… “Änderungen sind notwendig!”, sagte der schon mehrmals ernannte und wieder zurückgetretene Tourismus Minister Hisham Zaazou, der ägyptischen Nachrichtenagentur “Daily News Egypt” am vergangenen Sonntag. Die interessante Erkenntnis des derzeit wieder amtierenden Ministers kam für viele Fachleute überraschend. Viele Experten in der Welt glauben, dass der Minister einen “Weckruf” erhalten und gehört hat. In all den Monaten in der Krise zuvor erzählte Hisham Zaazou bei seinen weltweiten Auftritten: “In meinem Land gibt es keine Probleme und keine Gefahren für Touristen. Die Probleme kommen von den Ausländern und vor allem von den bösen internationalen Medien!”
Schon lange glaubt ihm kein Fachmann mehr, da die “echten” und seriösen Nachrichten aus dem Land am Nil eine andere Situation darstellten.
Ägypter und Ausländer, die in Ägypten leben und arbeiten, trauten sich nicht ihren Namen zu nennen, um Drohungen und mögliche Angriffe von Polizei und Militär zu verhindern. Aber trotz der Gefahr erreichten die Welt Bilder und wahre Nachrichten.
Insider erklärten die verkehrte Sicht des Tourismus-Ministers und vieler seiner Kollegen mit dem Hinweis, dass sie das wahre Leben nicht kennen, da sie mit Blaulicht und im Polizeikonvoi durch ihr Land brausen.
Plötzlicher Meinungswechsel
In dem Statement vom Wochenende bestätigt Minister Zaazou plötzlich und völlig unerwartet: “Der Tourismus in Ägypten liegt am Boden”, und hat auch gleich wieder Schuldige gefunden: Sein Ministerium und seine Mitarbeiter seien zu alt!
Wir denken, der Herr Minister sollte sein eigenes Alter nicht vergessen!
Ägyptens Tourismus, eine der wichtigsten Quellen des Staatshaushaltes, kämpft seit Beginn der Krise mit Hosni Mubarak im Jahre 2011 um das eigene Überleben auf Grund der politischen Instabilität des Landes.
Minister Zaazou hat das erstmals selbst bestätigt und verkündet umfassende Änderungen bei seinem Management einzuleiten um die Bedingungen für den Tourismus zu verbessern.
Hisham Zaazou verkündete im Rahmen seines Gespräches mit der staatlichen Nachrichtenagentur “Daily News Egypt”, dass er plant, zusammen mit seinen Ministerkollegen das Problem zu bekämpfen.
Er berichtete weiter, dass er in seinem Ministerium neue Mitarbeiter einstellen wolle, darunter auch viele junge Leute, um den Tourismus wieder zu beleben. Weiter erklärte er, dass die ägyptische Regierung und besonders das Außenministerium auch plane, Büros in anderen Ländern zu eröffnen, um den Tourismus zu bewerben.
Wir denken: Es ist spät – aber nicht zu spät – und immer wieder bewahrheitet sich der Spruch in Krisenzeiten: “Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken”!
Der Tourismus in Ägypten braucht ein sehr starkes Ministerium mit einem neuen Kopf und komplett neuen Mitarbeitern – nicht nur in Ägypten selbst, auch in den ägyptischen Fremdenverkehrsämtern in anderen Ländern und dem Wechsel der für das heutige Ägypten arbeitenden Agenturen. Denn das Vertrauen in die Zusammenarbeit ist oft nicht mehr gegeben.
Der Tourismus in Ägypten braucht einen freien und sauberen Neustart in eine neue und bessere Zukunft und alle Menschen die den bisherigen falschen Weg in den letzten Monaten unterstützt haben, müssen für einen freien, sauberen und demokratischen Weg ausgewechselt werden. Nur dann kann es ein erfolgreicher Weg werden!

