Anlässlich ihres 85. Geburtstags warf Fluggesellschaft Finnair zusammen mit Flugzeughersteller Airbus und weiteren Branchenexperten einen Blick in die Zukunft und darauf, wie der Flugverkehr im Jahr 2093 aussehen könnte. Die Visionen wurden im November in Form eines Buches und einer Internetseite veröffentlicht. In einem Wettbewerb im März hatten Interessenten nicht nur die Möglichkeit abzustimmen, welches Flugzeug der Zukunft das Beeindruckenste war, sondern auch ihre eigenen Visionen vorzubringen, wie das Fliegen in der Zukunft aussehen könnte. Insgesamt wurden für den Wettbewerb 14.000 Beiträge eingereicht.
Von visuellem Eindruck bis Flugkomfort reichten die Begründungen, als die Leute ihre Stimmen abgaben, welches der von Kauko Helavuo gezeichneten Flugzeuge sie am meisten fesselte. Die Flugzeuge wurden nicht nur nach Freiraum und Unterhaltungsmöglichkeiten, sondern auch nach ihren überraschenden und unterhaltsamen Designs bewertet. Auch die aerodynamischen Eigenschaften und die Umweltfreundlichkeit der Flugzeuge wurden von den Wettbewerbsteilnehmern angesprochen. Zum beeindruckendsten Design wurde die für Kurzflüge bestimmte, flügelförmige Finnar A600-850 erklärt.
Rund eintausend Visionäre hatten ihre Vorstellungen eingereicht, wie das Fliegen in Zukunft aussehen könnte. Sie sagen voraus, dass der Flugverkehr ein explosives Wachstum erfahren wird und die Fluggewohnheiten sich gleichzeitig individueller gestalten werden. Man erwartet, dass es Flugzeuge in vielen verschiedenen Formen geben wird; kleine, kompakte Maschinen für individuelle Reisen und geräumige Flugschiffe für die Beförderung der Massen. Schnelle Flugzeuge, so malt man sich aus, sollen dann mit Energiemüll oder Pflanzenöl fliegen.
„Für den Wettbewerb wurde kein spezielles Marketing betrieben, und doch erreichten uns zahlreiche Beiträge – insgesamt 14.000 aus der ganzen Welt. Die Beiträge brachten uns außerdem wertvolle Informationen darüber, welche Art von Service die Leute im Flugzeug der Zukunft wünschen und erwarten“, so Finnairs SVP Communications, Christer Haglund.
Den Preis für die beste Vision – Finnair-Flugtickets zwischen Europa und Asien – gewann Dattatray Kuvalekar aus Indien. Kuvalekar, Vater von zwei Kindern, berichtet, dass auch sein Nachwuchs sich sehr über diesen gewonnenen Wettbewerb freut. Mit seinen Preistickets will er nach Finnland fliegen.
“Ich habe Finnland bereits zweimal besucht und sehe es als wirkliches Privileg an, das Land der Mitternachtssonne und der tausend Seen noch einmal zu erleben”, sagte Kuvalekar.
Der Schwerpunkt in Kuvalekars Vision lag auf Individualität: Jeder Fluggast wird über seine eigene Kapsel verfügen, die an einem größeren Schiff andockt. Die Fluggäste können so nach eigenem Geschmack über die Einrichtung und Farbgebung, die Lufttemperatur und das Essen entscheiden.
In Kuvalekars Vision wird das Fliegen in der Zukunft schnell und, natürlich, neutral hinsichtlich der Umweltbeeinträchtigung sein. Neue Technologien werden ein reibungsloses und effizientes Reiseerlebnis gewährleisten: Reisepässe mit Funkerkennung (RFID) werden es den Fluggästen ermöglichen, die Grenzkontrollen im Handumdrehen zu durchlaufen, während das Gepäck automatisch zu den Wohnungen oder Reisezielen der Fluggäste geliefert wird.
Weitere Informationen zu den Zukunftsvisionen für den Flugverkehr und zu den Bildern der Flugzeuge finden sich auf www.departure2093.com. Die Bilder der Flugzeuge sind über den Link „FUTURE FLEET“ auf der linken Seite zu erreichen.
Interessante Details und Erfahrungen aus dem futuristischen Projekt, sowie Finnairs intergalaktischen Weltraum-Popsong finden Sie auf einem Finnar-Blog unter http://blogs.finnair.com/2009/06/10/futurerocks/.
„Unser Projekt fand in den internationalen Medien unglaublich viel Beachtung. Eine Pressekonferenz in Indien zum Beispiel wurde von über 50 Reportern besucht, die mehr als 200 Millionen Leser repräsentieren“, schreibt Haglund in dem Blog.


