Deutschland legt knapp 20 Prozent zu
Meliá Hotels International (MHI) verzeichnete im ersten Quartal 2017 einen Umsatzanstieg von 5,4 Prozent auf 420,3 Mio. Euro (i.Vj. 398,9). Der Nettogewinn fiel mit 20,4 Mio. Euro um acht Prozent niedriger aus als in 2016 (22,3 Mio. Euro), was darauf zurückzuführen ist, dass Ostern dieses Jahr im April lag und das daraus resultierende gute Geschäft erst in das zweite Quartal einfließen wird.
Das Ebitda verbesserte sich um drei Prozent, der RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) stieg in den über 370 weltweiten Hotels der Gruppe primär aufgrund von Preiserhöhungen um 8,3 Prozent und in Spanien sogar um 12,5 Prozent. Die Plattform melia.com verzeichnete einen Umsatzanstieg von acht Prozent – den April mit eingerechnet stieg der Umsatz durch den „Ostereffekt“ sogar um 20 Prozent.

„Die sehr gute Entwicklung in Spanien im schwächsten Quartal des Jahres deutet auf eine positive Hochsaison hin. Wir werden unser Portfolio dort kontinuierlich durch umfassende Investitionen in die Renovierung und Neupositionierung stärken. Unseren internationalen Expansionskurs setzen wir durch bis dato 23 neu unterzeichnete Verträge, inklusive acht Hotels in Kuba fort“, kommentiert Gabriel Escarrer Jaume, Vice-President und CEO von Meliá Hotels International. Bis Ende März umfasste die Pipeline weltweit 65 Hotels, sechs davon haben mittlerweile eröffnet (Sol Bali Legian, Meliá Shanghai Hongqiao, Meliá Palma Bay/Mallorca, Innside Yogyakarta, Tryp Santa Ponsa, Tryp Lisboa Caparica Mar).

Die Nettoverschuldung stieg primär bedingt durch Investitionen in der Dominikanischen Republik und den Kauf des Paradisus Los Cabos seit Dezember 2016 leicht an und liegt jetzt bei 622 Mio. Die Finanzierungskosten konnten weiter gesenkt werden und liegen bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 3,4 Prozent.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2017 zeigt sich MHI optimistisch und rechnet mit einem Anstieg des weltweiten RevPars im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Einen wichtigen Anteil sollen daran das Calviá-Beach-Projekt (Magaluf, Mallorca), durch das neue MICE-Einrichtungen in der Destination entstehen, sowie das neue Tagungszentrum Palau de Congress und das Palma Bay Hotel in Mallorca haben.

Ergebnisse in einzelnen Regionen
EMEA (+4,9% RevPar)
Die ersten drei Monate des Jahres führen die lange Reihe an erfolgreichen Quartalen für die Hotels in Deutschland fort, obwohl 2016 aufgrund eines starken Messejahrs mehr Business generiert wurde. Die positive hiesige Entwicklung mit einem Umsatzwachstum von 19,5 Prozent ist vor allem auch auf die drei im vergangenen Jahr neu eröffneten Innside Hotels in Aachen, Leipzig und Frankfurt zurückzuführen. Der RevPar stieg um 9,8 Prozent, wozu die Hotels in Düsseldorf einen großen Anteil beigetragen haben. In Frankreich sind die Belegungszahlen der Pariser Hotels wieder gestiegen (+8,6% RevPar). Italien (+3,8% RevPar) meldet eine gute Entwicklung trotz fehlender Kongresse. In Großbritannien verzeichnete das Unternehmen eine beständige Verbesserung in allen Hotels. Für den weiteren Jahresverlauf sieht MHI in allen Märkten einen positiven Trend.

Mittelmeerraum (+18% RevPar)
Trotz des „Ostereffektes“ melden die Kanarischen Inseln dank hoher Nachfrage durch britische, skandinavische und deutsche Gäste eine hervorragende Entwicklung. Gut lief es auch auf den Kapverdischen Inseln (+13,5% RevPar). Melia.com steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 36 Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet MHI auf der spanischen Halbinsel und den Balearen dank einer positiven Ostersaison und einem starken Anstieg (zweistellig) der Buchungen für den Sommer in allen Regionen (Balearen, Kanaren und spanische Küste) eine sehr positive Entwicklung. Der Umsatz durch melia.com für den Sommer ist um beachtliche 42% angestiegen.

Spanien (+14,7% RevPar)
Die Hotels auf dem Festland konnten nicht zuletzt aufgrund einer positiven Entwicklung im MICE- und Gruppensegment deutlich zulegen. Der Ausblick auf das zweite Quartal ist positiv und wird von der Osterwoche beeinflusst.

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