Thai Airways International hat ihren Präsidenten und Vorstandsvorsitzenden, Piyavasti Amranand, nach gut zweieinhalb Jahren im Amt wegen mangelnder Arbeitsleistung fristlos gefeuert.
Der Vorsitzende, Ampon Kittiampon, teilte auf einer Pressekonferenz am 21. Mai völlig überraschend mit, dass Piyavasti Kommunikationsprobleme mit dem Vorstand habe, er müsse gehen. Zwölf von 15 Vorstandsmitgliedern haben sich für die Kündigung ausgesprochen. Piyavasti, der bei der Sitzung anwesend war, verlangte eine Erklärung, die nicht abgegeben wurde.
Piyavasti sagte, seine Leistung sei zuletzt mit 86% bewertet worden, bei der Kündigung könne es sich demnach nur um eine politische Entscheidung handeln. Oder man habe an seinem Stuhl gesägt, weil jemand seinen Posten wollte. Nicht zuletzt, weil er Bestechungsvorwürfen innerhalb THAI nachging, in die möglicherweise „einflussreiche Personen“ verwickelt seien.
Piyavasti wies darauf hin, dass er aus THAI wieder ein wettbewerbsfähiges Unternehmen gemacht hat. Vor zwei Jahren war THAI mit über 20 Milliarden Baht minus fast bankrott, in diesem Jahr mache THAI trotz gestiegener Kerosinpreise Gewinn in Höhe von 6 Milliarden Baht.
Piyavasti erhält den „goldenen Handschlag“ in Form einer Abfindung in Höhe von 6 Mio. Baht.
Die Gewerkschaftsvorsitzende von THAI, Jamsri Sukchoterat, kritisierte die Entlassung scharf. Der Ruf von THAI sei gefährdet, ebenso die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Sie wolle sich direkt an Premierministerin Yingluck wenden.
Nach der Entlassung von Piyavasti wurde am selben Tag Chokchai Panyayongzum kommissarischen Präsidenten gewählt.



