von Wolfgang Weiß
nhow – Europas erstes Musikhotel, – überrascht seine Gäste.Wer das „nhow Berlin“ betritt, kann seiner Fantasie ungebremst freien Lauf lassen. Alles ist hier irgendwie anders als in den meisten Beherbergungshäusern der Stadt: In dem Hotel an der Stralauer Allee 3, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Universal Studios, mit Blick auf die Spree und die Oberbaumbrücke, stürmen grelle Farben, runde Designer-Möbel und verwirrende Wanddekorationen auf den Gast ein.
Hier gibt es kaum etwas Eckiges, fast alles ist rund. So auch der Empfang, der einem riesigen pinkfarbenen Musikinstrument nachempfunden ist, das in den Augen mancher Besucher eher wie ein stilisierter Moby Dick aussieht (siehe Fantasie!). Pink scheint überhaupt die vorherrschende Farbe zu sein. Man findet sie auf Fußböden mit tonwellenförmigen Mustern, an Wänden und immer wieder an geschwungenen Möbeln, zum Beispiel in der Lobby. Selbst die Visitenkarten des Hotelmanagements sind in dieser Farbe gestaltet und mit einem großen Loch im oberen linken Bereich versehen, dessen Funktion sich nicht recht erschließen will (siehe Fantasie).

Alles rund und farbig wie hier der Empfang


Dirk Dreyer, General Manager des nhow, erläutert den Besuchern von Udo Rößlings Hotelstammtisch das Konzept für Europas erstem Musikhotel, das vor fünf Jahren eröffnet wurde. Seine Lage im Zentrum der Berliner Musik- und Modeszene, prädestinieren das Haus, so der Hoteldirektor, als Treffpunkt von Musikliebhabern und Kreativen aus aller Welt. An einer Wand hinter dem Empfang haben sich viele von ihnen verewigt, wie Jennifer Rush, Wayne Carpendale, David Garret oder der legendäre australische Gitarrist Tommy Emanuel. Für das „polarisierende Design“, wie Jessica Emde, Marketing Direktor betont, die die Gäste durch das Hotel führt, zeichnet der New Yorker Designer Karim Rashid verantwortlich. Er hat das gesamte Interieur des nhow Berlin gestaltet, perfekt umgesetzt von Stararchitekt Sergej Tschoban. So entstand ein Gesamtkunstwerk aus moderner Architektur und Design.

Das Restaurant fabrics


Für die illustren Gäste aus der Musik- und Kreativszene stehen ein hauseigener Musikmanager, ein exklusiver Gitarren-Roomservice (im nhow kann man sich nicht nur Frühstück sondern auch Gitarren auf das Zimmer bestellen), zwei komplette Musikstudios mit Panoramablick über Berlin und eine Aufnahmekabine zur Verfügung. Die Fahrstühle in pink, grün oder orange, mit denen man in die technischen Räume oder in die blau, graublau oder pinkfarben gestalteten Zimmer gelangt (alle mit Holzfußböden), begrüßen den Gast mit Musik verschiedener Stilrichtungen (Klassik, Jazz, Pop oder Rock) In den Blue-Room-Zimmern wie auch in allen anderen 304 Hotelquartieren gibt es geschwungene Tische und Stühle, 30 Zentimeter hohe Matratzen und mehr oder weniger geräumige Bäder, je nach Kategorie, von denen es drei verschiedene gibt. Highlight ist die 258 Quadratmeter große Suite über zwei Etagen, zu der auch eine über 100 Quadratmeter große Terrasse gehört. Dafür müssen schon mal 2500 Euro pro Nacht hingeblättert werden. Die Suite werde vor allem als Eventlocation für exklusive Anlässe genutzt, betont Jessica Emde. Die übrigen Preise richten sich je nach Saison und Events (ITB, Mode usw.)

Einer der musikalischen Aufzüge


An die Envy-Bar auf der Empfangsebene schließt sich eine 450 Quadratmeter große Terrasse direkt an der Spree an, die über der denkmalgeschützten Kai-Mauer so angelegt wurde, dass man sie auch jederzeit wieder abreißen kann. Im Restaurant „fabrics“- sorgt Küchenchef Christian Drewitsch für ein monatlich wechselndes Rock’n Roll Menu. Von jeder Bestellung geht ein Euro an die Aktion der Berliner Tafel „Suppe mit Sinn“. Im Konferenzsaal des nhow Berlin finden fast 1 000 Personen bei Großevents Platz. Firmen, wie Coca Cola, haben hier kürzlich ihre Weihnachtsfeier durchgeführt. Insgesamt war das abgelaufene Geschäftsjahr für das Hotel sehr erfolgreich, wie André Hummel, Deputy Hotel Manager, informiert. Das nhow Berlin habe seine Ziele erreicht.

Das nhow Berlin gehört zur börsenorientierten spanischen NH-Hotelgruppe, die über 400 Häuser in Europa verfügt. Als eigenständige Marke wurde nhow vor 10 Jahren in Mailand mit Schwerpunkt Design und Mode aus der Taufe gehoben. Das jüngste Mitglied der nhow-Familie ist seit vergangenem Jahr ein Hotel in Rotterdam. Weitere sollen folgen.

Der Blick in ein Gästezimmer


Informationen: 304 Zimmer und Suiten: 233 Standardzimmer, 25 Superior-Zimmer, 45 Juniorsuiten und die nhow Suite; nhow Suite: 260 qm über 2 Etagen, mit Schlafzimmer, Wohnzimmer mit angrenzender Küche, Meeting-Raum für 12 Teilnehmer, 111 qm Dachterrasse, außerdem direkte digitale Verbindung zu den Musikstudios in der 8. Etage; alle Zimmer und Suite mit W-Lan. Nhow Musik Sound Floor (in 8. Etage) mit Analog Mixing Suite mit modernsten tontechnischen Entwicklungen;
Konferenzbereich mit 7 Räumen (575 qm, 4 x etwa 150 qm, 88 und 93 qm) und einem Konferenzfoyer 218 qm) umfasst insgesamt 1056 qm. Entspannungs- Wohlfühl-Bereich auf 450 qm mit Fitnessraum Fitness- und Kardiogeräte), 2 Saunen und 1 Dampfbad;
Zwischen Lobby und Restaurant ist die Lobbybar „envy“ gelegen. Das „fabrics“ dient als Frühstücksrestaurant und als Speiserestaurant zu Lunch- und Dinner-Zeit, umfasst neben den Restaurant eine Lounge, eine Außenbar und eine 450 qm große Freiterrasse.
Fotos: Udo Rößling
Impressionen:

Ein Tisch im Restaurant fabrics


Der Terrassenblick der zweistöckigen Suite


Eine Juniorsuite des nhow Berlin


Die Suite


Die Hotel Terrass mit Blick auf die Spree


Das hoteleigene Tonstudio nicht nur für musikalische Hotelgäste

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