Die Vorsitzende des Tourismusausschusses Marlene Mortler appelliert an die Tourismusbranche, verstärkt in Aus- und Weiterbildung zu investieren: „Ob für einen Betrieb die Perspektive hop oder top gilt, wird künftig angesichts des demografischen Wandels stärker denn je von Investitionen in die Qualität der Mitarbeiter abhängen“, sagte Mortler beim Tourismusgipfel in Berlin.

Es sei angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels erfreulich, dass Jugendliche verstärkt Tourismusberufe nachfragten. So wurden im vergangenen Jahr 1,6 Prozent mehr Ausbildungsverträge als noch im Vorjahr abgeschlossen. „Zentral ist aber, dass die Qualität der Ausbildung stimmt“, sagte die CSU-Politikerin. Mit Blick auf die verbreitete Branchenkritik, die Leistungen der Schulabgänger entsprächen nicht mehr den Anforderungen der Berufswelt, versprach Mortler mittelfristig Abhilfe: „Die Union will bis 2015 gesamtstaatlich zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die Zukunft und damit in Bildung und Forschung investieren. Hiervon wird auch die Tourismusbranche profitieren.“

Offen ist Mortler zufolge weiter, ob die Regelungen des Jugendarbeitschutzgesetzes den Wünschen der Tourismusbranche entsprechend gelockert werden können. Viele Ausbildungsbetriebe scheuen die Anstellung unter 18-Jähriger, da aus ihrer Sicht die Regelungen zu restriktiv sind. „Mich brauchen Sie jedenfalls nicht mehr zu überzeugen. Ich stehe hinter den Forderungen der Branche“, so Mortler.

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