Mallorcas Gastroszene wird immer besser und bunter. So unterschiedlich die vielen Gesichter der Insel sind, so vielseitig ist das kulinarische Angebot. Über 3.000 Restaurants vom urigen Mallorquiner bis zum Sternerestaurant mit ausgefallenen modernen und kreativen Menüs verwöhnen knapp 900.000 Inselbewohner, viele Teilzeitresidenten und jährlich rund 13 Millionen Besucher. So wie sich die ganze Insel in den letzten Jahren enorm entwickelt hat, ist auch die Gastroszene in ständiger Bewegung.
Auf Mallorca gibt es unendlich viele und vor allem wirklich gute Restaurants. Gut, wenn man weiß wo! Ein Tipp für alle, die es nicht wissen: Wahlmallorquiner Stefan Loiperdinger erforscht seit 15 Jahren die Insel und entdeckt immer wieder neue, spannende und unberührte Winkel, die er alljährlich in seinem Magazin „Mallorcas schöne Seiten“ teilt. In der aktuellen Ausgabe von MALLORCAS SCHÖNE SEITEN stellt er fast 140 Restaurants vor. Das ganzae Magazin vollkommen ohne Werbung, kein Restaurant hat für den Artikel bezahlt!Junge kreative Mallorquiner erfinden die mallorquinische Küche neu. Graben alte Rezepte der Oma aus und geben ihnen, oft auch von Auslandsaufenthalten inspiriert, eine neue kulinarische Note oder bleiben stringent ihren Wurzeln treu – aber in zeitgemäßer Variante.

Beetroot Gazpacho mit Soller Prawns und Rettich

Japanisch-italienisch mit stylischem Ambiente
Die Geräusche der Boote im Wind, der Anblick traumhafter Yachten und seitlich der Blick auf die Kathedrale – das kann man direkt gegenüber der Llonja am Hafen im „Mar de Nudos“ genießen. Wahrlich empfehlenswert – optisch wie kulinarisch. Die abwechslungsreiche exzellente Küche reicht von japanisch orientierter Rohküche bis hin zu italienischen und spanischen Spezialitäten. Hinzu kommen tolles Ambiente mit beeindruckendem Interieur, inklusive verglaster und beheizbarer Außenterrasse, eine perfekte Lage sowie professioneller Service. Die Preise sind leicht gehoben, aber nicht abgehoben. Im ersten Stock wurde zusätzlich eine Bar eröffnet, die vor allem für Gruppen und Events mietbar ist.

Mar de Nudos 4©MardeNudos

Lammbraten im mittelalterlichen Berggasthof
Zum “Es Verger” pilgern Einheimische wie Touristenher, die einen zu Fuß den Berg rauf von Alarò, die andern mit dem Auto. Ein Geheimtipp ist es nicht mehr, aber die Atmosphäre am großen Ofen oder im ehemaligen Viehstall und die Qualität vom Lamm und Spanferkel gleichen einiges aus.

Neue Gastroperle in Palma: Fera
Mittendrin, ums Eck beim oberen Ende vom Paseo del Borne und doch unglaublich ruhig und sogar mit einem idyllischen Garten mit Obstbäumen und Brunnen. Die Optik begeistert. Die Betreiber, das Ehepaar Levy, haben jede Menge interessante Kunst integriert, dazu auffallende Lampen, Möbel und Stoffe. Man sitzt gemütlich und kann sich – umsorgt von einer flotten Servicecrew – ganz auf das Essen konzentrieren. Und das lohnt sich. Chefkoch Petutschnig mischt mediterrane Produkte mit asiatischen, wie man beispielweise am Wagyu-Tartar in knuspriger Nori-Algenhülle mit Trüffeln oder an den geräucherten Enten-Dumplings mit Birne, Ingwer und Foie erkennt. Des Weiteren empfehlenswert: das iberische Nackensteak an einer Sauce aus grünem Senf und Ananas-Chutney oder ein perfekt gebratener Adlerfisch mit Currykrokant und Kürbiscreme an einer Zitronen-Koriander-Sauce.

Restaurant Palma Fera (©mallorcas-schoene-seiten)

Witziges Ambiente beim Argentinier im Sa Llum
Üppige Portionen bestes Fleisch, zum Beispiel saftiges, zartes Entraña (Zwerchfell vom Rind), Picaña (Schwanzstück vom Rind), Entrecôte, Chuleton oder auch ein Angus-Biofleisch-Burger. Dazu Gemüse vom Grill und dünne lange Pommes frites – dafür kommt ein Spiralschneider zum Einsatz –, die wie Nester auf den Tellern angerichtet werden? Meersalz und eine gute Chimichurri-Sauce gehören natürlich dazu. Wer zu all dem Ja sagt und auch nicht allzu viel bezahlen möchte, sollte dieses kleine, kuschlige Lokal in Palmas Calatrava-Viertel aufsuchen. „Sa Llum“ heißt es und wurde Ende November 2015 von einem sympathischen argentinischen Paar eröffnet: Cristian Garofalo und Yamila Storr aus Mar del Plata, die vor rund 15 Jahren nach Mallorca gekommen sind. Ebenfalls empfehlenswert: die hausgemachten Kroketten. Beim Ambiente wurde vieles selbstgebastelt wie die Paillettenholzwand und die Verkleidung der Theke mit alten Persianas sowie einige Lampen wie die originelle Fahrradfelgen-Lichterketten-Kombination. Die witzigen Riesen-ameisen und Libellen aus Eisen, die an der Decke zu fliegen scheinen oder an der Wand krabbeln, hat der Künstler Ernesto gemacht.

Restaurant Sa Llum Palma ( Foto: Sa Llum)

Fleisch vom Feinsten im Lume & Co
Der Schwerpunkt im liegt auf 1a-Fleisch von den besten nationalen und internationalen Produzenten, bestenfalls sogar prämierte Bio-Ware. In dem ehemaligen Landgut „Son Berga“ mit seiner über 700-jährigen Geschichte nutzt man seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die umgebauten Stallungen für den Restaurantbetrieb. Seit Ende November 2017 gibt es nun das „Lume“, eine Mischung aus Eleganz, Stil und Rustikalität. Beeindruckend die tollen umgestylten Räumlichkeiten mit Kamin und Natursteinwänden sowie die große Terrasse. Hier schmaust man neben den Fleischspezialitäten von Carpaccio über Tartar, Tataki hin zum Steak mit einer Auswahl an Beilagen und Saucen, ein wenig Wildfisch oder Ceviche.

Restaurant Lume (Foto:Lume)

Die spektakulärste Kneipe Mallorcas
Ein einmaliges Erlebnis ist die Wanderung hinab zum “Sa Foradada”, denn das Lokal ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Man sitzt mit Traumblick über einer noch traumhafteren Bucht und genießt Fisch und Fleisch vom Grill oder Paella aus Pfannen, so groß wie die Räder eines Sattelschleppers. Erreichbar mit dem Boot von Port de Sóller oder zu Fuß in einer knappen Stunde vom Herrenhaus Son Marroig zwischen Valldemossa und Deiá.

Das SaForadada (Foto mallorcas schöne Seiten)

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