Mittelstandsverband erarbeitet Sieben-Punkte-Papier
Die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. (asr) bezieht in der aktuellen Diskussion um Klimafragen im Tourismus Stellung und bekennt sich zu ihrer anteiligen Verantwortung für die Entwicklung des Weltklimas.
„Die absehbare Entwicklung stellt Gesellschaft und Tourismus vor gewaltige Herausforderungen“, erläutert asr-Präsident Jochen Szech die Haltung des Verbandes anlässlich der Vorstellung eines Sieben-Punkte-Papiers zum Klimawandel, das der Mittelstandsverband erarbeitet hat. „Diese Aufgaben gehen wir aber schon seit Jahren erfolgreich an“, so Szech.
Der asr steht zu seiner gesellschaftlichen Aufgabe als Branchenverband beim Gegensteuern gegen den Klimawandel aktiv mitzuwirken, er ordnet aber auch die aktuelle Diskussion ein. So weist der Verband in seinem Arbeitspapier darauf hin, dass der Tourismus nur unterdurchschnittlich zum Klimawandel beiträgt, CO2-Ausstoß kompensiert und seit Jahren in die Reduktion von Emissionen investiert.

Jochen Szech

Mit dem aktuellen „Flugscham“-Trend setzt sich der Verband ebenfalls auseinander: „Konfrontative schwarz-weiß-Betrachtungen und Totalverweigerungen bringen uns den richtigen und wichtigen Lösungen ganz bestimmt nicht näher“, sagte asr-Präsident Szech auch im Hinblick auf die aktuellen Demonstrationen gegen die Kreuzfahrtbranche. Der asr spricht sich hier deutlich gegen jede Form von Verboten oder gesetzlichen Beschränkungen aus. Stattdessen fordert der Mittelstandsverband eine ganzheitliche Betrachtung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Wirkung des Tourismus.

Zudem regt der asr auch eine selbstkritische Überprüfung des brancheninternen Reiseverhaltens und hinterfragt, ob Auslandstagungen mit Fluganreise auch weiterhin im bisherigen Maße sinnvoll und notwendig sind oder hier nicht branchenintern ein Umdenken stattfinden muss.

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