Austrian Airlines kann nach Krisensitzung privatisiert werden
Noch in diesem Jahr soll die Austrian Airlines (AUA) vollständig privatisiert werden. Das beschloss die österreichische Regierung im Rahmen einer Krisensitzung in Wien. Bis Ende 2008 soll ein neuer Partner für die angeschlagene Fluggesellschaft gefunden werden.
Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) berichtete das nun die österreichische Staatsholding (ÖIAG) die offizielle Suche nach und auch Gespräche mit eventuellen Partnern und Investoren starten können. ÖLAG Chef Peter Michaelis bestätigte sofort mit der Suche zu beginnen.
Auch die deutsche Lufthansa sowie AirFrance-KLM sollen an einer Beteiligung interessiert sein. Die Spitze der deutschen Airline hat bereits Interesse bestätigt.
Die ÖLAG hielt im Auftrag des Staates Österreich bisher 42,75 % der AUA-Aktien. Die AUA selbst hält 3,55 %. Verschiedene Banken halten zusammen rund 7,23 % und der Rest befindet sich im sog. Streubesitz
Die österreichische Regierung hat für die vollständige Privatisierung zur Bedingung gemacht, dass auch in Zukunft eine Sperrminorität von 25 % plus einer Aktie in österreichischer Hand bleiben.
Die Lufthansa kooperiert mit der AUA bereits im Rahmen der Star Alliance bei Codesharing-Flügen und bei der Technik.
Weitere Bedingungen der österreichischen Regierung zu der Freigabe der Privatisierung sind u.a. die Beibehaltung des Namens “Austrian” sowie der Erhalt der Entscheidungs-Zentrale in Österreich, die Aufrechterhaltung eines angemessenen Streckennetzes und die Erhaltung von so viel Arbeitsplätzen auf dem Wiener Flughafen und bei AUA selbst wie möglich.

