wickboldt“ im Romantik Hotel Esplanade in Heringsdorf auf Usedom.
Bei der Bewertung der Arbeit der Pressestellen von europäischen Tourismusorganisationen durch Reisejournalisten wurde die Pressestelle des Tourismusverbandes MV 2013 zum siebten Mal in Folge als einziges deutsches PR-Büro in die Top Ten gewählt. Mit Platz sechs konnte der Landestourismusverband dabei sein bisher bestes Ergebnis erzielen.
Mit 7,04 Milliarden (Hochrechnung) zwischen Januar und September 2013 lag die Bruttoreichweite über touristische Themen in Mecklenburg-Vorpommern – das ist die potenzielle Zahl erreichbarer Medienkonsumenten – so hoch wie nie zuvor. Nach einer vom Landesverband in Auftrag gegebenen Medienresonanz-Analyse ist die Zahl der Meldungen zum Urlaubsland mit 6.824 etwa 13 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.
Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und die Schlossfestspiele Schwerin luden gemeinsam zum dritten Journalistischen Saisonauftakt im Vorfeld der 47. internationalen Tourismusbörse nach Berlin ein. Rund 70 Medienvertreter aus Deutschland und zum Teil aus Österreich und der Schweiz nahmen an der Veranstaltung am Berliner Gendarmenmarkt teil.
Erstmals ist der Deutsche Preis für Tourismusentwicklung auf Initiative der kooperierenden Bundesländer MV und Bayern vergeben worden. Preisträger waren Hotels im Allgäu und auf Rügen.
Hiddensee ist die erste familienfreundliche Insel Deutschlands: In Vitte sind im Jahr 2013 16 Tourismusanbieter und -gemeinden, darunter neun Beherberger, fünf Erlebnispartner, ein Gastronomiebetrieb sowie eine Tourismusgemeinde erstmals beziehungsweise erneut mit dem Qualitätssiegel „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“ ausgezeichnet worden. Damit trugen im Jahr 2013 insgesamt 108 Betriebe mit 109 familienfreundlichen Angeboten den gekrönten Fisch Gustav als Wegweiser für zertifizierten Familienurlaub.
Mehr als 50.000 Waldaktien konnten mit Hilfe des Umweltbildungs-Projektes Waldaktie, das vor sechs Jahren vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes sowie vom Landesforst MV initiiert wurde, im Natururlaubsland Mecklenburg-Vorpommern verkauft werden.
Mecklenburg-Vorpommern bekommt ein Haus des Tourismus, dessen Bau in Rostock im Frühjahr 2014 starten soll. Neben der Landesförderung in Höhe von 3,5 Millionen Euro und Eigenmitteln des Tourismusverbandes liegt die Finanzierungszusage einer Bank für einen Kredit vor, und das rund 2.600 Quadratmeter große Grundstück konnte vom Landestourismusverband erworben werden. Geplant ist darüber hinaus der Einzug weiterer Vereine und Institutionen.




